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Olympia-Drama auf dem Bronze-Rang liegend: Biathlon-Star kippt im Ziel um

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Die Norwegerin Tandrevold musste nach der Biathlon-Verfolgung der Damen bei Olympia 2022 medizinisch versorgt werden.
Olympia 2022: Nach der Biathlon-Verfolgung der Damen musste die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (M., nur linker Arm zu sehen) medizinisch versorgt werden. © Screenshot daserste.de

Die Norwegerin Røiseland holt Gold in der Biathlon-Verfolgung bei Olympia 2022. Ihr Triumph rückt aber in den Hintergrund, als ihre Landsfrau Tandrevold im Zielbereich umkippt.

Zhangjiakou - Die norwegische Biathletin Marte Olsbu Røiseland jubelt über ihr drittes Gold bei Olympia 2022 in Peking. Nach den Erfolgen in der Mixed-Staffel und im Sprint beendete die 31-Jährige auch das Verfolgungsrennen souverän als Erste. Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet, da sie sich nur einen Schießfehler erlaubte.

Silber sicherte sich die Schwedin Elvira Öberg, allerdings mit eineinhalb Minuten Rückstand auf Røiseland. Bronze ging etwas überraschend an Tiril Eckhoff aus Norwegen. Denn rund einen Kilometer vor dem Ziel lag ihre Landsfrau Ingrid Landmark Tandrevold noch auf dem dritten Rang. Am Ende belegte die aber nur den 14. Platz.

Biathlon bei Olympia 2022: Norwegerin mit Kreislauf-Problemen kurz vor dem Ziel

Die 25-Jährige kippte direkt nach dem Zieleinlauf völlig erschöpft um und musste anschließend von mehreren Betreuern gestützt und medizinisch versorgt werden. Vermutlich hatte Tandrevold mit Kreislauf-Problemen zu kämpfen. „Ganz komisch, weil der letzte Kilometer der Strecke nicht mehr ganz so schwer ist“, sagte ARD-Experte Michael Greis. „Ihr geht‘s definitiv nicht gut. Ich hoffe, dass soweit alles okay ist und sie beim nächsten Rennen an den Start gehen kann.“

Es war offenbar nicht das erste Mal, dass es der Norwegerin nach einem Rennen nicht gut ging. „Das war anscheinend auch schon in Oberhof (7.-9. Januar 2022, Anm. d. Red.) der Fall und hier beim ersten oder zweiten Rennen“, so der ehemalige deutsche Biathlet.

Olympia 2022: Biathletin Tandrevold kippt nach Zieleinlauf um - Teamarzt äußert sich zu ihrem Zustand

Nach der Verfolgung der Damen gab es lange keine neuen Informationen über den Zustand von Ingrid Landmark Tandrevold. Um 11.35 Uhr gab die IBU (International Biathlon Union) dann aber Entwarnung auf Twitter: „Tandrevold ist ok.“ In dem Tweet wurde auch der norwegische Teamarzt mit folgenden Worten zitiert: „Ingrid hatte versucht, Elvira Öberg zu folgen, kam aber kaum ins Ziel. Sie war erschöpft und enttäuscht, aber nicht bewusstlos. Sie hat sich gestresst. Sie isst und trinkt jetzt. Ich denke, es lag an der Kälte und der Höhe.“ Die Strecke im Nordischen Ski- und Biathlonzentrum Kuyangshu bei Zhangjiakou liegt auf etwa 1700 Metern Höhe.

Die deutschen Biathletinnen betrieben in der Verfolgung am Sonntag nur Schadensbegrenzung. Die von Position 18 ins Rennen gestartete Vanessa Voigt kämpfte sich nach einer guten Schießleistung (eine Strafrunde) als beste Deutsche auf Rang zwölf vor. Franziska Preuß verbesserte sich um 15 Plätze auf Rang 15, Einzel-Olympiasiegerin Denise Herrmann wurde 17. (drei Strafrunden). Die größte Aufholjagd gelang Vanessa Hinz, die 34 Plätze gutmachte und auf Rang 21 einlief. Alle vier DSV-Athletinnen haben sich so für das letzte Einzelrennen bei den Olympischen Winterspielen - den Massenstart der Damen am 19. Februar - qualifiziert. (sk)

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