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Claudia Pechstein hat erstmals nach ihrer Dopingsperre wieder einen deutschen Meistertitel erlangt.

Pechstein und Wolf holen erste Meistertitel

Inzell - Ihre Dopingsperre hat Claudia Pechstein abgesessen. Jetzt hat sich die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin erstmals wieder einen deutschen Meistertitel gesichert.

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hüpfte auf dem Siegertreppchen in Inzell so fröhlich als wäre es schon das WM-Podest: Pechstein konnte sich nach ihrer abgesessenen Dopingsperre bei den Deutschen Meisterschaften erstmals wieder einen nationalen Titel sichern. Die 39-Jährige aus Berlin gewann am Freitagabend die 3.000 Meter in 4:08,46 Minuten. Sprint-Königin Jenny Wolf dominierte die 500 Meter souverän, bei den Herren siegte Samuel Schwarz. Die 5.000 Meter der Herren entschied Lokalmatador Moritz Geisreiter für sich.

“Ich bin sehr zufrieden. Das war ein kontrollierter Lauf, der sicher noch ausbaufähig ist“, sagte Pechstein, die sich am Wochenende auch noch für die 1.000, 1.500 und 5.000 Meter gemeldet hat. Sie verbesserte ihren Bestwert aus den Testwettkämpfen in Inzell um mehr als zwei Sekunden, allerdings fehlte ihre ärgste nationale Konkurrentin. Die Olympia-Zweite und Titelverteidigerin Stephanie Beckert aus Erfurt hatte ihren Start wegen Rückenproblemen kurzfristig abgesagt. Zweite wurde Isabell Ost (Berlin) in 4:11,07 Minuten. Auf Platz drei lief die Berlinerin Bente Kraus in 4:19,69. Damit konnte Kraus im Gegensatz zu Pechstein und Ost die Norm für die Weltcup-Teilnahme nicht knacken.

Wolf nur mit zweitem Lauf glücklich

Jenny Wolf siegte über die 500 Meter in 38,37 und 38,04 Sekunden ebenfalls souverän vor der Erfurterin Judith Hesse (38,58; 38,52) und der Berlinerin Monique Angermüller (zweimal 38,58). Die viermalige Weltmeisterin und Weltrekordhalterin war mit ihrem ersten Saisonauftritt nicht ganz zufrieden: “Im ersten Lauf habe ich Schwierigkeiten gehabt, ins Rennen zu finden, der zweite Durchgang war aber gut, der Start sogar super“, sagte Wolf.

Über die kurze Distanz bei den Herren löste Samuel Schwarz (Berlin) mit starken 35,65 und 35,35 Sekunden Vorjahressieger Nico Ihle aus Chemnitz (35,81; 35,60) an der deutschen Spitze ab. Dritter wurde wie im Vorjahr Denny Ihle (36,12; 35,92).

Auch über die 5.000 Meter musste sich der Vorjahressieger geschlagen geben: Marco Weber (München) schaffte es mit 6:29,80 Minuten nur auf Rang drei. Den Sieg feierte Moritz Geisreiter aus Inzell mit 6:24,11 Minuten vor dem Erfurter Patrick Beckert aus Erfurt (6:24,11).

Cheftrainer sieht Problem über Langstrecken der Damen

“Claudia hat die erwartet gute Leistung gebracht, auch Isabell Ost hat sich toll geschlagen, allerdings können wir über die Langstrecke nur mit diesen beiden zufrieden sein, alle anderen Damen haben enttäuscht“, sagte Chefbundestrainer Markus Eicher. Besonders die Dresdnerin Jennifer Bay blieb als Vorjahreszweite hinter den Erwartungen zurück. “Das hat sich in den vergangenen Wochen schon angedeutet, ich weiß nicht, warum ich zehn Sekunden langsamer bin als vergangenes Jahr“, sagte die 20-Jährige.

dapd

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