Platz 33 fühlt sich an wie ein Sieg

- Kitzbühel- Na sowas, deutscher Sieg am Hahnenkamm! Wenigstens bei den Legenden. Im Charity-Rennen der Brettl-Könige von früher hat am Samstag Markus Wasmeier, 40, wie im letzten Jahr die Bestzeit hingelegt, knapp vor Armin Assinger, dem ehemaligen Abfahrer und heutigen ORF-Kommentator.

<P>Ein paar Stunden vorher durfte sich auch ein anderer Oberbayer als Sieger auf der Streif fühlen. Florian Eckert ballte im Ziel die Faust, er war einfach glücklich, die drei Speed-Tage am Hahnenkamm nicht nur unbeschadet überstanden, sondern dabei auch noch eine prima Figur abgegeben zu haben. </P><P>Seine Eindrücke kurz zusammengefasst: "Es war sehr geil hier in Kitzbühel." Die 4,6 Sekunden Rückstand auf Sieger Stephan Eberharter interessierten nur am Rande, Platz 33 ebenfalls (Stefan Stankalla lag noch sechs Plätze zurück), denn Eckert hatte ja inklusive Training erst den siebten kompletten Abfahrtslauf seit dem Comeback bestritten. Und dann beim Streif-Debüt schon knapp an den Weltcuprängen vorbei, das brachte ihm ein dickes Lob von Cheftrainer Werner Margreiter ein: "Hut ab vor Flori. Was er hier geboten hat, war wirklich hervorragend."<BR><BR>Es war ja plötzlich alles recht schnell gegangen in den letzten Wochen. Nach Gröden vor Weihnachten eigentlich nur mitgenommen, "damit ich halt auch mal wieder dabei bin", dann dort der letzte Platz und die Erkenntnis, "dass da relativ wenig Nasenbohrer mitfahren". Nach dem ausgefallenen Wochenende in Wengen jetzt schon die schwere Prüfung Kitzbühel, "für meine zweite Abfahrts-Woche war das sehr gut", befand der 24-Jährige Tölzer. Vor allem: Er hat seine Grenzen eingehalten und ist kein unnötiges Risiko eingegangen, wie vom Trainer gefordert. "Er hat heute seine Reifeprüfung abgelegt, dass er bei dieser schweren Abfahrt Vernunft gezeigt hat", fand Margreiter.<BR><BR>Eckert will nun ein paar Tage die Füße hochlegen, um dann das Speed-Wochenende in Garmisch-Partenkirchen (Abfahrten am Freitag und Samstag, Super-G am Sonntag) in Angriff zu nehmen. Er ist inzwischen flott unterwegs, nur wird er dieses Tempo nicht halten können. Margreiter zieht einen Vergleich zum Hausbau: "Der Rohbau steht oft sehr schnell und dann geht's immer langsamer weiter bis zum Einzug." Der Coach hat einen Zeitplan ausgetüftelt, erwartet seinen Schützling nächste Saison zwischen Platz zehn und 25, erst in der übernächsten könnte es zu mehr reichen. Und irgendwann vielleicht wieder zu einem deutschen Sieg auf der Streif. Nicht nur beim Legenden-Rennen.</P>

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