+
Felix Loch am Sonntag in Winterberg im Einsitzer.

Sechster Platz für Loch

Deutsche Rodler: Unwetter und Wut beim Finale

Winterberg - Sturmböen und Dauerregen haben den achten Erfolg in Serie von Rodel-Olympiasieger Felix Loch zunichtegemacht. Er wurde nur Sechster.

Sturmböen und Dauerregen haben einen perfekten Abschluss der deutschen Rodel-Saison verhindert und Olympiasieger Felix Loch ordentlich die Laune verdorben. Mit geschlossenem Visier und ohne Kommentar verließ der Welt- und Europameister am Sonntag nach seinem sechsten Rang den Zielbereich in Winterberg. Dabei hatte er vor seinem zweiten Lauf auf der glitschigen Bahn noch flapsig gemeint, dass das Saisonfinale „ohnehin nur Schaulaufen“ und ihm relativ egal sei. Denn wie seine Teamkollegen Tobias Wendl/Tobias Arlt im Doppelsitzer und Natalie Geisenberger hatte Loch schon vor dem Saisonfinale in Winterberg als Gesamtweltcupsieger festgestanden.

Für die Höhepunkte aus deutscher Sicht sorgten stattdessen Europameisterin Tatjana Hüfner und Toni Eggert/Sascha Benecken. Hüfner und das Doppelsitzer-Duo aus Thüringen hatten bereits am Samstag zwei deutsche Doppelerfolge perfekt gemacht und sich jeweils vor Geisenberger und Wendl/Arlt den Sieg geholt.

Vor allem für Hüfner war der Erfolg in Winterberg der gelungene Abschluss einer anfangs schwierigen Saison. Die 32-Jährige war nach einer Achillessehnenverletzung ohne wirkliche Vorbereitung in den Rodel-Winter gestartet und hatte in einigen Rennen geschwächelt. „Wer hätte schon gedacht, dass ich diese Saison überhaupt so gut abschließe?“, fragte die Thüringerin, die in der Gesamtwertung noch auf den dritten Rang kletterte.

Nach Loch lief es auch für die deutsche Team-Staffel am Sonntag auf der schwierigen Bahn nicht ideal. Hüfner, Ralf Palik und Eggert/Benecken fuhren nur auf den vierten Rang und waren gegen die siegreichen Kanadier chancenlos.

Doch trotz mieser Bedingungen und schlechter Laune bei Topathlet Loch ging letztlich eine erneut extrem erfolgreiche Saison aus deutscher Sicht zu Ende. In den olympischen Disziplinen der Ein- und Doppelsitzer sowie der Teamstaffel holten sich Loch und Co. die Titel. Mit den Siegen bei WM, EM und im Gesamtweltcup machte der Bayer sogar zum zweiten Mal in seiner Karriere das Triple perfekt.

Schon vor dem Saisonabschluss im Hochesauerland hatte Loch gesagt, dass er sich nun „erst mal ein paar Tage entspannen“ wolle. Auch Geisenberger freut sich „jetzt am meisten aufs Gassigehen mit dem Hund, aufs Skifahren und aufs Schlafen“, wie sie grinsend sagte.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Hirscher siegt schon wieder! Konkurrent Kristoffersen mit Schneebällen beworfen
Und es ist schon wieder Marcel Hirscher. Der Österreicher ist der bisherige Slalom-König des Winters. Mit seinem Sieg in Schladming stellt er außerdem einen Rekord von …
Hirscher siegt schon wieder! Konkurrent Kristoffersen mit Schneebällen beworfen
Sieg am Kronplatz: Rebensburg gewinnt Riesenslalom
Viktoria Rebensburg scheint gerüstet zu sein für die Olympischen Spiele in Pyeongchang. Olympiasiegerin von 2010 feierte beim Riesenslalom am Kronplatz ihren dritten …
Sieg am Kronplatz: Rebensburg gewinnt Riesenslalom
Olympia 2018: DOSB schickt 153 Athleten nach Pyeongchang
Das deutsche Team für die Olympischen Spiele in Pyeongchang steht fest. Der DOSB tritt mit 153 Athleten in Südkorea an. Nur zweimal waren es in der Olympia-Geschichte …
Olympia 2018: DOSB schickt 153 Athleten nach Pyeongchang
Olympia-Eisschnellläuferin mit nur 30 Jahren gestorben
Die japanische Eisschnellläuferin Miyako Sumiyoshi ist im Alter von 30 Jahren gestorben.
Olympia-Eisschnellläuferin mit nur 30 Jahren gestorben

Kommentare