DSV-Ass Romed Baumann sorgte bei der Ski-WM im Super-G für eine Überraschung.
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DSV-Ass Romed Baumann sorgte bei der Ski-WM im Super-G für eine Überraschung.

DSV gelingt erste Überraschung

Ski-WM in Cortina: Romed Baumann jubelt - Deutsche Sensation im Super-G

  • Christoph Klaucke
    vonChristoph Klaucke
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Die alpine Ski-WM im italienischen Cortina d‘Ampezzo startet mit dreitägiger Verzögerung am Donnerstag. Aus deutscher Sicht hat sich das Warten gelohnt.

Ski-WM in Cortina: Die Top 3 der Herren im Super-G

1. Vincent Kriechmayr (AUT)1.19.41
2. Romed Baumann (GER)+0.07
3. Alexis Pinturault (FRA)+0.38

Update vom 11. Februar, 14.07: An dieser Stelle beenden wir den Live-Ticker. Von den fehlenden Fahrern wird wohl keiner mehr die Spitze angreifen können. Der Österreicher und Topfavorit Vincent Kriechmayr gewinnt den Super-G zum Auftakt der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo. Doch der Held des Tages ist Romed Baumann. Der 35-Jährige raste mit vollem Risiko auf den zweiten Platz und erzielt damit das beste Super-G-Ergebnis der Männer in der DSV-Geschichte.

13.55 Uhr: „Es ist alles locker von der Hand gegangen, es war echt unglaublich“, sagte Romed Baumann völlig erleichtert im Zielbereich bei der ARD.

24 - Matteo Marsaglia: Der Italiener steht fast quer und kann sich gerade noch retten. In der nächsten Kurve ist er zu direkt und verliert viel Zeit - Rang 15.

23 - Bostjan Kline: Der Slowene ist chancenlos - 2.33 Sekunden Rückstand und Rang 17.

22 - Simon Jocher: Der junge Deutsche geht etwas zu viel Risiko, aber er hat es probiert. Jocher bleibt danach aber stabil und kommt mit 1.63 Sekunden Rückstand auf Platz 13 ins Ziel.

21 - Jeffrey Read: Der Kanadier muss kräftig gegensteuern - Rang 13. Gleich kommt der nächste Deutsche.

20 - Romed Baumann: Wahnsinn! Baumann liegt nach der ersten Zwischenzeit knapp in Führung und geht auf Risiko. Das sieht sehr gut aus, jetzt kommt die Gleitphase. Das DSV-Ass springt Richtung Ziel, am Ende fehlen nur 7 Hundertstel auf Rang eins. Was für ein Lauf!

19 - Nils Allegre: Der Franzose traut sich mit Risiko in die harten Kurven, dann muss er aber korrigieren. Im Ziel sind es knapp zwei Sekunden Rückstand. Jetzt gleich komm Romed Baumann.

18 - Beat Feuz: Der Favorit in der Abfahrt versucht es im Super-G. Der Rückstand beträgt aber schon früh über eine Sekunde. Am Ende reicht es noch für unter einer Sekunde und Rang sieben. Der Schweizer konzentriert sich nun auf die Abfahrt.

17 - Travis Ganong: Der US-Amerikaner wählte eine clevere Linie und ist extrem schnell unterwegs. Am Ende macht er noch viel Zeit gut und verdrängt Andreas Sander von Platz fünf.

16 - Johan Clarey: Auch der Franzose fährt nicht mit letzter Entschlossenheit, kurz danach kommt das Aus. Von den ersten 16 Fahrern sind schon sechs ausgeschieden.

15 - Christof Innerhofer: Nach gutem Start unterlaufen dem Italiener zwei Fehler nach dem Sprung. Im Ziel sind es über zwei Sekunden Rückstand.

14 - Max Franz: Der Österreicher bekommt nach der schwierigen Passage oben die nächste Kurve nicht. Schade.

13 - Andreas Sander: Bringt dem ersten Deutschen die Startnummer 13 Glück? Sander schafft gerade so die Kurve und ist noch im Rennen, hat aber schon eine Sekunde Rückstand. Geht da noch was? Der Speed ist jedenfalls da. Am Ende reicht es noch zu Platz fünf mit 0.88 Sekunden Rückstand. Ein gutes Ergebnis für Sander, doch für das Podium reicht es leider wieder nicht.

12 - Mattia Casse: Der Italiener fährt sein erstes Rennen in diesem Jahr und ist zu zaghaft. Danach verpasst er ein Tor und ist ausgeschieden. Als nächstes kommt mit Andreas Sander das erste DSV-Ass.

11 - Kjetil Jansrud: Der Norweger nimmt oben auch zu viel Tempo heraus und handelt sich direkt eine Sekunde Rückstand ein - Platz sechs.

10 - Alexis Pinturault: Der französische Allrounder ist mutig und zeigt einen starken Lauf. Der Riesenslalom-Favorit fährt hier im Super-G auf den zweiten Rang. Das ist eine kleine Überraschung!

9 - Matthias Mayer: Der Olympiasieger nimmt bei der schwierigen Passage zu Beginn viel zu viel Tempo heraus und fährt dann nur noch hinterher - Platz drei.

8 - Dominik Paris: Der Titelverteidiger greift an. Paris meistert den schwierigen Kurs mit seiner ganzen Erfahrung, es fehlt aber ein wenig das Risiko - 0.55 Sekunden Rückstand auf Kriechmayr.

7 - Marco Odermatt: Der junge Schweizer löst den schwierigen oberen Teil herausragend, doch danach unterläuft ihm ein Fehler. Am Ende ist es fast eine Sekunde Rückstand.

6 - Emanuele Buzzi: Sein Trainer hat den Kurs gesetzt. Was geht für den Italiener? Doch Buzzi fährt komplett ohne Risiko und hat großen Rückstand.

5 - Vincent Kriechmayr: Der große Favorit aus Österreich. Kriechmayr gewann die letzten beiden Super-G-Rennen. Er legt eine klare Bestzeit auf die Piste.

4 - James Crawford: Der Kanadier ist der erste Fahrer, der durchkommt und die erste Richtzeit hinlegt.

3 - Mauro Caviezel: Den Schweizer zerlegt es beinahe kurz nach dem Start. Doch auch Caviezel findet nach dem Sprung die Kurve nicht. Was ist denn hier los?

2 - Loic Meillard: Auch der Franzose bekommt nach dem heftigen Sprung zu Beginn nicht mehr die Kurve.

1 - Christian Walder: Der Österreicher legt im Sprung einen Riesen-Satz hin, doch kurz danach scheidet er aus. Was für ein Auftakt!

Update vom 11. Februar, 12.45 Uhr: Gleich geht es hier mit dem Super-G der Herren weiter! Wir sind schon gespannt.

Ski-WM in Cortina: Der Super-G der Damen

1. Lara Gut-Behrami (SUI)1.25.51
2. Corinne Suter (SUI)+0.34
3. Mikaela Shiffrin (USA)+0.47

Update vom 11. Februar, 11.55 Uhr: An dieser Stelle beenden wir den Live-Ticker und melden nach dem Ende des Wettkampfs mit dem Endergebnis zurück. Die Medaillen-Ränge dürften aber vergeben sein. Die Schweizerinnen feiern mit Lara Gut-Behrami und Corinne Suter wohl einen Doppelsieg im Super-G. Den dritten Platz holt etwas überraschend US-Ausnahmekönnerin Mikaela Shiffrin. Die einzige Deutsche im Feld, Kira Weidle, liegt mit knapp zwei Sekunden Rückstand nur auf Rang 19.

32 - Elvedina Muzaferija: Die Bosnierin versucht alles - am Ende sind es aber sechs Sekunden Rückstand.

31 - Maryna Gasienica-Daniel: Die Polin hat keine Chance, wollte sich aber für den Riesenslalom einfahren - knapp drei Sekunden Rückstand.

30 - Ilka Stuhec: Die Titelverteidigerin der Abfahrt ist unterwegs. Nach langer Verletzungspause fehlt ihr aber der letzte Punch - fast drei Sekunden Rückstand.

29 - Kira Weidle: Kurz nach dem Start erwischt es die Deutsche fast und beim nächsten Fehler schimpft sie auf sich selbst. Schade! Der Speed hat gepasst, aber die Lockerheit hat gefehlt. Der Rückstand wird immer größer, am Ende sind es fast zwei Sekunden Rückstand und Rang 19.

28 - Valerie Grenier: Der erste Ausfall! Die Kanadierin verpasst ein Tor und fährt enttäuscht Richtung Ziel. Jetzt kommt aber Kira Weidle.

27 - Estelle Alphand: Die Schwedin findet keinen Rhythmus und leistet sich zu viele Folgefehler - fast vier Sekunden Rückstand und Platz 26.

26 - Laura Gauche: Die Französin kann bei fast drei Sekunden Rückstand lediglich zwei Fahrerinnen hinter sich halten.

25 - Isabella Wright: Die nächste US-Amerikanerin. Wright hab aber über zwei Sekunden Rückstand.

24 - Breezy Johnson: Die US-Amerikanerin zeigt einen ordentlichen Lauf und weist nur 1.51 Sekunden Rückstand auf - Platz 15.

23 - Marusa Ferk: Die Slowenin kann nach einem schwierigen Lauf nur zwei Läuferinnen hinter sich lassen.

22 - Tifany Roux: Die Französin treibt es sehr weit hinaus, sie hält sich gerade so im Rennen. Am Ende sind es deutlich über vier Sekunden Rückstand und Platz 22.

21 - Julia Pleshkova: Die Russin ist überhaupt nicht konkurrenzfähig und reiht sich am Ende des Feldes ein.

20 - Stephanie Venier: Die Österreicherin hat über zwei Sekunden Rückstand auf Lara Gut-Behrami.

19 - Francesca Marsaglia: Die Italienerin reiht sich am Ende des Feldes ein.

18 - Christine Scheyer: Die Österreicherin hat viele Probleme und verdrängt ihre Vorläuferin von Platz 16.

17 - Elena Curtoni: Die Italienerin landet abgeschlagen auf Rang 16.

16 - Tessa Worley: Die Französin legt eigentlich einen ordentlichen Lauf hin, aber es schleichen sich doch zu viele Fehler ein - 1.3 Sekunden Rückstand.

15 - Petra Vlhova: Oh nein! Die Slowakin verbremst sich komplett, am Ende ist es fast eine Sekunde Rückstand.

14 - Michelle Gisin: Die Schweizerin zählt zu den Mitfavoritinnen, doch dann verpasst sie eine Kurve und muss gegensteuern. Am Ende ist es fast eine Sekunde Rückstand auf ihre Landsfrau Gut-Behrami und nur Platz acht.

13 - Kajsa Vickhoff Lie: Die Norwegerin zeigt einen tollen Lauf und reiht sich auf Rang fünf ein.

12 - Marie-Michele Gagnon: Die Kanadierin kommt nach guter Aufholjagd als fünfte ins Ziel.

11 - Ester Ledecka: Die Tschechin hat die Pause gut genutzt und gibt alles. Im Ziel fehlen nur Zentimeter auf Platz drei und Shiffrin.

10 - Priska Nufer: Die Schweizerin musste kurz warten, da ein Tor repariert werden musste. Dann kommt auch direkt der Fehler - Platz acht mit 1.3 Sekunden Rückstand. Zwei Schweizerinnen führen nach den ersten zehn Starterinnen aber.

9 - Federica Brignone: Die Italienerin handelt sich im oberen Teil direkt einen großen Rückstand ein und kämpft um ihre Linie. Ui, das staubt es aber gewaltig. Nur Platz fünf für Brignone mit über einer Sekunde Rückstand.

8 - Ragnhild Mohwinckel: Die Norwegerin kann nach langer Verletzungspause nicht vorne rein fahren und weist über eine Sekunde Rückstand auf.

7 - Lara Gut-Behrami: Jetzt kommt die Top-Favoritin. Und die Schweizerin gleitet wunderschön und hat zwischenzeitlich über eine halbe Sekunde Vorsprung. Am Ende reicht es zur Führung.

6 - Ariane Raedler: Die Österreicherin kann nicht ganz mithalten und hat deutlich über eine Sekunde Rückstand auf die Spitze.

5 - Corinne Suter: Die Schweizerin legt einen sensationellen Lauf hin, im Zielhang ist sie sogar für die Kamera zu schnell und geht in Führung. Was für ein spannender Wettkampf!

4 - Mikaela Shiffrin: Die Titelverteidigern von 2019 fährt heute ihren ersten Super-G in dieser Saison. Shiffrin ist richtig stark unterwegs und der Vorsprung wird immer größer, bis zu einer Sekunden. Doch dann unterläuft ihr ein Fehler, am Ende sind es vier Zehntel Vorsprung.

3 - Tamara Tippler: Die Österreicherin stand im Super-G schon siebenmal auf dem Stockerl. Tippler legt hier zu Beginn ein hohes Tempo an den Tag, doch dann unterlaufen ihr ein paar Fehler. Durch eine gute Gleitphase im unteren Teil holt sie sich aber die Führung.

2 - Tiffany Gauthier: Oha, die Französin hat direkt eine Sekunde Rückstand auf die Führende Bassino.

1 - Marta Bassino: Jetzt geht es tatsächlich endlich los mit der Ski-WM. Die Italienerin Bassino, die eigentlich im Riesenslalom zu Hause ist, legt die erste Richtzeit hin. Sie hat sich absichtlich für die Startnummer eins entschieden und legt einen guten Lauf hin. Mal sehen, zu was das gut war.

Update vom 11. Februar, 9.44 Uhr: Heute sollen nun also endlich die ersten Wettkämpfe bei der Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo stattfinden. Bisher wollte das Wetter nicht mitspielen. Und am Donnerstag? Der Super-G der Damen soll in einer Stunde beginnen, wir sind im Live-Ticker dabei.

Ski-WM im Live-Ticker: Verspäteter Start in Cortina d‘Ampezzo

Erstmeldung vom 10. Februar, 13.32 Uhr: Cortina d‘Ampezzo - Bei der diesjährigen alpinen Ski-WM* im italienischen Cortina d‘Ampezzo gibt es aufgrund der heftigen Schneefälle und Nebel einige Verzögerungen, der Termin-Kalender der Weltmeisterschaft wird immer enger. Nachdem der Auftakt der Damen bereits zweimal verschoben werden musste*, versuchten es die Männer am Mittwoch mit der Kombination erneut. Doch das Wetter in den Dolomiten verhinderte auch den dritten WM-Tag. Am Donnerstag sollen die Titelkämpfe in Italien nun endlich losgehen.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: „Vier Musketiere“ sind hungrig auf den Super-G

Wie zu erwarten hat der Deutsche Skiverband (DSV)* seine vier besten Athleten für den Super-G der Herren nominiert, so werden Andreas Sander und Romed Baumann das Team anführen. Komplettiert wird es durch Dominik Schwaiger und Simon Jocher. Nicht mit dabei ist Thomas Dreßen, der nach seiner Hüft-OP kürzlich wieder in den Weltcup* zurückkehrte. Dreßen wird sich bei den Titelkämpfen auf die Abfahrt konzentrieren.

„Nur die hungrigen Wölfe jagen auch wirklich gut“, hatte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier, im Vorfeld der WM über die teaminterne Konkurrenz seiner gut besetzten Speed-Riege gesagt. Und der Hunger des Quartetts dürfte angesichts der wetterbedingten Warterei in den letzten Tagen noch größer geworden sein. „Unsere vier Musketiere“ nannte Maier die vorgesehenen deutschen Starter für den Donnerstag, an dem es kalt und sonnig werden soll.

Ski-WM in Cortina d‘Ampezzo: Kira Weidle macht im Super-G den Auftakt

Baumann und Sander liegen in der kurvigeren der zwei Speed-Disziplinen im Weltcup aktuell auf den Plätzen acht und 13, sind an einem guten Tag aber auch Kandidaten für die Top-fünf. Die beiden Routiniers seien die, „die Last tragen müssen“, sagte Maier. Doch Baumann scheint das nicht zu stören. Genauso wenig wie die Turbulenzen der ersten WM-Tage. Er fände es sogar gut, „dass es gleich ordentliche Verschiebungen“ gegeben hat und kein „Probieren wir mal“, sagte der 35-Jährige in der ihm typischen Bierruhe.

Bevor die Herren endlich loslegen dürfen, sind allerdings noch die Damen dran. Kira Weidle, die mit ihren Teamkolleginnen Lena Dürr und Andrea Filser am Mittwochmorgen für ein kleines Riesenslalom-Training ins knapp 30 Kilometer entfernte Toblach gefahren war, ist die einzige deutsche Starterin im Super-G am Donnerstag - dem nächsten Versuch, die WM 2021 endlich zu starten. (ck/dpa) *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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