Martin Schmitt beim Weltcup in Kuopio.
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Martin Schmitt beim Weltcup in Kuopio.

Skispringen

Schmitts furiose Aufholjagd

Kuopio – Martin Schmitt strahlte nach einer tollen Aufholjagd über Rang sechs, Takanobu Okabe bejubelte ausgelassen seinen Coup als ältester Weltcup-Sieger der Skisprung-Geschichte.

 Beim Sensations-Erfolg des 38-jährigen Japaners am Dienstag im finnischen Kuopio machte Schmitt im Finale zwölf Plätze gut und stellte danach lapidar fest: „Auf dieser Anlage kann eben viel passieren. Ich bin sehr zufrieden.“

Einen Tag nach der Comeback-Ankündigung des Finnen Janne Ahonen zur kommenden Saison demonstrierten die Routiniers der Szene eindrucksvoll ihre Stärke. Okabe feierte mit Sprüngen von 123,5 und 123 Metern den fünften Weltcup-Sieg seiner Karriere vor dem Schweizer Simon Ammann und Adam Malysz aus Polen. Letztmals hatte Okabe vor elf Jahren beim Skifliegen in Vikersund ganz oben auf dem Podest gestanden.

Der 31 Jahre alte Schmitt witzelte: „Da bin ich ja noch ein Junger.“ Wie schon in Engelberg, als er vom 24. auf den 7. Platz vorsprang, rollte der zur Halbzeit als 18. scheinbar abgeschlagene Vize-Weltmeister mit 124,5 Metern im Finale das Feld von hinten auf. Seine Chancen auf einen Podestplatz hatte er mit 116,5 Metern im ersten Durchgang eingebüßt. „Ich glaube, der Versuch war ganz gut. Aber es war verdammt schwer zu springen. Der Anlauf war an der untersten Grenze. Wenn man dann nicht die Windbedingungen hat, ist man gleich mit 10 bis 15 Metern hinten dran“, stellte Schmitt fest.

Michael Uhrmann, Michael Neumayer und Stephan Hocke verpassten das Finale deutlich. Pascal Bodmer und Erik Simon belegten die Plätze 24 und 30.

dpa

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