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Matthias Mayer wurde mit dem Hubschrauber abtransportiert.

Brustwirbel gebrochen

Matthias Mayer stürzt bei Abfahrt in Gröden schwer

Gröden - Die Weltcup-Abfahrt in Gröden ist nach einem Sturz von Olympiasieger Matthias Mayer lange unterbrochen worden. Das Rennen gewann der Norweger Aksel Lund Svindal.

Ein schwerer Sturz von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer hat das Rennen auf der legendären Saslong in Gröden überschattet. Der Österreicher hatte bei der Fahrt nach den sogenannten Kamelbuckeln die Kontrolle verloren und war nach einer Drehung voll auf die Piste geknallt. Er landete unglücklich auf dem Arm, schlug mit dem Kopf auf der harten Piste auf und erlitt eine Fraktur des siebten Brustwirbels.

Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer

Mayer soll nach dem Sturz bei Bewusstsein gewesen sein. Beim Aufschlag öffnete sich zum ersten Mal in einem Rennen das neue Airbag-System, das die Oberkörper der Sportler schützen soll. Es ist das sechste Rennen, bei dem die Airbags im Einsatz sind.

Mayer musste nach der Erstversorgung auf der Piste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Laut ersten ÖSV-Informationen hat der Olympiasieger eine Brustkorbprellung erlitten. Das habe eine erste Untersuchung ergaben, berichtet der "Kurier". Er könne Arme und Beine bewegen, hieß es. Womöglich hat Mayer der Airbag vor schlimmeren Verletzungen bewahrt.

Das Rennen gewann der Norweger Aksel Lund Svindal. Einen Tag nach seinem Triumph an selber Stelle verwies der 33-Jährige in 1:54,80 Minuten den Franzosen Guillermo Fayed (0,43 Sekunden zurück) und seinen Landsmann Kjetil Jansrud (0,46) auf die Plätze zwei und drei. Svindal gelang bei seinem 30. Weltcup-Sieg als erstem Rennfahrer das „Double“ auf der Saslong. Im Gesamtweltcup übernahm er damit zunächst die Führung vom Vorjahres-GewinnerMarcel Hirscher (Österreich).

Ferstl trotz Fehler auf Rang 9

Josef Ferstl (Hammer/1,41 Sekunden Rückstand) überzeugte noch mehr als im Super-G (18. Platz) und raste mit der niedrigen Startnummer zwei auf den neunten Platz. Durch einen Fehler im oberen Streckenabschnitt verschenkte Ferstl ein noch besseres Ergebnis. „Der Fehler oben war natürlich nicht gut, hat mich aber auch wachgerüttelt, da habe ich gesagt: Jetzt erst recht!“, sagte er: „Aber natürlich ist es ärgerlich, dass ich dadurch wieder ein richtig gutes Ergebnis weggeschmissen habe.“

dpa/sid/mb

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