Ski nordisch/Skispringen: Großschanze, Herren, Weltcup: Severin Freund aus Deutschland in Aktion
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Der deutsche Skispringer Severin Freund schwebt durch die Lüfte

Im Skiflug zum Erfolg

Severin Freund: Alle Infos zum deutschen Skispringer - seine Karriere und Erfolge

Skispringer Severin Freund sicherte sich Weltmeistertitel, Olympiasiege und mehr. Nach mehreren Verletzungen kehrte er 2020 vollständig zurück auf die Schanze.

  • Severin Freund ist seit 1995 im Skiflug aktiv und startet für den WSV-DJK Rastbüchl.
  • Der Skispringer holte unter anderem zahlreiche Weltcupsiege, Weltmeistertitel und olympisches Gold.
  • Nach mehreren Verletzungen nahm er in der Saison 2020/ 2021 erstmalig wieder von Beginn an am Weltcup teil.

Severin Freund wurde am 11. Mai 1988 im niedersächsischen Freyung geboren. Der deutsche Skispringer geht für den WSV-DJK Rastbüchl an den Start. Außerdem ist er seit dem Jahr 2015 Mitglied im Zoll-Ski-Team. Aktuell lebt Freund in München. 1993 begann er seine sportliche Aktivität in der Nordischen Kombination. 1995 entschied sich der spätere Weltcupsieger allerdings, zum Spezialspringen zu wechseln. In dieser Disziplin trat er 2002 erstmalig bei internationalen Jugendwettbewerben und auch beim Alpencup an.

Gleich mehrere Erfolge auf nationaler Ebene feierte der junge Skispringer 2006. Im Einzel und im Team wurde er zum Deutschen Jugendmeister gekürt und gewann zudem die Gesamtwertung des Deutschlandpokals. Auch an der Juniorenweltmeisterschaft in Kranj nahm Severin Freund teil und landete dabei im Einzel auf dem 13. Platz. Schon im kommenden Jahr schaffte es der Skispringer in das Weltcup-Team. So durfte er sein Talent im Skiflug im Dezember 2007 zum ersten Mal bei einem erstklassigen internationalen Springen unter Beweis stellen. Die darauffolgende Vierschanzentournee beendete Freund mit Rang 30 und holte damit seinen ersten Weltcup-Punkt. Eine Woche darauf schaffte er es in Bischofshofen sogar auf Platz 20.

Der Skispringer erlitt einen Bandscheibenvorfall, schaffte aber ein erfolgreiches Comeback

Eine „Sensation“, wie es in zahlreichen Medienberichten beschrieben wurde, ereignete sich am 15. Januar 2011. In Sapporo, Japan, feierte Severin Freund seinen ersten Weltcupsieg. Gleichzeitig war das der erste Sieg eines Deutschen seit vier Jahren. Schon am 30. Januar gelang ihm seine zweite Erstplatzierung im Weltcup, diesmal in Willingen in Hessen. Auch dieser Sieg hatte eine doppelte Bedeutung, denn es war der erste eines Deutschen seit acht Jahren auf dieser Schanze.

Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls im April 2012 und der damit verbundenen Operation musste der Skispringer mehrere Monate lang pausieren. Doch schon im September feierte er sein Comeback und die Medaillenjagd des Weltcupsiegers ging weiter. In Klingenthal gelang ihm nicht nur sein erster Sommer-Grand-Prix-Sieg. Er holte zudem den Titel des Deutschen Meisters im Einzel. Nur wenige Wochen später war er außerdem im Weltcupmannschaftsspringen in Kuusamo siegreich.

Doch seine wohl größten Erfolge feierte Severin Freund in der Saison 2014/ 2015. So schaffte er es unter anderem auf den ersten Platz beim Gesamtweltcup. Die Nordischen Skiweltmeisterschaften in Falun machten Freund im Einzel schließlich zum ersten Mal zum Weltmeister. All das toppte der Sportler und zwar mit einem Sieg bei den Olympischen Spielen in Sotschi gemeinsam mit der deutschen Mannschaft.

Severin Freund feierte weiterhin Erfolge, bis sich mehrere Verletzungspausen anschlossen

Auf die besonders erfolgreiche Saison 2014/ 2015 folgten zahlreiche weitere Medaillen wie beispielsweise:

  • 2015: Silber bei der Nordischen Ski-WM auf der Normalschanze
  • 2015: Gold bei der Deutschen Meisterschaft im Einzel und im Team
  • 2016: Silber bei der Skiflug-WM im Team

An die Saison 2015/ 2016 schloss sich eine weitere Operation an, diesmal an der Hüfte. Trotz der starken Einschränkungen in der Vorbereitung auf den Weltcup 2016/ 2017 holte Severin Freund schon am 26. November 2016 einen Sieg und ging im Gesamtweltcup in Führung. Allerdings schaffte es der Olympiasieger im Anschluss nicht mehr auf das Podest. Es folgten weitere Verletzungspausen, erneut aufgrund von Kreuzbandrissen und einer Meniskusoperation.

In der Saison 2020/ 2021 nahm der Skispringer erstmalig wieder von Beginn an bei einem Weltcup teil. Er sicherte sich beim Einzelspringen am 29. November 2020 das erste Mal nach vier Jahren eine Top-Ten-Platzierung.

Von Sophie Neumärker

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