Biathlon, Weltcup, Männer, Sprint 10 km. Simon Schempp aus Deutschland auf der Strecke
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Der deutsche Biathlet Simon Schempp beim 10 km-Sprint während des Weltcups 2020

Der Beau unter den Biathleten

Simon Schempp: Alle Infos zum deutschen Biathlet - seine Karriere und Erfolge 

Simon Schempp galt als Shootingstar unter den Biathleten. Seit 2015 kann er auf eine passable Erfolgsbilanz blicken. Ein Gesamtweltcupsieg und ein Olympiasieg fehlen ihm.

  • Simon Schempp wurde am 14. November 1988 in Mutlangen geboren.
  • Er ist Mitglied im Zollskiteam
  • Privat ist er mit seiner Sportkollegin Franziska Preuß liiert.

Wie der Vater so der Sohn – Biathlet Simon Schempp folgte dem Vorbild seines Vaters, Reiner Schempp, der selbst Mitglied des Landeskaders war. Zunächst wenig erfolgreich im alpinen Abfahrtsski, wechselte er mit 13 Jahren zum Biathlon. Seine größten Erfolge im Überblick:

  • 8 WM-Medaillen
  • 4 Weltmeistertitel
  • Olympische Silber- und -Bronzemedaillen mit der Staffel und im Massenstart

Als ortstreu kann man den Biathleten Simon Schempp bezeichnen. In Uhingen geboren und aufgewachsen, lernte er hier von seinem Vater Reiner Schempp die ersten Schwünge auf den Skiern. Reiner Schempp war selbst erfolgreicher Biathlet und Mitglied des Landeskaders. Simon Schempp war hingegen erst im alpinen Skisport unterwegs. Da er in den Abfahrtsrennen allerdings nur mäßig erfolgreich war, wechselte er mit 13 Jahren zum Biathlon. Obwohl die Trainingsbedingungen bei der Ski-Zunft Uhingen nicht ideal waren, blieb er dem Verein treu und geht noch heute für die Zunft an den Start. Er ergänzte sein Training allerdings in den Trainingslagern in Ulm und Gosheim. Zu seinem Abitur auf dem Sportinternat Furtwangen (Schulzeit von 2004 bis 2008) wurde ihm die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille für hervorragende Leistungen in Sport verliehen. 2008 wurde er in das Zoll-Skiteam berufen und trainiert seither in Ruhpolding. Er hat eine Ausbildung beim Zoll absolviert und ist seitdem Zollbeamter.

Seit 2015 ist Simon Schempp auf der Erfolgsspur

Simon Schempp ist für seine starken Nerven und sein Durchhaltevermögen bekannt. Diesen Eigenschaften hat er unter anderem zehn Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften zu verdanken. Bereits seit 2006 geht der Biathlet bei internationalen Läufen an den Start. Bei seinem Debüt im Jugend-Europacup konnte er direkt einen Platz auf dem Podest erreichen. In den beiden folgenden Junioren-Europameisterschaften erreichte er zweimal Gold. Durch seine Einzelerfolge wie auch die erste WM-Bronze mit der Mannschaft, galt er früh als Leistungsträger und Medaillenhoffnung für das DSV-Team.

Daher ergänzte er ab 2009 den deutschen Weltcup-Kader. Mit der bis dahin jüngsten deutschen Staffel bei einem Weltcup konnte er den dritten Rang erreichen. Die Hoffnung auf eine Medaille bei Olympia 2010 wurde auf Grund eines Leistungseinbruchs zunächst zunichte gemacht. Dennoch ging er an den Start und wurde Fünfter als Startläufer der deutschen Staffel. Ebenfalls 2010 wurde er zum ersten Mal Weltmeister mit der Mixed-Team-Staffel. 2014 gelang ihm die Sensation in Antholz, wo er an zwei Tagen zwei Rennen in Folge gewann. Das war bis dahin noch keinem anderen gelungen.

Als Biathlet auf allen Social-Media-Kanälen ganz vorn dabei

Simon Schempp betont immer wieder, dass er als professioneller Biathlet insbesondere im Winter kaum Zeit für Privates hat. Abseits der Loipe ist er allerdings gern auf den diversen Social-Media-Kanälen unterwegs und lässt seine Fans an seinem Trainingsalltag teilhaben. Hier zeigt er sich auch mit seiner Partnerin, der ebenfalls erfolgreichen Biathletin Franziska Preuß. Mit ihr ist er seit 2015 zusammen.

Zuvor war er mit der Biathletin Miriam Gössner liiert, die inzwischen mit Felix Neureuther verheiratet ist.

Mit seinen Fotos zeigt er den Alltag eines Berufssportlers wie auch das Sommertraining oder die Abwechslung bei anderen Sportarten. Unter anderem schwimmt Simon Schempp gerne und erklimmt die Berge in seiner Trainingsumgebung. Schempp zeigt immer wieder, dass ihm ein guter Zusammenhalt und Umgang in der Mannschaft wichtig ist. 2015 wurde ihm durch den Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt verliehen. Die Sportwelt reagierte mit großer Überraschung, als der Biathlet Ende Januar 2021 wegen anhaltender Gesundheitsprobleme sein Karriereende bekannt gab.

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