Josef Ferstl ziemlich fertig.
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Josef Ferstl ziemlich fertig.

Was der Spruch von Josef Ferstl eigentlich bedeutet

„Heid hob i mir sauba de Goschn poliert“: Deutsches Ski-Ass zeigt sich völlig fertig

  • Andreas Knobloch
    VonAndreas Knobloch
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Josef Ferstl trainiert, um im Winter Höchstleistungen abrufen zu können - und ist dabei offenbar ans Limit gegangen.

Traunstein - Der Name Ferstl ist unweigerlich mit dem Ski-Sport verbunden. Der mittlerweile 67-jährige Josef Ferstl, auch genannt Sepp, ist ehemaliger Skirennläufer, der zweimal die prestigeträchtige Abfahrt in Kitzbühel gewann. Als Sieger am Hahnenkamm (1978 und 79) trägt man sich nicht nur für immer in die Geschichtsbücher ein, sondern bekommt seinen Namen auf die Gondel geklebt. Eine Ehre, die vielen berühmten Skifahrern nicht Teil wird.

Ski-Ass Josef Pepi Ferstl trainiert, um an alte Erfolge anknüpfen zu können

In der Familie Ferstl gibt es noch einen, der das geschafft hat: Sohnemann Josef, auch genannt Pepi, gewann 2019 als erster Deutscher überhaupt den Super-G in Kitzbühel. Nun fährt auch eine Pepi-Ferstl-Gondel den Hügel rauf und runter.

Ski-Ass Josef Ferstl hat sich „sauber die Goschn poliert“

Um weiterhin Geschichte im Wintersport zu schreiben, muss Pepi Ferstl im Sommer den Grundstein legen. Und im Training auf dem Rad hat es der 32-Jährige leicht übertrieben. In einem eigens gefilmten Video zeigt er, wie er sich abstrampelt und den Boden vollschwitzt. Dazu wählt der gebürtige Bayer in Mundart den wunderbaren Satz: „Heid hob i mir moi sauba de Goschn poliert“.

Heid hob i mir moi sauba de Goschn poliert

Josef Ferstl beim Training

Bei der Wortwahl bedient er sich bei Anton Palzer. Der ehemalige Extrem-Bergsteiger ist mittlerweile auch Radprofi und nimmt sich „Goschn polieren“ als Motto - sich bis zum Limit verausgaben und niemals aufzugeben. Er prägte den Begriff einst, der es sogar bei einem Interview in der Süddeutschen Zeitung zur Schlagzeile schaffte. Und das hat sich auch Ferstl also vorgenommen, wie man deutlich sehen kann.

Josef Ferstl beim „Goschnpolieren“.

Sinngemäß ins Hochdeutsche übersetzt: „Heute habe ich mir mal richtig (sauba) den Mund (Goschn) poliert“ - sozusagen sich „selbst K.O gehauen“, weil man sich so sehr überanstrengt hat.

Das Radfahren ist für viele Winter-Athleten ein Hobby wie auch Trainingsprogramm im Sommer. Der ehemalige Kollege Aksel Lund Svindal schwingt sich in seiner Heimat Norwegen gerne aufs Rad und erkundet die schönsten Gipfel. Auch der ehemalige Biathlet Simon Schempp fährt gerne mit seiner Franzi Preuß lange Touren durch Oberbayern. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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