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Ski-Olympiasiegerin (30) kämpft mit familiärem Schicksalsschlag: „Eine Krankheit, die immer schlimmer wird“

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Von: Andreas Knobloch

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Ski-Olympiasiegerin Sara Hector Schweden ALS
Ski-Olympiasiegerin Sara Hector hat in ihrer Familie einen schweren Schicksalsschlag erlitten. © IMAGO/GEPA pictures/ Daniel Goetzhaber

Goldmedaillen sind im Sportlerinnenleben nicht alles. Das hat Sara Hector aus Schweden, Ski-Alpin-Olympiasiegerin, erfahren.

Are - Beim Riesenslalom der Olympischen Spiele in Peking 2022 ging der Wintersport-Stern von Sara Hector auf. Die Schwedin gewann Gold und stieg somit in den ewigen Ski-Alpin-Olymp auf. Die damals 29-Jährige feierte in China den größten Erfolg ihrer Karriere. Nun sprach die Skifahrerin über einen Schicksalsschlag.

Ski-Olympiasiegerin Sara Hector: Mutter hat ALS - Tochter sammelt Geld

Die Mutter von Hector leidet an ALS. Zehn Prozent der ALS-Erkrankten, so heißt es, vererben die Krankheit weiter. Hectors Mutter geht es noch gut: „Es ist eine Krankheit, bei der es immer schlimmer wird, bei meiner Mutter langsam. Dafür bin ich dankbar“, sagt Hector dem Aftonbladet.

ALS: Amyotrophe Lateralskelrose

Die amyotrophe Lateralskelrose ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die das Nervensystem schädigt. Fortschreitend werden bestimmte Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark angegriffen. Die ALS betroffenen Nervenzellen heißen Motorneuronen. Typisch ist deswegen für die ALS die Muskelschwäche. Die erkrankten Personen verlieren die Fähigkeit Muskelbewegungen auszulösen und zu kontrollieren. Mehr zu dem Thema finden Sie im Artikel von Merkur.de.

Hector sammelt Geld für den Kampf gegen ALS. „Ich hoffe, dass viele Leute kommen und ihre Freunde herausfordern wollen. Es geht um ‚mit Freude gegen ALS‘. Mir war wichtig, dass es etwas Positives sein sollte. Dass man feiert, was man kann und dankbar sein soll, dass nicht alle können“, so die Ski-Alpin-Spezialistin im Interview über ihren eigenen Skiwettbewerb, der als Benefizveranstaltung stattfindet.

Sara Hector: Ski-Olympiasiegerin verändert Lebensmittelpunkt nach Österreich

Dennoch gibt sich die Olympiasiegerin den Umständen entsprechend optimistisch, was die Erkrankung angeht. Sie vertraut der Wissenschaft, wie sie dem Aftonbladet erzählt: „In der Welt der Forschung passiert viel und es ist sehr positiv, und vielleicht finden sie echte Medikamente, die es stoppen und nicht nur verlangsamen können. Mit dieser Aufmerksamkeit besteht eine noch größere Chance, dass es noch mehr finanziert werden kann. Dieser besondere Teil ist positiv.“

Hector selbst hat ihren Lebensmittelpunkt verändert. Wie sie svt.se erzählt, verlässt sie Schweden und wohnt fortan in Österreich. „Wenn es jemals einen Zeitpunkt gab, an dem ich es tun sollte, ist er jetzt“, sagt Hector über den Traum, in den Alpen zu leben, der auch einen strategischen Vorteil hat. Dort kann sie besser trainieren und verkürzt ihre Reisezeit. Sie wohnt in einem kleinen Dorf namens Au, „eine Viertelstunde vom Servicemann entfernt“. Vielleicht hilft der Umzug und der offene Umgang mit dem Schicksalsschlag, um auch weiterhin so erfolgreich zu sein wie bei Olympia.

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