1. Startseite
  2. Sport
  3. Wintersport

Streif-Abfahrt in Kitzbühel: 41-jähriger Ski-Oldie entreißt Top-Favorit fast den Sieg

Erstellt:

Von: Christoph Klaucke

Kommentare

Der 41-jährige Ski-Oldie Johan Clarey überrascht bei der Streif-Abfahrt in Kitzbühel.
Der 41-jährige Ski-Oldie Johan Clarey überrascht bei der Streif-Abfahrt in Kitzbühel. © Thomas Bachun/Imago

Der Ski-Weltcup macht Station in Kitzbühel. Die DSV-Stars kämpfen mit ihrer Form. Die legendäre Streif-Abfahrt am Freitag, um 11.30 Uhr im Live-Ticker.

+++ AKTUALISIEREN +++

Streif-Abfahrt in Kitzbühel: Das Endergebnis

1. Alexander Aamodt Kilde (NOR)1.55.92
2. Johan Clarey (FRA)+0.42
3. Blaise Giezendanner (FRA)+0.63
14. Dominik Schwaiger+1.56
23. Andreas Sander+1.98
25. Romed Baumann+2.05
29. Simon Jocher+2.35
33. Josef Ferstl+2.54

13.18 Uhr: Wahnsinn! Das Podium wird hier nochmal durcheinandergewirbelt - dank Blaise Giezendanner! Der Franzose setzt sich mit der Startnummer 43 plötzlich auf Platz drei, was für eine Überraschung!

Josef Ferstl: Was ist heute drin für den DSV-Star, der im Mittwochstraining noch schwer gestürzt war? Ferstl haut sich aber voll rein. Der Sturz steckt ihm mit Sicherheit noch in Kopf und Beinen. Das Tempo fehlt ein wenig. Platz 23 bei 2.54 Sekunden Rückstand ist jedoch mehr als beachtenswert.

Daniel Danklmaier: Auweia! Dem Österreicher geht im oberen Teil die Bindung auf. Danklmaier kracht mit Höchsttempo ins Fangnetz. Er scheint aber Schlimmeres verhindert zu haben und kann selbst ins Ziel fahren. Danklmaier ist nach seinem Sturz aber ordentlich bedient.

James Crawford: Dem Kanadier gelingt eine kleine Überraschung. Crawford fährt mit vollem Risiko auf einen starken fünften Platz.

12.24 Uhr: Die ersten 20 Fahrer sind unten. Dominik Schwaiger ist als Elfter bester Deutscher. Es folgen Andreas Sander und Romed Baumann auf den Plätzen 15 und 16. In Führung liegt der Dominator Alexander Aamodt Kilde. Der Norweger dürfte die Streif-Abfahrt gewinnen. Oder gelingt einem Außenseiter noch eine Mega-Überraschung? Wir halten Sie hier auf dem laufenden.

Christof Innerhofer: Uhhhh, der Italiener legt hier einen Husarenritt hin und kann im letzten Moment einen Sturz verhindern - Platz 13.

Niels Hintermann: Der Schweizer wird in einer Kurve weit herausgetrieben - immerhin Platz sieben.

Dominik Schwaiger: Der dritte Deutsche fährt richtig frech mit offenem Visier, in der ersten Zwischenzeit lag er sogar in Führung. Jetzt muss die Gleitpassage passen, doch er bekommt über eine Sekunde aufgebrummt. Schade! Schwaiger hält sich aber tapfer - Platz 10 bei 1.56 Sekunden Rückstand.

Johan Clarey: Der Franzose liegt voll auf Kurs und versteht es zu gleiten. Der Rückstand ist nur minimal. Dann setzt sich der 41-Jährige sogar hauchzart in Führung. Bei einem kleinen Fehler verliert er etwas - Platz zwei.

Ryan Cochran-Siegle: Dem US-Boy unterläuft früh ein grober Schnitzer. Nach seiner Verletzung hier im Vorjahr ist das ein Sicherheitslauf - verständlich. Platz 14.

Otmar Striedinger: Der Österreicher fährt von Anfang an hinterher. Striedinger kommt als Neunter mit 1.66 Sekunden Rückstand ins Ziel

Andreas Sander: Der nächste DSV-Star. Sander hatte zuletzt mit seiner Form zu kämpfen und ließ die Wengen-Abfahrt aus. Das Selbstvertrauen fehlt einfach. Der Rückstand wächst und wächst. Platz zehn vor Teamkollege Baumann bei knapp zwei Sekunden Rückstand auf Kilde. Sander ist zwei Wochen vor Olympia noch auf der Suche nach dem richtigen Gefühl, laut ARD-Experte Felix Neureuther seien es aber nur Kleinigkeiten.

Marco Odermatt: Der Gesamtweltcup-Führende will seinen ersten Sieg in der Abfahrt. Vor einer Woche in Wengen war er als Zweiter schon nah dran. Was ist heute drin? Er bringt hier seine technischen Stärken in die Kurven ein - eine halbe Sekunde Rückstand zur Zwischenzeit. Dann gibt er nochmal alles - Platz drei.

Streif-Abfahrt JETZT im Live-Ticker: Erster Sturz in Kitzbühel - Rennen unterbrochen

Matthieu Bailet: Der erst Sturz! Der Franzose kann dem Druck nicht standhalten und schlittert ins Fangnetz. Baillet schreit vor Frust laut auf, er scheint sich jedoch glücklicherweise nicht schwerer verletzt zu haben.

Alexander Aamodt Kilde: Der Norweger fährt nahezu perfekt und ist brutal schnell. Er weiß wie man Kurven fährt. Auweia, dann treibt es ihn fast hinaus. Doch er kann sich halten - Platz eins.

Bryce Bennett: Der US-Boy gibt alles, muss aber oft gegensteuern - Platz fünf.

Beat Feuz: Der Schweizer hat im Vorjahr beide Rennen der Streif gewonnen - und auch heute ist er richtig gut unterwegs. Durch den Neuschnee scheint die Strecke aber auch immer schneller zu werden. Doch dann patzt er zweimal und verliert ordentlich Zeit - aus einer halben Sekunde Vorsprung wird einen halbe Sekunde Rückstand. Am Ende noch Platz drei.

Martin Cater: Der Slowene verliert früh viel Zeit - Platz fünf vor Baumann.

Matthias Mayer: Ansage vom Österreicher! Es wird immer schneller, beim Zielsprung muss er ordentlich korrigieren, bleibt aber stabil. Platz eins mit vier Zehntel Vorsprung.

Travis Ganong: Der US-Amerikaner riskiert alles und ist richtig schnell - Platz 1.

Dominik Paris: Der Italiener legt eine durchwachsene Fahrt hin und landet hinter DSV-Ass Romed Baumann.

Daniel Hemetsberger: Der Österreicher liegt im Zwischenteil vorne, beim Sprung muss er aber deutlich korrigieren und nimmt Tempo raus. Es reicht aber trotzdem für Platz eins.

Vincent Kriechmayr: Der nächste Österreicher. Nach den ersten Zwischenzeiten liegen Kriechmayr und Baumann fast gleich auf. Aber das DSV-Ass hat im oberen Teil seine Gleit-Qualitäten ausgespielt und liegt vorne. Der Österreicher fährt sehr geschmeidig und ist richtig schnell. Platz 1 - über eine halbe Sekunde vor Baumann.

Streif-Abfahrt JETZT im Live-Ticker: DSV-Ass setzt erstes Ausrufezeichen und geht in Führung

Romed Baumann: Die erste DSV-Hoffnung ist direkt als Zweiter dran. Die Geschwindigkeit stimmt. Baumann liegt in der Zwischenzeit deutlich in Führung, was für eine Fahrt! Den Sprung an der Hausbergkannte meistert er auch. Platz 1 - 1.57 Sekunden vor Franz. Wofür wird diese Zeit am Ende reichen?

START in die Streif-Abfahrt: Max Franz legt als Erster los. Wegen zu starkem Wind fällt heute leider die Mausefalle weg, das erinnert eher an einen Super-G denn einer Abfahrt. Dem Österreicher unterlaufen ein paar technische Fehler. Nach dem Sprung musste er leicht korrigieren.

Update vom 21. Januar, 11.28 Uhr: Der frühere Weltklasse-Skifahrer Marcel Hirscher gab übrigens auf der Streif ein Mini-Comeback - allerdings als Vorläufer. Dafür musste sich der ehemalige „Zickzackfahrer“, der vor seinem Karriereende 2019 in den technischen Disziplinen am Start war, sogar Hohn und Spott anhören.

Update vom 21. Januar, 11.15 Uhr: Werfen wir einen Blick auf die Startliste. Der Österreicher Max Franz eröffnet die legändere Streif-Abfahrt, danach kommt mit Romed Bauman schon das erste DSV-Ass. Es wird also direkt zu Beginn schon spannend aus deutscher Sicht. Der norwegische Ausnahmefahrer Alexander Aamodt Kilde ist als Elfter an der Reihe, seiner großer Widersacher Marco Odermatt aus der Schweiz hat die Startnummer 13.

Dann folgt mit Andreas Sander der zweite Deutsche. Dominik Schwaiger geht als 18. ins Rennen. Der im Mittwochstraining schwer gestürzte Josef Ferstl greift als 27. und Simon Jocher als 39. ein.

Streif-Abfahrt im Live-Ticker: Entscheidende Änderung kurz vor Start

Update vom 21. Januar, 10.45 Uhr: Das Wetter macht den Organisatoren des alpinen Ski-Weltcups in Kitzbühel abermals einen Strich durch die Rechnung. Die erste der beiden Abfahrten auf der berühmt-berüchtigten Streif (ab 11.30 Uhr hier im Live-Ticker) wird wegen Windes im oberen Streckenabschnitt von der etwas tiefer gelegenen Mausefalle aus gestartet. Damit fällt der überaus steile Starthang weg.

Wegen der erwarteten Schneefälle war bereits das Programm verändert worden: Die zweite ursprünglich für Samstag angesetzte Hahnenkamm-Abfahrt soll am Sonntag ausgetragen werden. Der Slalom auf dem Ganslernhang wurde stattdessen um einen Tag auf Samstag vorgezogen.

Streif-Abfahrt im Live-Ticker: Deutscher Kitzbühel-Sieger wettert gegen Streif-Organisatoren

Update vom 21. Januar, 10.40 Uhr: Josef Ferstl bedauert es, dass im Rahmen der diesjährigen Hahnenkammrennen in Kitzbühel kein Super-G und stattdessen eine zweite Abfahrt ausgetragen wird. „Es ist sehr schade“, sagte der 33-Jährige vor der ersten Abfahrt. „Ich bin kein Befürworter von Doppel-Abfahrten oder Doppel-Super-G an Orten. Das finde ich persönlich nicht gut für unseren Sport.“

Für ihn sei „ein Rennwochenende mit freitags Super-G, samstags Abfahrt und sonntags Slalom einfach megageil“, so Ferstl. „Das gehört für mich dazu. Der Super-G ist eine sehr, sehr schwierige Disziplin. Man hat keinen Trainingslauf, muss intuitiv fahren, es ist sehr spannend.“ Im Januar 2019 hat der DSV-Star in der kurvigeren der beiden Speeddisziplinen auf der legendären Streif gewonnen.

Streif-Abfahrt im Live-Ticker: Deutscher Kitzbühel-Sieger trotz blutigem Sturz am Start

Update vom 21. Januar, 10.30 Uhr: In einer Stunde stürzen sich die Ski-Rennläufer die legendäre Streif hinab. Mit dabei ist dann auch Josef Ferstl. Der DSV-Star erlitt beim einem Sturz im Training am Mittwoch blutige Verletzungen um musste mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen werde. Für „Pepi“ Ferstl aber kein Problem, das Hahnenkammrennen will er nicht auslassen.

„Problem ist der Rücken und die Muskulatur auf der kompletten linken Seite. Die hat durch den Sturz eine starke Prellung davongetragen“, sagte der Sportler vom SC Hammer. Das Training am Donnerstag habe aber „gut funktioniert“. Ferstl bereite sich unter anderem mit Physiotherapie und Wassergymnastik auf das Rennen vor und sei „bereit“. 

Vorbericht: Kitzbühel - Der nächste Doppelpack in der Abfahrt im Ski-Weltcup. Am Freitag, um 11.30 Uhr und Sonntag finden gleich zwei Schussfahrten auf der berühmt-berüchtigten Streif in Kitzbühel statt. Am letzten Wintersport-Wochenende gab es noch zwei Abfahrten in Wengen - die deutschen Ski-Asse wollen es beim legendären Hahnenkammrennen zwei Wochen vor Olympia diesmal besser machen als noch vor einer Woche.

Streif-Abfahrt im Live-Ticker: DSV-Stars wollen nächste Überraschung beim Hahnenkammrennen

Mut machen dem DSV-Team die deutschen Resultate auf der Streif aus den Vorjahren. Andreas Sander und Romed Baumann rasten in den Abfahrten 2021 jeweils in die Top 5, Josef Ferstl gewann 2019 im Super-G. Das dürfte „einen Motivationsschub geben“, glaubt Herren-Bundestrainer Christian Schwaiger.

Die Piste habe sich „hervorragend präsentiert - fordernd und richtig cool“, sagte Baumann nach dem Training. An die neue Einfahrt in die Traverse, die durch eine Geländekorrektur etwas verändert wurde, muss er sich erst noch gewöhnen. Der Charakter der Strecke habe sich dadurch verändert, bedauerte er - genau wie Ferstl. Generell ist Baumann aber „bereit“ für die Streif. „Ich freue mich darauf.“

Im ersten Training war der Norweger Alexander Aamodt Kilde der Schnellste, im zweiten der Südtiroler Christof Innerhofer. Die Rennen auf der Streif sind die berühmtesten Ski-Abfahrten der Welt - 100.000 Euro Preisgeld kassiert der Tagessieger. 

Streif-Abfahrt in Kitzbühel im Live-Ticker: Hahnenkammrennen mit Zuschauern

Auch, wenn die Atmosphäre wieder nichts mit der zu tun haben wird, die man über Jahre hinweg von Kitzbühel gewohnt war. 50.000 Fans waren teilweise pro Tag dabei - darunter reichlich Prominenz. Anders als bei den Geisterrennen im Vorjahr sind diesmal immerhin 1000 Zuschauer erlaubt - trotz vergleichsweise hoher Sieben-Tage-Inzidenz.

Man müsse „ein Zeichen setzen“, sagte der Präsident des Kitzbüheler Skiclubs, Michael Huber, zur Teilzulassung. Das Event sei so etwas wie „nationales Kulturgut.“ Die große Party oder den VIP-Tempel im Zielraum wird es aber erneut nicht geben. Vorsicht ist das oberste Gebot. Auf der Strecke. Und daneben. Ferstl war im Training am Mittwoch schwer gestürzt, will aber trotz blutiger Verletzungen an den Start gehen. (ck/dpa)

Auch interessant

Kommentare