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Kamil Stoch hat den Gesamt-Weltcup

Skisprung-Saison vorzeitig entschieden

Stoch holt den Gesamtweltcup - Wellinger mit schwarzem Tag

Der Gesamtweltcup im Skispringen geht diese Saison wieder nach Polen: Kamil Stoch hat am Sonntag in Vikersund vorzeitig alles klar gemacht.

Vikersund - Polens Skisprung-Olympiasieger Kamil Stoch hat vorzeitig zum zweiten Mal den Gesamtweltcup gewonnen. Nach einem sechsten Platz beim Sieg des Norwegers Robert Johansson im Skifliegen von Vikersund ist der 30-Jährige im Kampf um die Kristallkugel bei noch zwei ausstehenden Wettbewerben vom zuletzt einzig verbliebenen Verfolger Richard Freitag nicht mehr abzufangen. Stoch sicherte sich zudem den Sieg in der Raw-Air-Serie und damit 60.000 Euro Prämie.

Johansson, der seinen ersten Weltcupsieg feierte, setzte sich auf dem "Monsterbakken" von Vikersund mit Flügen auf 232,0 und 246,0 m mit 444,3 Punkten vor seinen Landsleuten Andreas Stjernen (438,9) und Daniel Andre Tande (436,6) durch. Es war der vierte Dreifachsieg in der Geschichte des Skiflug-Weltcups nach drei "Hattricks" der Österreicher (1981, 1992, 2011).

Bester DSV-Adler war der deutsche Rekordhalter Markus Eisenbichler (Siegsdorf) auf Rang sieben. "Ich kann mit einem positiven Gefühl heimgehen", sagte Eisenbichler nach Flügen auf 232,0 und 226,5 m in der ARD : "Ich habe mir vorgenommen, mit der Schanze und nicht gegen die Schanze zu springen. Das habe ich durchgezogen, das hat mich echt gefreut."

Wellinger verpasst den zweiten Durchgang

Freitag (Aue) belegte Rang acht. Seinen zweiten Platz im Gesamtweltcup muss der Sachse am kommenden Wochenende beim Weltcup-Finale in Planica gegen Skiflug-Weltmeister Tande verteidigen. Stephan Leyhe (Willingen) kam in Vikersund auf den 15. Rang.

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) enttäuschte wie beim vierten Platz des DSV-Quartetts am Samstag. Der Ruhpoldinger kam nur auf 180,0 m und verpasste auf Rang 36 erstmals in dieser Saison den zweiten Durchgang. Für Wellinger ist es das schlechteste Ergebnis seit seinem schweren Sturz in Kuusamo im November 2014. Auch Karl Geiger (Oberstdorf/34.) schied aus.

Der im Vorjahr an gleicher Stelle erzielte Weltrekord des Österreichers Stefan Kraft (253,5) geriet nicht in Gefahr. Der deutsche Rekord von Eisenbichler (248,0/Planica 2017) blieb ebenfalls unangetastet.

SID/fn

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