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Simone Hauswald war in Hochfilzen die beste Deutsche

Vier Deutsche in den Top Ten - Neuner nur 29.

Hochfilzen - Die deutschen Biathletinnen warten weiter auf den ersten Einzel-Podestplatz der Saison, haben beim zweiten Weltcup mit vier Top-Ten-Platzierungen aber ansteigende Form bewiesen.

Im Schneetreiben von Hochfilzen kam am Freitag beim schwedischen Doppelsieg von Anna Carin Olofsson-Zidek und Helena Jonsson über die Sprint-Distanz von 7,5 Kilometern die Schönwalderin Simone Hauswald als beste Deutsche auf Platz vier. Die 30-Jährige erfüllte damit wie Tina Bachmann als Fünfte die Norm für die Olympischen Winterspiele in Vancouver. Magdalena Neuner lief der Konkurrenz bei ihrem ersten Saisoneinsatz noch hinterher und belegte lediglich Rang 29.

Kati Wilhelm kam als drittbeste Deutsche auf Rang sieben, Martin Beck wurde Zehnte. Beide hatten die Olympia-Norm bereits beim ersten Weltcup in Östersund erfüllt. “Natürlich hätten wir gerne Eine auf dem Podest gehabt. Es war aber insgesamt eine tolle Teamleistung. Wir können sehr zufrieden sein“, sagte Bundestrainer Uwe Müssiggang.

Neuner, die den Saisonauftakt wegen eines grippalen Infektes hatte absagen müssen, startete mit einer schnellen Null-Fehler-Serie im Liegendschießen in ihren Olympia-Winter. Beim Stehen-Anschlag patzte die Wallgauerin jedoch zweimal und verpasste damit ein besseres Resultat. “Ich muss erst wieder richtig reinkommen. Ich bin total fertig und platt, aber das war auch zu erwarten“, sagte die sechsfache Weltmeisterin. “Ich hoffe, dass ich morgen bessere Beine habe, dann greife ich wieder an.“ Müssiggang hatte mit dem Ausgang gerechnet. “Lena braucht noch ein paar Rennen. Das war zu erwarten.“

Hauswald konnte ihren Sieg aus dem Vorjahr zwar nicht wiederholen. Mit einer starken Laufleistung verpasste sie das Podest aber nur um 0,7 Sekunden. “Die Strecke liegt mir“ sagte Hauswald, die in dem kleinen österreichischen Dorf vor einem Jahr ihren ersten Erfolg im Weltcup gefeiert hatte. Überraschend stark präsentierte sich die 23- Jährige Bachmann (Schmiedeberg), die ohne Schießfehler blieb.

Auch Wilheim (Zella-Mehlis) präsentierte sich am Schießstand erneut in Topform. Im Laufen kam die dreifache Olympiasiegerin aber nicht so zurecht und büßte auf der Schlussrunde 30 Sekunden ein. “Da habe ich fast gestanden, die letzte Runde war eine Qual“, sagte die 33-Jährige. Kein nachträgliches Geburtstagsgeschenk gab es für Andrea Henkel (Großbreitenbach). Einen Tag nach ihrem 32. Geburtstag wurde die Doppel-Olympiasiegerin von Salt Lake City nur 17. Juliane Döll (Oberhof) belegte mit drei Schießfehlern Rang 57.

dpa

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