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So kennt man sie: Viktoria Rebensburg stürzt sich auf Skiern den Hang hinunter.

30 Fragen zum 30. Geburtstag

Viktoria Rebensburg: Lieblingsort? „Kreuth natürlich“

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Am heutigen Freitag feiert Viktoria Rebensburg ihren 30. Geburtstag. Passend dazu haben wir ihr 30 Fragen gestellt.

Kreuth – Olympiagold und -bronze, zweimal WM-Silber, drei Kleine Kristallkugeln im Riesenslalom, 17 Weltcupsiege. Viktoria Rebensburg hat in ihrer Skikarriere schon viele Erfolge gefeiert. Heute wird die Kreutherin 30 Jahre alt. Ein guter Anlass für 30 Fragen zu ihrer Karriere, ihrem Leben neben dem Skisport und ihrer Zukunft.

Wann standen Sie das erste Mal auf Skiern?

Meinen ersten Skikurs habe ich mit drei Jahren gemacht.

Ihr erster Weltcup-Start?

2006 auf der Reiteralm.

Ihr erster großer Sieg war?

Der Olympiasieg 2010. Das war ein ganz guter Einstieg denke ich (lacht).

Ihr Lieblingshang ist?

Da kann ich mich nicht so leicht festlegen. Wenn es am Wallberg geschneit hat und man powdern kann, ist das für mich ein ziemliches Highlight. Aufs Racing bezogen ist die Abfahrt in Cortina d’Ampezzo eine meiner Lieblingsstrecken. Im Riesenslalom ist es schwierig, eine Strecke zu nennen. Sölden hat einen gewissen Kitzel. Wenn ich mir meine Erfolge anschaue, war das immer ein guter Hang für mich, auch wenn er schwer zu fahren ist und nicht immer ein Genuss ist.

Rebensburg: Olympiasieg 2010 nicht mein schönstes Erlebnis

Ihre Gedanken kurz vor dem Start?

Da denke ich an das, was ich technisch umsetzen will. Ich konzentriere mich nur auf mich und blende alles aus.

Ihr Glücksbringer ist?

Den habe ich nicht wirklich.

Ihr schönstes Erlebnis als Sportlerin war?

Die WM in der vergangenen Saison in Are. Das war emotional ziemlich ergreifend. Es klingt vielleicht ein bisschen komisch, dass ich nicht meinen Olympiasieg nehme. In Are war die Vorgeschichte schwierig. Die Silbermedaille im Riesenslalom war ein extrem schöner Moment, weil ich gemerkt habe, zu was ich als Sportlerin im Stande bin zu leisten, wenn ich die richtige Einstellung finde.

Die Silbermedaille in Are ist Viktoria Rebensburgs schönes Sport-Erlebnis.

Ihre größte Enttäuschung als Sportlerin?

Das war sicher die WM in St. Moritz 2017. Das war ein Tiefpunkt, der mich auch geprägt hat. Ich weiß nicht, ob die erfolgreichen Jahre danach ohne St. Moritz so zustande gekommen wären.

Ihre Gedanken kurz nach ihrem Olympiasieg 2010?

Das war einfach total verrückt. Für mich war alles neu, das war ja mein erster Sieg. Ich habe nicht gewusst, was mich erwartet und wie ich mich zu verhalten habe.

Wo bewahren Sie ihre Pokale und Medaillen auf?

Ganz schlicht auf meiner Fensterbank. Da gibt’s relativ viel Platz, da kann man die Sachen schön platzieren.

Das Schönste am Weltcup-Zirkus ist?

Schon das Familiäre. Man fährt zwar gegeneinander Rennen, aber man ist auch viel miteinander unterwegs und es gibt viele Menschen, auf die man sich freut und mit denen man sich gut unterhalten kann.

Rebensburg: Das passiert mit den alten Skiern

Die weniger schönen Seiten am Weltcup-Zirkus sind?

Die Reiserei und die Hektik sind nicht so meins.

Mit welcher Skifahrerin sind Sie am besten befreundet?

Mit meiner Mannschaft, mit der ich ein besonderes Verhältnis habe, weil wir so viel Zeit miteinander verbringen. Aber es ist auch schön, nach einem langen Sommer, sich kurz vor den Rennen wieder zu treffen. Da gibt es immer nette Gesprächsthemen.

Warum fahren Sie so gerne Riesenslalom?

Das ist einfach die schönste Disziplin von allen.

Ihre wichtigsten Ansprechpartner rund ums Skifahren sind?

In erster Linie mein Trainer Rudi Soulard, mein Servicemann Andrea Vianello und unser Cheftrainer Jürgen Graller.

Was passiert eigentlich mit Ihren alten Skiern?

Die bringt Andrea brav an die Firma zurück. Nur die Skier für die Speedrennen behalten wir länger, weil sie mit der Zeit besser und schneller werden.

Ihr Lieblingsort ist?

Natürlich Kreuth.

Im Oberland fühlt sich Viktoria Rebensburg wohl.

Warum haben Sie so eine besondere Beziehung zu Ihrer Heimat?

Ich bin dort aufgewachsen, da sind meine Wurzeln. Das ist das Allerwichtigste. Und es ist halt wirklich der schönste Ort. Wir haben einen See, in dem man im Sommer schwimmen kann. Und wir haben tolle Berge zum Wandern, Radlfahren oder Skitouren gehen.

Ihr Lieblingswaldfest ist?

Das Skiclub-Waldfest in Kreuth. Der Verein lebt von einem guten Waldfest und kann dadurch den Nachwuchs fördern. Das ist sehr wichtig für uns und deswegen sind immer alle Daumen gedrückt, dass das Wetter gut ist.

Ihr Lieblingsrestaurant ist?

Das Restaurant von meinem Freund, das Café-Restaurant Angermaier.

Was essen Sie am liebsten?

Das wechselt immer. Aber grundsätzlich esse ich gerne Pasta in allen Variationen und Fisch.

Und das Getränk?

Aktuell Red Bull Organics Bitter Lemon.

Rebensburg: Das mag ich an Menschen nicht

Ihr Lieblingslied?

Ich höre Querbeet.

Und die Musikrichtung?

Da lasse mich von Spotify inspirieren, welche neuen Künstler und Playlists es gibt.

Haben Sie eine Lieblingsband?

Es gibt viele, die ich gerne mag. In letzter Zeit habe ich viel Imagine Dragons gehört, dazu auch The Lumineers, Avicii oder Ed Sheeran.

Ihr schönstes Erlebnis abseits des Sports war?

Ich bin dieses Jahr im Sommer im Urlaub mit Delfinen geschwommen. Das ist mir ziemlich in Erinnerung geblieben. Es war ein Wahnsinnserlebnis, wilden Delfinen unter Wasser zuschauen zu können, wie sie sich bewegen, wie entspannt sie sind, auch wenn Menschen in der Nähe sind. Und dann habe ich noch das Glück gehabt, dass eine Riesenschildkröte mitgeschwommen ist, das war wirklich richtig cool. Ob das jetzt das schönste Erlebnis war, weiß ich nicht. Das war aber sehr einprägsam.

Lesen Sie auch: So bereitet sich Rebensburg auf den Weltcup vor.

Was mögen Sie an Menschen gar nicht?

Die Negativität, die in der westlichen Welt herrscht. Immer das Schlechte zu suchen und immer zu jammern, ist nicht so meins. Ich bin eher ein positiver Mensch und versuche die Dinge von einer positiven Seite zu sehen.

Wie lange fahren Sie noch Ski?

So lange wie ich Spaß habe, es mir körperlich gut geht und ich erfolgreich bin.

Welche Pläne haben Sie nach der Karriere?

Das wird sich herausstellen, wenn es so weit ist. Aktuell sind meine Gedanken zu 100 Prozent beim Sport. Ich habe natürlich Ideen und es ist wichtig, dass man da was im Hinterkopf hat. Aber es ist auch wichtig, dass man nicht zu sehr in der Thematik ist, was man danach macht. Da wäre ich als Athlet fehl am Platz.

Und was gibt es jetzt noch zu sagen?

Das ist eine gute Gelegenheit, mich bei meiner Familie und meinen Freunden für die Unterstützung über die ganzen Jahre zu bedanken. Und natürlich auch bei meinen Fans und Wegbegleitern, die mir bisher immer die Daumen gedrückt haben und das hoffentlich auch noch weiter tun.

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