Alex Schmid zusammen mit seinem Bruder Manu Schmid (rechts), der im Training schwer stürzte.
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Alex Schmid zusammen mit seinem Bruder Manu Schmid (rechts), der im Training schwer stürzte.

OP im Münchner Krankenhaus

DSV-Rennfahrer stürzt im Training: Bruder schildert fürchterlichen Unfall - „Wirbel gebrochen, Knie kaputt“

  • Maximilian Kettenbach
    VonMaximilian Kettenbach
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  • Andreas Knobloch
    Andreas Knobloch
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Die Vorbereitung auf die Saison läuft für einen DSV-Athleten alles andere als geplant. Manuel Schmid hat sich schwer verletzt.

München - Das hatte sich Manu Schmid anders vorgestellt, der Skirennläufer ist schwer gestürzt. „BAD NEWS“, schreibt er auf seinem Instagramprofil: „Nach einem Sturz im Training habe ich mir einige Frakturen an der Wirbelsäule zugezogen und muss am Knie operiert werden. Die Saison 2021/22 ist gelaufen. Die Stimmung ist im Keller. Weitere Infos kann ich bisher noch nicht geben ....“

Die DSV-Mannschaft befand sich in der Vorbereitung in den Schweizer Alpen in Saas-Fee. Schmid trainierte unter anderem mit Andreas Sander und Romed Baumann in der Vorbereitung auf die Wintersport-Saison.

Ski-Rennläufer Manu Schmid stürzt schwer - Bruder schildert den Sturz

Sein jüngerer Bruder Alex Schmid ist ebenso ein professioneller Skifahrer und war auch im Trainingslager dabei. Er war im Krankenhaus zu Besuch. Er schrieb: „Du verdienst das nicht. No words needed. Ich bin bei dir.“ Alex Schmid schildert auf Anfrage von Merkur.de die schlimme Situation.

„Ich selbst war nicht auf dem Gletscher, weil ich pausierte. Ich kann es auch nur aus Erzählungen von Trainern weitergeben. Er hat Abfahrt trainiert und es waren super harte Bedingungen. Im flacheren Abschnitt war eine kleine Welle, da hat der Ski auf einmal gegriffen/verschnitten und ein Sturz war nicht mehr aufzuhalten“, so Alex Schmid. „Er hatte zum Glück einen Airbag an, jedoch gingen keine der beiden Skier auf.“ Im Anschluss wurde er mit dem Heli nach Visp geflogen, bevor er am nächsten Tag nach München kam.

Alex Schmid beschreibt den Unfall als „allgemein sehr bitter“, weil sich sein Bruder „momentan sehr wohl gefühlt hat und richtig motiviert war, da er seit langem auch wieder beschwerdefrei Skifahren konnte“.

Schmid bricht sich sechs Wirbel, reißt sich das Kreuzband, das Innenband und den Innenmeniskus

Neben den physischen Auswirkungen hat der Sturz natürlich auch psychische. „Ihm geht es den Umständen entsprechend. Er ist sehr geknickt! Weil es wieder ein harter Rückschlag ist. Ich hätte ihm auch einfach eine gesunde Saison gewünscht. Das hätte mich auch umso mehr motiviert“, so Alex über Bruder Manu.

Alex Schmid präzisiert die Verletzungen seines Bruders und die lassen einen nahezu wortlos zurück: „Er hat sich sechs Wirbel gebrochen. Er hat sich das Kreuzband, den Innenmeniskus und das Innenband im rechten Knie gerissen. Er wird heute in München (OCM) von unserem Mannschaftsarzt Dr. Manu Köhne operiert. Ich denke, er wird circa acht Monate ausfallen.“ Doch einen kleinen Ausblick gibt der jüngere Bruder von Manuel für sein verletztes Familienmitglied auch: „Er könnte dann nächstes Jahr wieder in der Vorbereitung auf Schnee sein.“

Der DSV meldet nach der Operation am Donnerstagmittag dann: „Der Speed-Spezialist Manuel Schmid hat sich beim Abfahrtstraining am Dienstag in Saas-Fee Verletzungen an den Brustwirbelfortsätzen, sowie einen Kreuz- und Innenbandbandriss im rechten Knie zugezogen.“ Das gerissene Kreuzband sei operiert worden. Die Verletzung an den Brustwirbelfortsätzen sowie das gerissene Innenband würden konservativ behandelt werden. Der DSV wünscht: „Gute Besserung, Manu!“

Ski-Rennläufer stürzt schwer - Anteilnahme von Kolleginnen und Kollegen

Schmid erreichte in seiner Karriere vier Weltcup-Platzierungen unter den Top 20. Auf die schlimme Nachricht aus dem Münchner Krankenhaus reagierten einige Ski-Größen. Viktoria Rebensburg kommentierte das Foto des im Bett liegenden Fahrers. „Oh no! Gute Besserung Manu“. Kollege Josef Pepi Ferstl nahm auch Anteil an der schweren Verletzung. „Kopf hoch Manu!!!! Guade Besserung, bis bald“. ZDF-Experte Marco Büchel, der früher selbst fuhr, schrieb: „Hey Manu, was machst du denn? Gute und schnelle Besserung. Und danach vollgas zurückschlagen.“

Auch sein deutscher Teamkollege Dominik Schwaiger, die deutsche Kira Weidle oder auch Romed Baumann wünschen ihm „Gute Besserung“. Ebenso die vielen Fans. Seit einigen Jahren sind schwere Stürze und daraus resultierende Wirbelsäulen-Verletzungen ein großes Thema im Alpinsport. Es wird über Schutzmaßnahmen und Entschärfungen der Pisten scharf diskutiert. (ank) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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