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Wintersportlerin wird fälschlicherweise ein Organ herausoperiert - jetzt verpasst sie den Saisonstart

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Von: Andreas Knobloch

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Moa Lundgren Wintersport Ludngren
Moa Lundgren freute sich auf die Saison, jetzt muss die Wintersportlerin pausieren. © IMAGO/MATHIAS BERGELD

Die Wintersportlerin Moa Lundgren freute sich auf die Saison, doch dann schnitten ihr Ärzte fälschlicherweise ein Organ heraus - jetzt muss sie pausieren.

München - Die Uhr ist umgestellt, die Blätter fallen vom Baum, es wird kälter. Während sich das Jahr dem Ende zuneigt, beginnt für die Wintersportler die Saison. Nach Ende der Vorbereitung geht es an das Eingemachte. Moa Lundgren hatte sich etwas anderes unter „Eingemachtem“ vorgestellt, als das, was ihr passiert ist. Die Langläuferin kam von ihrem Urlaub aus Mallorca zurück und hatte plötzlich Schmerzen.

Sie hatte ihre freie Zeit laut eigenen Aussagen gut genutzt, doch am Wochenende nach ihrem Urlaub „ist es passiert“. „Ich hatte hohes Fieber und starke Schmerzen im Bauch und bis in den Blinddarm. Als ich ins Krankenhaus kam, dachten sie, ich müsste meinen Blinddarm entfernen lassen“, sagt Lundgren dem schwedischen SVT Sport. Doch dabei handelte sich um eine falsche Diagnose. Auch Biathlet Sivert Bakken musste eine Pause einlegen - fünf Monate wegen Corona.

Wintersportlerin hat Krankheit, die sonst nur Kinder haben - Blinddarm-OP folgt

„Ich habe etwas, das Drüsenbauch genannt wird, Kinder unter 12 Jahren haben das meistens, also glaubten die Ärzte nicht daran. Es sind genau die gleichen Symptome wie bei einer Blinddarmentzündung“, so die Schwedin, die erzählt, dass eine Operation bei ihrer Krankheit nicht nötig gewesen wäre und eine Lymphknotenentzündung von selbst heile.

Wer jetzt denkt, dass die 24-Jährige stinksauer auf die Ärzte wäre, der liegt falsch: „Ich verstehe, dass sie es getan haben, denn es gab mehrere Ärzte, die dachten, es sei eine Blinddarmentzündung. Basierend auf den Informationen fühlt sich die Entscheidung immer noch in Ordnung an“. Lundgren erzählte SVT Sport auch, dass sie sich in der Vorbereitung besonders gut gefühlt hätte.

Wintersportlerin fühlt sich langsam wieder gut, kann aber nur spazieren gehen

Trotzdem fällt sie für den Saisonauftakt auf, will aber noch vor Weihnachten wieder in der Loipe aktiv sein. Den Scandanavian Cup vom 16. bis 18. Dezember peilt sie an. Auch auf Instagram informierte sie ihre Fans über die falsche Operation und den verpassten Saisonstart. „Heute fühle ich mich gut, aber die Bauchmuskeln brauchen ein paar Wochen, um zu heilen, deshalb kein Langlauf für mich, aber zu Fuß ums Haus geht schon“, schreibt sie. Eine gleichaltrige Ski-Alpinistin hat in jungen Jahren ihre Karriere beendet.

Ihre Landsleute, wie beispielsweise Frida Karlsson, wünschten ihre gute Besserung. Auf Instagram zeigte sie sich grinsend in der Sonne und ein Video von ihrem Spaziergang. Die junge Sportlerin holte Gold bei den U23-Weltmeisterschaften 2019 und Silber 2020. Jetzt peilt sie neue Ziele an - ohne Blinddarm. (ank)

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