Zwei vierte Plätze im Schatten von Pärson

- Maribor - Hoffnungsträgerin Martina Ertl stürzte gleich zweimal, doch die deutschen Ski-Rennläuferinnen fahren im Weltcup trotzdem weiter von einem Top-Resultat zum nächsten. Bei den Rennen im slowenischen Maribor sorgte Maria Riesch mit Rang vier im Riesenslalom für ein überraschendes Highlight in der deutschen Problemdisziplin. Ebenfalls als Vierte verpasste im Slalom auch Monika Bergmann-Schmuderer den Sprung aufs Siegertreppchen nur knapp.

<P>In einer Klasse für sich ist weiterhin die Schwedin Anja Pärson unterwegs. Erst gewann die 22-Jährige den Riesenslalom in 2:18,27 Minuten klar vor Michaela Dorfmeister aus Österreich (2:19,25) und übernahm damit die Führung im Disziplin-Weltcup. Gestern feierte sie dann ihren fünften Slalom- und siebten Saisonsieg in 1:38,08 vor der Österreicherin Marlies Schild (1:39,32). Riesch (Partenkirchen) und Annemarie Gerg (Lenggries) schieden im ersten Lauf aus.<BR><BR>"Die Pärson fährt zurzeit in einer anderen Liga", sagte DSV-Cheftrainer Wolfgang Maier über die Skandinavierin, die ihren Vorsprung im Gesamtweltcup auf 105 Punkte vor Renate Götschl (Österreich) ausbaute. Dritte ist nach Rang 23 im Riesenslalom Hilde Gerg (Lenggries). Pärson steht außerdem vor dem vorzeitigen Gewinn des Slalom-Weltcups: Bei vier ausstehenden Rennen führt sie mit 580 Punkten überlegen vor Schild (325).<BR><BR>Ein noch besseres Abschneiden der DSV-Damen verhinderte das Pech von Martina Ertl: Im Riesenslalom schied sie nach glänzender Zwischenzeit im ersten Lauf aus, im Slalom stürmte sie im ersten Durchgang auf Rang drei, stürzte jedoch im Finale. "Ich bin trotzdem zufrieden", behauptete die Lenggrieserin: "Von den Ausfällen mal abgesehen."<BR><BR>Riesch rast von Null auf Hundert</P><P>Dagegen fühlte sich Monika Bergmann-Schmuderer wie eine Verliererin, nachdem sie das Podest durch die 14. Laufzeit im Finale um 0,19 Sekunden verpasst hatte. "Ich weiß, ich kann mehr. Aber ich kann es nicht umsetzen, und es nervt mich, weil ich nicht weiß, warum es nicht geht", klagte sie und liegt damit auf einer Wellenlänge mit Cheftrainer Maier: "Pärson ist zu besiegen, und die Monika hat es auch drauf. Sie fährt aber phasenweise nicht locker und cool genug."<BR><BR>Freude über Rang vier herrschte dagegen bei Maria Riesch: Die Partenkirchenerin nahm das beste Riesenslalom-Resultat ihrer verheißungsvollen Karriere nach zuvor zwei 20. Plätzen zunächst fassungslos zur Kenntnis: "Ich bin total glücklich. Ich pack' das gar nicht. Das war ja von Null auf Hundert". Als 17. nach dem ersten Lauf gelang ihr im Finale ein "Traumlauf" (Maier).<BR><BR></P>

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