Bobbahn Oberhof
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Blick auf die Rennschlitten- und Bobbahn in Oberhof.

Ammoniak bei Arbeiten an Oberhofer Bobbahn ausgetreten

Bei Vorbereitungen für das Training der Deutschen Bob-Nationalmannschaft in Oberhof ist an der Bobbahn giftiges Ammoniak ausgetreten. Im Mittelteil der rund 1,4 Kilometer langen Rennbahn habe ein Arbeiter bei Verkleidungsarbeiten eine Kühlanlage angebohrt, sagte der Sprecher des Thüringer Wintersportzentrums, Ronny Knoll, am Freitag. „Zum Glück ist niemand groß zu Schaden gekommen.“

Oberhof - Laut Katastrophenschutz bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.

Zwar habe der Arbeiter eine „kleine Wolke“ des stechend riechenden giftigen Gases abbekommen. Er und drei weitere Kollegen, die zu dem Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe arbeiteten, seien vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Aktuell sehe es so aus, als sei der Vorfall glimpflich ausgegangen, so Knoll.

Die Kühlanlage sollte die Bahn für das für kommende Woche geplante Training der Nationalmannschaft eineisen. Sie wurde unmittelbar nach dem Vorfall abgeschaltet. Die Halle bleibe für die Dauer der Reparaturarbeiten - bis auf unbestimmte Zeit - geschlossen. Das Nationalteam sei bereits informiert worden.

Die insgesamt 1354,5 Meter lange Rennschlitten- und Bobbahn Oberhof ist Austragungsort internationaler Wettkämpfe im Rennrodeln, Skeleton und Bobsport sowie Trainingsstätte für Profis. 2023 sollen die Rennrodel-Weltmeisterschaften dort ausgetragen werden. dpa

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