Bessere Infrastruktur für Wasserwanderer an der Werra

Kajaks, Kanadier und Schlauchboote sind jetzt häufiger auf einigen Thüringer Flüssen zu sehen. Noch nicht überall sorgt die Infrastruktur aber für großen Freizeitspaß.

Erfurt/Gerstungen - Kanufahren auf der Werra in Südwestthüringen soll mit einer besseren Infrastruktur entspannter werden. Neue Ein- und Ausstiegsstellen, Rastplätze und Beschilderungen seien an dem Fluss im Wartburgkreis entstanden, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Erfurt mit. An dem Projekt beteiligt waren die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Werra-Wartburgregion und die Gemeinde Gerstungen. Investiert worden seien knapp 818.000 Euro, von denen rund 576.000 Euro vom Land gekommen seien.

Die Werra-Region biete Möglichkeiten für Wandern, Radwandern oder Wassertourismus, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Deshalb unterstütze sein Ministerium derzeit auch den Neubau des Werratal-Radwegs zwischen Tiefenort und Merkers mit 760.000 Euro.

Die Infrastruktur am Fluss Werra sei an 16 Standorten in den Abschnitten Barchfeld-Immelborn bis Dorndorf und Dankmarshausen bis Eisenach-Göringen ausgebaut worden. Neue Zugänge für das Ein- und Aussetzen der Boote mit Handläufen zum Festhalten und Anleinen seien gebaut worden. An insgesamt sechs Wehranlagen, um die die Boote getragen werden müssen, seien kürzere Wege entstanden, Transporthilfen oder Bootswagen ständen zur Verfügung.

In Merkers, Dankmarshausen und am Freibad Gerstungen gebe es nun Rastplätze mit überdachten Sitzgelegenheiten, Müllbehältern und Toiletten. Zudem sei die Beschilderung auf den neusten Stand gebracht worden.

Das Projekt basiert laut Ministerium auf Empfehlungen der Studie „Wassertourismus in Thüringen“ aus dem Jahr 2014. Danach sind für den Wassertourismus vor allem ganzjährig befahrbare Strecken der Flüsse Saale, Werra und Unstrut von Bedeutung.

Die knapp 280 Kilometer lange Werra sei in Thüringen ab Themar, ab Meiningen für Zweierkajaks und ab Bad Salzungen auch für Kanadier befahrbar. Ab Creuzburg bei Eisenach könnten auch Schlauchboote eingesetzt werden. Der Oberlauf und die bewegten Abschnitte der Werra eignen sich laut Ministerium eher für geübte, ambitionierte Kanuten. dpa

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