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Do is er dahoam: der Schmidt Max am Kabelsteg.

Das große Interview

25 Jahre "Freizeit" im BR: Der Schmidt Max packt aus

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München - BR-Sendung Freizeit feiert 25 Jahre Jubiläum. Das große Interview mit dem Schmidt Max über Anfänge, München und Heimat.

Er ist der Mann für die Freizeit im BR: Der Schmidt Max schwimmt durch historische Freibäder, bereist die bayerische Bierstraße, besucht einen Wäschewaschkurs für Männer oder lernt, monströse Bagger zu bedienen – und das seit 13 Jahren, so lange moderiert er die Sendung, die an diesem Wochenende Jubiläum feiert: 25 Jahre gibt es sie bereits im BR Fernsehen. Unsere Zeitung traf den Schmidt Max, der gerade seinen 48. Geburtstag gefeiert hat, zum Interview. Den Ort für unser Gespräch durfte sich der Familienvater von zwei Töchtern (sieben und vier Jahre alt) aussuchen. Es sollte ein Ort sein, der ihm etwas bedeutet. Entschieden hat er sich für den Kabelsteg an der Praterinsel.

Warum treffen wir uns hier?

Max Schmidt: Das ist der Kern meiner Heimat. Hier in dieser Umgebung spielte sich in meiner Familie alles ab. Mein Urgroßvater hat da vorne in der Marienstraße gelebt, mein Großvater und mein Vater sind hier groß geworden und haben genau an dieser Stelle, wo wir gerade stehen, als Kind gespielt.

Vater, Großvater, Urgroßvater – alle hießen Max, stimmt das?

Schmidt: Ja, das stimmt. Es gab sogar eine Zeit, kurz nach meiner Geburt, wo alle vier Generationen auf der Welt waren.

Vier Generationen Schmidt Max an der Isar. Mehr München geht nicht, oder?

Schmidt: Wahrscheinlich nicht (lacht). Mein Urgroßvater hatte noch dazu einen Stand am Viktualienmarkt.

Was hat er verkauft?

Schmidt: Von Latschen über Schwammerl bis hin zu Früchten alles, was der Wald hergab. Er hat die Sachen aus dem Wald geholt, und während meine Urgroßmutter sie verkauft hat, ging er in die Wirtschaft „Stadt Kempten“, wie sie hieß, und erzählte Geschichten. Die Leute mochten ihn.

Klingt, als hätte er Ihnen einige Eigenschaften vererbt …

Schmidt: Zumindest trage ich ein ganz starkes Familiengefühl in mir. Und diese Gegend zwischen Viktualienmarkt, der Lukaskirche und dem Isarufer hat etwas Magisches für mich.

Hätten Sie sich je vorstellen können, aus München wegzugehen?

Schmidt: Jedenfalls nie wirklich. Jeder hat in seinem Leben wahrscheinlich mal den Wunsch, ins Ausland zu gehen oder sonst irgendwas Verrücktes zu machen. Ich war ein halbes Jahr in Australien und habe mir eine Auszeit von meinem damaligen Job in einer Werbeproduktionsfirma genommen. Und der Witz war, dass dort, in Australien, die Anfrage kam, ob ich nicht die Freizeit moderieren möchte.

"Irgendwann wollte der BR ein neues Gesicht"

Wie kam die Redaktion auf Sie?

Schmidt: Ich kannte die Redakteure Frank Meißner und Herbert Stiglmaier, weil ich in den allerersten Ausgaben der Freizeit diesen „unglaublichen Freizeit-Tipp“, den es am Ende der Sendung früher gab, immer mal wieder vorgestellt habe. Da war ich zufällig dran gekommen. Dann wollte der BR irgendwann ein neues Gesicht für die Freizeit – und das war dann ich. Bis heute bin ich den beiden Redakteuren sehr dankbar, denn ich hatte das Gefühl, endlich das machen zu können, was ich gerne wollte. Und ich bewundere die Leidenschaft, mit der sie seit 25 Jahren diese Sendung stemmen.

Für die Jubiläumsausgabe durften die Zuschauer entscheiden, welche Freizeitaktivität Sie unternehmen sollten …

Schmidt: Ja, genau. Die Zuschauer hatten die Wahl zwischen drei Themenbereichen. „Schmidt Max macht Abenteuer“, „Schmidt Max macht Genuss“ und „Schmidt Max macht sich schlau“. Ich persönlich hätte mir auch eine Genuss-Sendung vorstellen können (lacht).

Das denk ich mir, aber die Zuschauer wollten was anderes: Abenteuer. Und nun mussten Sie in einer Steilwand übernachten …

Schmidt: Ja.

War’s schlimm?

Schmidt: Sagen wir so: Privat hätte ich es nie gemacht (lacht). Und ich habe mich während der Dreharbeiten auch mehrfach gefragt, warum ich es überhaupt mache. Aber dafür liebe ich diese Sendung – dass ich solche Sachen erleben kann.

Freizeit, Sonntag um 18.45 Uhr im BR

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