Ängste und Sorgen einer Generation - Das Fernseh-Drama "Mitte 30"

München - Mit "Mitte 30" taucht nicht selten die Frage nach erfüllten und geplatzten Lebensträumen auf. Im gleichnamigen Fernsehfilm, den die ARD heute um 20.15 Uhr zeigt, stellen Mittdreißiger Karriere und Ehe auf den Prüfstand.

Anneke Kim Sarnau und Mark Waschke spielen Menschen, die an einem neuen Lebensabschnitt stehen. Silke Bodenbender (32) ist Sandra, die nach dem Tod ihres Mannes mit dessen Lügen konfrontiert wird.

Sie sind selbst bald Mitte 30. Können Sie die Sorgen und Ängste der Protagonisten nachvollziehen?

Ja, klar. Heutzutage stehen den Menschen viel mehr Türen offen, wodurch allerdings auch die Gefahr größer wird, dass man sich nicht mehr entscheiden kann. Diese Möglichkeiten sind natürlich toll, nur verschiebt sich dadurch alles nach hinten. Man muss sich nicht mehr so früh festlegen, doch mit Mitte 30 ziehen viele - vor allem Frauen mit Kinderwunsch - erste Lebensbilanzen. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich das sehr gut.

Spätestens seit "Papa und Mama" gehören Sie zu den gefragten Schauspielerinnen in Deutschland. Haben Sie Ihren Traumberuf gefunden?

Die Schauspielerei hat mich schon als Schülerin fasziniert, dennoch wollte ich Architektur studieren. Als ich mich aber in Frankreich ein Jahr lang intensiv damit beschäftigt habe, wurde mir klar, dass es nichts für mich ist. Mein Vater hat mich bestärkt, den Schritt in die Schauspielerei zu wagen. Als ich die erste Aufnahmeprüfung gemacht habe, wusste ich, dass es das ist, was ich will.

War Ihnen wichtig, dass Ihr Vater hinter dieser Entscheidung stand?

Ich hatte Zweifel, ob ich das kann. Auch wenn man mir schon als Schülerin gesagt hat, dass ich gut spiele, war ich nie der Typ, der das geglaubt hat. In der Schule war ich zurückhaltend und schüchtern, keine Selbstdarstellerkönigin. Deshalb war es für mich auch wichtig, dass mir jemand von außen sagt, ich soll es doch versuchen.

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