Nord -und Südkorea wollen komplett nuklear abrüsten und Frieden schließen

Nord -und Südkorea wollen komplett nuklear abrüsten und Frieden schließen

Anklage in Ki.Ka-Betrugsaffäre

Erfurt - Die gerichtliche Aufarbeitung des größten Betrugsskandals im öffentlich-rechtlichen Fernsehen rückt näher. Die Staatsanwaltschaft schloss ihre Ermittlungen zu den veruntreuten Geldern beim Ki.Ka jetzt weitgehend ab.

In der millionenschweren Betrugsaffäre beim ARD/ZDF-Kinderkanal (Ki.Ka) hat die Staatsanwaltschaft Erfurt den ehemaligen Herstellungsleiter angeklagt. Die Ermittler werfen ihm laut Mitteilung vom Montag Bestechlichkeit und Untreue in 48 besonders schweren Fällen vor. Er soll über knapp fünf Jahre hinweg Scheinrechnungen einer Berliner Firma akzeptiert haben, die dafür aber keinerlei Gegenleistung erbracht habe. Für 61 dieser Scheinrechnungen habe der Ki.Ka mehr als 4,6 Millionen Euro an die Firma gezahlt; diese leitete dann im Schnitt 57,5 Prozent davon an den Ki.Ki-Mitarbeiter weiter.

Wegen weiterer Verdachtsfälle über 200 000 Euro Schmiergeld und Sachleistungen wie Flüge sei ein weiterer Haftbefehl gegen ihn erlassen worden. In diesen 29 Fällen seien aber echte Leistungen für den Kinderkanal erbracht worden und er habe sich nur für die Auftragserteilung an sich schmieren lassen. Der Beschuldigte, der im Dezember vergangenen Jahres festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt, schweige weiterhin.

Nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR hatte der ehemalige Ki.Ka-Mitarbeiter von 2002 an über acht Jahre hinweg 8,2 Millionen Euro abgezweigt. Der “Spiegel“ berichtete unter Berufung auf den Revisionsbericht des MDR, dass die fiktiven Leistungen unter Titeln wie “Kopierungen Garfield Show“ oder “Digitale Bearbeitung Online“ abgerechnet wurden.

Für die Staatsanwaltschaft sind aber nur die Fälle seit Oktober 2005 relevant, da alle früheren verjährt sind. Die Ermittlungen waren erst in Gang gekommen, als sich der Komplize des Ki.Ka-Mitarbeiters - der Geschäftsführers der Berliner Firma - selbst anzeigte.

MDR-Intendant Udo Reiter hatte Schwachstellen im Kontrollsystem und eine Mitverantwortung des MDR eingeräumt, der die Federführung für den in Erfurt ansässigen Ki.Ka hat. Er kündigte an, dass der Ki.Ka organisatorisch enger an den MDR angebunden wird, um die Kontrollen zu verbessern. Laut “Spiegel“ verweist der Revisionsbericht auf mehrere ignorierte interne Hinweise zu Unregelmäßigkeiten, Mängeln im Kontrollsystem und eine Spielleidenschaft des Ki.Ka-Mitarbeiters. Die von ihm zur Zahlung angewiesenen Rechnungen seien dennoch nicht genau geprüft worden. Ein Sprecher der Staatsanwlatschaft sagte, in einigen der angeklagten Fälle seien die Summen möglicherweise auf mehrere Rechnungen aufgesplittet worden, um gezielt Kontrollen zu umgehen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

GNTM im Couchticker: Eine Kandidatin muss gehen - Klum plaudert Persönliches aus
Hurra, es war wieder Donnerstag gewesen! Einmal mehr passierte etwas total Neues bei GNTM. Am Ende musste eine Kandidatin gehen - und Heidi Klum verriet Persönliches. …
GNTM im Couchticker: Eine Kandidatin muss gehen - Klum plaudert Persönliches aus
Darum jagt München den „Staatsfeind“
Eine Messlatte soll „Der Staatsfeind“ sein. Für alle Fernsehfilme, die künftig auf Sat.1 zu sehen sind. Regisseur Felix Herzogenrath hat die Latte hoch gelegt.
Darum jagt München den „Staatsfeind“
GNTM 2018: Wer ist schon raus? Wer ist noch beim Model-Casting dabei?
Das gab‘s noch nie bei GNTM: 50 Möchtegern-Models durften diesmal zu Beginn der 13. Staffel darauf hoffen, Deutschlands nächstes Topmodel zu werden. Wer beim Casting …
GNTM 2018: Wer ist schon raus? Wer ist noch beim Model-Casting dabei?
Insiderin verrät: Darum schmiss GNTM-Zoe die Schule
Sie war die Skandalnudel der aktuellen „Germanys Next Topmodel Staffel“. Kaum eine Folge ohne Zickenzoff und tränenreiche Auftritte der österreichischen Dramaqueen. 
Insiderin verrät: Darum schmiss GNTM-Zoe die Schule

Kommentare