Kommt später: Die „Münchner Runde“ (hier Sigmund Gottlieb) tritt dienstags bald erst um 22 Uhr zusammen.

Anouschka Horn gegen Marietta Slomka

So sieht das neue BR-Programm aus

München - Kaum vier Monate ist sie im Amt, schon drückt die neue Fernsehdirektorin Bettina Reitz dem Programm des Bayerischen Fernsehens ihren Stempel auf.

Das neue Sendeschema, über das der BR am Freitag informierte, verlangt ab 7. Januar 2013 vor allem von den Fans der Nachrichten eine radikale Änderung ihrer Sehgewohnheiten. Das „Rundschau Magazin“ rückt dann von 21 Uhr auf 21.45 Uhr und beginnt damit zeitgleich mit dem „heute journal“ des ZDF.

Beim Münchner Sender ist man guten Mutes, dass die Verlegung von den Zuschauern angenommen wird, eine Versuchsphase in den zurückliegenden Sommerferien habe schließlich ein leichtes Quotenplus gebracht, hieß es ergänzend aus dem Funkhaus. Der neue Sendeplatz gebe „den Menschen in Bayern die Möglichkeit, sich auch am späteren Abend noch über die neuesten Nachrichten aus Bayern, Deutschland und der Welt zu informieren“. Der Sender will noch mehr als bisher das „regionale Profil“ des Nachrichtenmagazins schärfen.

Mit der Verschiebung des „Rundschau Magazins“ will der BR ab 20.15 Uhr Platz schaffen für ein eineinhalbstündiges Spielfilmformat am Dienstag und jeweils zwei dreiviertelstündige Formate an den übrigen Tagen. Das zieht Veränderungen auch bei der dienstäglichen „Münchner Runde“ nach sich. Die abwechselnd von Sigmund Gottlieb und Ursula Heller moderierte Sendung beginnt statt um 20.15 Uhr künftig erst um 22 Uhr.

Eine weitere einschneidende Änderung betrifft das Traditionsformat „Blickpunkt Sport“, das vom Montag auf den Sonntag (22 Uhr) vorverlegt wird. Entsprechende Pläne waren bereits vor einigen Wochen publik geworden (wir berichteten). Vom neuen Sendeplatz verspricht sich der Münchner Sender größere Aktualität. „Vieles von dem, was sich am Wochenende im Sport und speziell im Fußball ereignet, ist am Montag oft schon weitgehend auserzählt“, hatte Pressesprecher Christian Nitsche die Strategie des BR begründet. Von der Verlegung der Sportsendung profitieren die „Lebenslinien“, die montags schon um 21 Uhr starten (bisher: 21.45 Uhr).

Mehr Raum für die politische Berichterstattung schafft der BR am Mittwoch. Das Magazin „Kontrovers“ beginnt bereits um 21 Uhr (bisher 21.15 Uhr) und dauert künftig 45 Minuten. Ganz im Zeichen der Satire soll nach dem Willen der neuen Fernsehdirektorin künftig der Donnerstagabend stehen. Dem Magazin „quer“ mit Christoph Süß um 20.15 Uhr schließen sich ab 21 Uhr Kabarettformate an. Sendungen wie „Schleichfernsehen“ oder „Die Klugscheißer“ sollen durch eine Neuentwicklung ergänzt werden, über die der Sender vorerst nichts verlauten lässt. Das Kulturmagazin „Capriccio“ beginnt danach bereits um 22 Uhr (bisher 22.30 Uhr)

Der Freitag steht auch künftig im Zeichen der Comedy – mit Produktionen wie „Die Komiker“ oder „Grünwalds Freitagscomedy“ (22 Uhr, wie bisher). Den freiwerdenden Platz von „Ottis Schlachthof“ soll ein neues Projekt namens „Freitag auf d’Nacht“ einnehmen (ab 23 Uhr), das in Zusammenarbeit mit Bayern 3 entwickelt wird. Auch hierzu waren dem BR am Freitag keine Details zu entlocken.

Eine neue Heimat – pünktlich zum Start in die Arbeitswoche – erhalten auch die Magazine „Bergauf, bergab“ und „Freizeit“, nämlich am Sonntagabend um 21.15 Uhr (bisher donnerstags um 21.15 Uhr). Immer dienstags um 22.45 Uhr laufen ab 7. Januar Dokumentationen und Dokumentarfilme.

Das weiterentwickelte Programmschema verknüpfe noch stärker als bisher zueinander passende Formate, heißt es vom BR, ferner spreche es je nach Wochentag gezielt bestimmte Zuschauerinteressen an und orientiere sich wesentlich stärker an den Umschaltzeitpunkten nationaler Programme. Ob diese Strategie von Erfolg gekrönt ist, wird sich ab Januar zeigen, vorsorglich betont Reitz, dass ein Programmschema „immer nur ein Gerüst“ sei: „Wir werden auch weiterhin den engen Austausch mit unseren Zuschauern suchen, unser Programmangebot kontinuierlich analysieren, die Entwicklungen des Fernsehmarktes berücksichtigen und künftig unser Programm noch stärker trimedial ausrichten.“ Die eine oder andere Korrektur ist also nicht ausgeschlossen...

Rudolf Ogiermann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das ging zu weit: Elvers-Ex mit fieser Breitseite gegen Knappik
Sarah Knappik musste bei Promi Big Brother immer wieder ordentlich einstecken. Was sich allerdings nun ein Mit-Kandidat leistete, ging einen Schritt zu weit.
Das ging zu weit: Elvers-Ex mit fieser Breitseite gegen Knappik
Promi Big Brother: Wer ist raus? Wer ist noch dabei?
Es geht schon wieder los: Promi Big Brother bittet erneut mehr oder minder bekannte Stars in den Container und sperrt hinter diesen ab. Wer bei der aktuellen Staffel …
Promi Big Brother: Wer ist raus? Wer ist noch dabei?
Schuhbecks neues Kochbuch: Diesmal wird‘s neubayerisch
Alfons Schuhbeck ist mit neuem Kochbuch zurück im Fernsehen.
Schuhbecks neues Kochbuch: Diesmal wird‘s neubayerisch
Küsse und Stöhnen unter der Decke: Erster Sex bei Promi Big Brother? 
Hat es jetzt den ersten Sex bei Promi Big-Brother gegeben? Die TV-Zuschauer sahen, wie zwei Kandidaten unter der Decke verschwanden.
Küsse und Stöhnen unter der Decke: Erster Sex bei Promi Big Brother? 

Kommentare