ARD-Doku-Reihe: Marie-Luise Marjan findet Halbbruder

Köln - Die ARD hat Prominenten bei der Suche nach ihren Wurzeln geholfen. "Mit 67 Jahren habe ich einen Halbbruder bekommen", sagte die als "Mutter Beimer" bekannte Schauspielerin Marie-Luise Marjan kürzlich in Hamburg, wo die neue ARD-Doku-Reihe "Das Geheimnis meiner Familie" vorgestellt wurde.

Im Rahmen der Sendung halfen Ahnenforscher auch den Schauspielern Armin Rohde und Christine Neubauer sowie dem Sänger Peter Maffay, ihre Familiengeheimnisse aufzuspüren.

Marjan fand so einen Teil ihrer leiblichen Familie. Neben dem Halbbruder habe sie auch je zwei Cousins und Cousinen kennengelernt. Die 1940 geborene Marjan war als Baby zur Adoption freigegeben worden. Im ersten Jahr sei sie von einem Heim ins andere gekommen. Dies spiele in ihrem Unterbewusstsein sicher eine große Rolle: "Wenn ich Szenen spiele, in denen ich weinen muss, dann muss ich in mir nur so ein Gefühl von Verlassensein hervorrufen. Dann kann ich das."

Bis zu den Nachforschungen der ARD war sich Marjan nicht sicher, wer ihr Vater war. Nun bestätigte sich, dass es ein Luftwaffenoffizier aus Würzburg war, der zwei Jahre nach ihrer Geburt ums Leben kam. "Die Ahnenforschung hat mir so viele neue Verwandte beschert", sagte Marjan. Außerdem habe sie so ihrer verstorbenen leiblichen Mutter verzeihen können.

Trotzdem löse die neue Familiensituation zunächst ein befremdliches Gefühl bei ihr aus: "Das war einfach unwirklich, dass ich einen Bruder haben sollte." Sie und ihre Verwandten schrieben sich seit dem Kennenlernen Briefe und telefonierten oft.

Bisher bestand für die Schauspielerin ihre Familie vor allem aus den Menschen, mit denen sie zusammenarbeitet: "Meine Familie, das waren immer meine Kollegen." Sie drehe seit 22 Jahren die "Lindenstraße". "Das geht ja auch weiter." Nun sei aber mit den echten Verwandten eine gewisse Realität hinzugekommen. Man müsse nun anfangen, diese Familie zu beleben. Es sei durchaus möglich, dass ihr Halbbruder einmal in der Serie mitspiele, scherzte sie: "Als Bayer passt er doch wie gespuckt dort rein."

Eine weniger positive Entdeckung machte Armin Rohde. Er musste herausfinden, dass sein Großvater als Mitglied der SS im Warschauer Ghetto nachweislich unzählige Juden ermordet hat. "Es gab Momente bei den Dreharbeiten, wo uns allen die Tränen in den Augen standen", sagte Regisseur Wolfgang Klauser.

Peter Maffay reiste mit seinem Vater nach Rumänien, um in Siebenbürgen nach seinen Wurzeln zu suchen. Die Forschung nach Christine Neubauers Ahnen bleibt auf den bayerischen Raum beschränkt: Ihre Mutter Fanny kam 1937 in Niederbayern als uneheliches Kind zur Welt. In der Sendung versucht die Schauspielerin, dem Geheimnis um das Verhalten ihrer Großmutter auf die Spur zu kommen. 

Die erste Folge

von "Das Geheimnis meiner Familie" mit Marie-Luise Marjan: ARD, 31. März, 21 Uhr. An den nächsten drei Montagabenden begeben sich die anderen auf die Suche.

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