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Die Schauspieler Edita Malovcic, Richy Müller (Kommissar) und Sascha Alexander Gerak in einer Szene des Tatorts "Im gelobten Land".

Hart, traurig und beklemmend

Stuttgart-Tatort: Diese Szene bleibt im Kopf

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München - Der Stuttgarter Tatort trifft die Zuschauer mitten ins Mark und bleibt genau deshalb in Erinnerung: Düster und beklemmend von Anfang an. Eine TV-Kritik.

Es gibt Krimis, die bleiben in Erinnerung, weil sie einen über 90 Minuten gefesselt, berührt, unterhalten haben. Und es gibt welche, die man wegen einer einzigen Szene nicht mehr vergisst. Zu denen gehört der Stuttgarter Tatort: Im gelobten Land. Wie die Ermittler da einen Lastwagen nach Drogen durchsuchen und hinter eingebauten Bretterverschlägen die Leichen von 23 Flüchtlingen entdecken – dieses Bild geht einem nicht mehr aus dem Kopf. Wohl auch deswegen, weil es eine grausame Parallele in der Realität gibt: Im vergangenen August erstickten 71 Flüchtlinge auf der Ladefläche eines Lasters in Österreich. Zurück zu gestern Abend.

Der Tatort (Buch: Christian Jeltsch, Regie: Züli Aladag) entwickelte sich nach dem traurigen Anfang zu einem weiterhin beklemmenden Kammerspiel, das zwar die eine oder andere Wendung im Drehbuch mehr vertragen hätte, aber auf eindringliche Art zeigte, wie schwierig es ist, die Hintermänner solch unwürdiger Flüchtlingstransporte dingfest zu machen. Sogar die Frage, ob Schleuser wie Milan Kostic (Sascha Alexander Gersak) ausschließlich skrupellose Menschenhändler sind oder am Ende doch ein Herz für verzweifelte Menschen auf der Flucht haben, wurde angesprochen. Eine Antwort darauf gab der Film nicht, Haltung zeigte er trotzdem: Am Ende wurden Flüchtlinge aus einem zweiten Laster gerettet. „Welcome“ flüsterte Lannert (insgesamt stark: Richy Müller) ihnen zu. Ein starkes Bild, gerade in diesen Zeiten.

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