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„Gegen den Kopf“ in der ARD

Neuer Berliner "Tatort" basiert auf dem Fall Brunner

München - Der ARD-„Tatort“ aus Berlin behandelt am Sonntag den Tod eines Mannes mit Zivilcourage. Vorlage war der Fall Dominik Brunner, der an der S-Bahn-Haltestelle Solln getötet wurde.

Nachteulen und Frühaufsteher sind kurz nach vier Uhr in einer Berliner U-Bahn unterwegs. Zwei angetrunkene junge Männer belästigen einen gehbehinderten Mann, nehmen ihm seinen Stock weg und fordern Geld als Auslöse. Ein Fahrgast schaltet sich ein. Energisch sorgt er dafür, dass der Rentner die Gehhilfe zurückbekommt. Kurz darauf steigt der Mann aus, später ist er tot. Der neueste Berliner ARD-„Tatort“ greift unter dem Titel „Gegen den Kopf“ das Problem der Gewalt im öffentlichen Raum auf. Gesendet wird er an diesem Sonntag um 20.15 Uhr.

Der "Tatort" lehnt an den Fall Dominik Brunner an - er war 2009 an der S-Bahn-Station Solln von zwei jungen Männern getötet worden. Wie der Autor des Berliner "Tatort" den realen Fall als Vorlage genutzt hat, lesen Sie im Interview.

Grausam zugerichtet liegt die Leiche des Familienvaters Mark Haessler (Enno Kalisch) auf dem Tisch des Gerichtsmediziners. Die Hauptkommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) müssen so schnell wie möglich herausfinden, was geschehen ist – gab es doch innerhalb eines Jahres sieben Schwerverletzte durch tätliche Übergriffe und nun diesen Todesfall.

Im Anschluss diskutiert Günther Jauch in seiner Talkshow von 21.45 Uhr an über das Thema „Tatort U-Bahnhof – machtlos gegen Jugendgewalt? Der Talk zum ,Tatort‘“. Zu Gast sind zwei Insassen der Jugendstrafanstalt Ichtershausen in Thüringen, Hans-Peter Friedrich (CSU, Bundesinnenminister), Andreas Müller (Jugendrichter), Andreas Responde (wurde von Jugendlichen zusammengeschlagen), Petra Peterich (Sozialarbeiterin) und Ralf Bongartz (ehemaliger Kriminalhauptkommissar und Trainer für Konfliktmanagement).

Monika Herrmann-Schiel

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