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Martin Baer filmt die Har Homa, mit Blick auf Jerusalem und die Al Aksa Moschee (undatiertes Handout). Unter teilweise massiven Drohungen haben der Bayerische Rundfunk und Arte eine 24-Stunden-Dokumentation über Jerusalem gedreht.

Einen Tag lange Doku

Arte und BR zeigen "24h Jerusalem"

Hamburg - 24 Stunden, 70 Drehteams, 90 Protagonisten: Eine TV-Produktion zeigt mit großem Aufwand einen Tag in Jerusalem. Es sei „ein Format, das sämtliche Formate sprengt“, sagt ein Arte-Programmdirektor.

Ein kompletter Tag in der Stadt der drei Weltreligionen: Mit großem Aufwand bringen Arte und der Bayerische Rundfunk „24h Jerusalem“ auf den Fernsehbildschirm. An einem Samstagmorgen um 6 Uhr beginnt am 12. April die 24-stündige Ausstrahlung, die parallel auf beiden Sendern sowie im Internet zu sehen ist. 70 Drehteams begleiteten dafür rund 90 Protagonisten und zeigen die Menschen, die Straßen und das Leben in Jerusalem - rund um die Uhr - gewissermaßen in Echtzeit. Als Vorbild diente das Format der 2009 ausgestrahlten Sendung „24h Berlin“.

Von zahlreichen Schwierigkeiten und Hürden berichteten die Macher der außergewöhnlichen Produktion am Dienstag in Hamburg. Vier Jahre Arbeit steckten darin, rund 500 Menschen seien vor und hinter den Kameras aktiv gewesen und hätten mehr als 500 Stunden Filmmaterial geliefert. „Ein extrem kompliziertes und schwieriges Projekt“, sagte Produzent Thomas Kufus (Zero One 24). „Jerusalem ist einfach die verrückteste Stadt, die es auf der Welt gibt.“

Die Filmemacher unter der Leitung von Volker Heise - darunter namhafte Regisseure wie Dani Levy, Andres Veiel und Maria Schrader - begleiteten Juden, Moslems und Christen in der geteilten Stadt. Die persönlichen Geschichten und Schicksale der Protagonisten stehen im Vordergrund. Je ein Drittel der Drehteams sei palästinensisch, israelisch und europäisch gewesen.

„Ein Format, das sämtliche Formate sprengt“, meinte Arte-Programmdirektor Alain Le Diberder. Er hoffe, dass das so gezeigte Bild Jerusalems und seiner Bewohner bei den Zuschauern zu einem besseren Verständnis dieser Stadt beitrage, meinte er. Hubert von Spreti vom Bayerischen Rundfunk ergänzte: „Wir erleben Jerusalem, wie es der Tourist nie sehen wird.“

dpa

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