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Fasching, frei nach Stefan Raab: Wenn in ARD und ZDF geschunkelt wird, will auch der Pro-Sieben-Star nicht abseits stehen. Mit dabei am Samstagabend ist Lena Meyer-Landrut.

Fasching im Fernsehen

Das ist das Programm für die "tollen Tage"

München - Bis Aschermittwoch steht noch einiges an: Die Öffentlich-Rechtlichen zeigen ihr Restprogramm für die „tollen Tage“, Pro Sieben feiert erstmals eine  „Prunksitzung“. Das Programm im Überblick:

Wer mit dem Fasching respektive der Fastnacht oder dem Karneval nichts anfangen kann, dessen Programmauswahl ist in den kommenden „tollen Tagen“ eingeschränkt – zumindest wenn er üblicherweise die öffentlich-rechtlichen Sender sieht. Bis zum Aschermittwoch vergeht kaum ein Tag, an dem nicht entweder das Erste oder das ZDF den Narren zur besten Sendezeit eine Bühne gibt. Und auch in den „Dritten“ fliegt allabendlich das Konfetti und steigen mehr oder weniger talentierte Redner in die Bütt’.

Man habe das rechte Maß gefunden, sagen die Strategen seit Jahren und verweisen darauf, dass in der Regel abwechselnd einer der beiden großen Sender sein normales Programm ausstrahlt. Der Fasching habe nun einmal Tradition in Deutschland, dem müsse man auch im Fernsehen Rechnung tragen. Dies umso mehr, als sich die Privaten, namentlich RTL, schon vor Jahren vom Karneval zurückgezogen hätten.

Doch die Tradition schlägt sich immer weniger in der Quote nieder, seit Jahren sind die Zuschauerzahlen rückläufig. Am deutlichsten zeigt sich das am Klassiker „Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“, der morgen um 20.15 Uhr im Ersten läuft. Sahen hier vor zehn Jahren noch mehr als acht Millionen Fans zu, fiel die Zahl im vergangenen Jahr mit 5,86 Millionen auf ein neues Tief. Dennoch wird die „Mutter aller Fastnachtssitzungen“ wohl wieder Tagessieger werden und vermutlich den Krimi im ZDF und Günther Jauchs Quiz „Wer wird Millionär“ hinter sich lassen.

Ob das bei den anderen Frohsinnsformaten auch so sein wird, ist fraglich. Das Restprogramm beginnt im ZDF, wo die Narren am Rhein heute Abend ab 20.15 Uhr hoch und heilig versprechen: „Mer losse d’r Dom in Kölle“. Am Samstagabend heißt es dann zur gleichen Zeit im Ersten „Düsseldorf Helau“.

Nur auf den ersten Blick ohne Bezug zum Thema dieser Tage ist der Sonntag. Doch im ARD-„Tatort“ mit dem Titel „Schmutziger Donnerstag“, einem Beitrag aus der Schweiz, geht es um einen Mord mitten im Luzerner Fas(t)nachtstreiben. Auch der Montag steht ganz im Zeichen des Karnevals. Ab 12.15 Uhr berichtet das Erste von den Rosenmontagszügen entlang des Rheins, am Abend um 20.15 Uhr läuft die Show „Karneval in Köln“. Am Fastnachtsdienstag ist für ARD und ZDF die Saison gelaufen, dafür bietet das Bayerische Fernsehen unter dem Titel „Ob Fasching, Fastnacht, Karneval – Bayern lachen überall“ nochmals Höhepunkte der „Fastnacht in Franken“.

Und was die Faschingsabstinenz der Privaten betrifft – einer durchbricht heuer diese stillschweigende Übereinkunft. Pro-Sieben-Star Stefan Raab, der schon so manches Genre umgekrempelt hat, gibt am Samstagabend ab 20.15 Uhr den Sitzungspräsidenten in der „TV total-Prunksitzung“. Doch dem Namen zum Trotz richtet sich diese Show sicher nicht an die ältere Generation, auch wenn Größen des Kölner Karnevals wie die Höhner dabei sind. Ansonsten bietet Raab die Lieblinge des jüngeren Publikums auf wie Anke Engelke, Bastian Pastewka, Matze Knop und Helge Schneider. Und als „Funkenmariechen“ ist Lena Meyer-Landrut mit dabei. Helau und Alaaf!

Rudolf Ogiermann

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