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Moderator Johannes B. Kerner trifft wegen der Pannenserie bei der Aufzeichnung der Show "1000 – wer ist die Nummer 1?" keine Schuld.

Schock bei der Aufzeichnung

Mann bricht in Kerner-Show zusammen - Herzinfarkt

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Berlin - Schock bei der Aufzeichnung der neuen Show von Johannes B. Kerner: Ein Kandidat brach nach einem Hindernislauf zusammen - Herzinfarkt. Doch bei diesem einen Vorfall blieb es nicht.

Während der Aufzeichnung der ZDF-Show "1000 – wer ist die Nummer 1?" von Johannes B. Kerner ist in der BER-Messehalle in Berlin Schönefeld ein Kandidat kollabiert. Ein Sendersprecher bestätigte in Mainz einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung (Montag). Der 61-Jährige hatte demnach gerade einen Hindernislauf absolviert, als er einen Herzinfarkt erlitt und reanimiert werden musste.

Das Blatt zitiert einen Sprecher des Senders mit den Worten: "Nach Versorgung durch die Sanitäter vor Ort wurde er ins Krankenhaus gebracht und befindet sich dort in ärztlicher Betreuung.“ Sein Gesundheitszustand wird als "den Umständen entsprechend stabil" bezeichnet. 

In "1000 – wer ist die Nummer 1?", die am 2. Mai erstmals ausgestrahlt werden soll, müssen 1000 Kandidaten zwischen 18 und 99 Jahren in 10 Runden auf Gebieten wie Geschicklichkeit, Wissen oder Fitness zeigen, was sie drauf haben. Wer es aufs oberste Siegerpodest schafft, bekommt 100.000 Euro.

Verletzte und viele Pannen bei Acht-Stunden-Aufzeichnung

Doch bei der Aufzeichnung der Show, die das ZDF zusammen mit BBC Worldwide entwickelt hat, soll jedoch noch viel mehr passiert sein: Laut dem Branchendienst dwdl.de berichtet ein Kandidat von mehreren Verletzten bei einem Rennen auf einem Außenparkour. Dabei sollten das 1000-köpfige Kandidatenfeld um die Hälfte verkleinert werden. Als bereits 400 Teilnehmer durchs Ziel gelaufen waren, soll Panik bei den anderen Läufern ausgebrochen sein, es wurde geschubst, sodass Menschen zu Boden fielen und von anderen niedergetrampelt wurden.

Der Kandidat wirft der Produktion Fehlplanung vor. So hätten die 1000 Kandidaten bei ihrer Ankunft in Berlin nur zwei Schalter zum Anmelden vorgefunden. Nach Geschlechtern getrennte Umkleidekabinen gab es demnach keine, dafür diverse technische Defekte. Auch seien die Regeln so undurchsichtig gewesen, dass zu einem Zeitpunkt sogar der Notar eingreifen musste, weil nicht mehr nachvollziehbar gewesen sein soll, warum Teilnehmer aus verschiedenen Spielen ausschieden.

Die Folge des ganzen Tohuwabohu: Die Aufzeichnung der Show dauerte geschlagene acht Stunden und endete erst um 3.30 Uhr in der Früh, so dwdl.de - und das auch nur, weil zwei Spiele komplett gestrichen vom Ablaufplan worden waren.

Diese Aussagen werden von weiteren Kandidaten der Show bestätigt. Auf einer inoffiziellen Facebook-Seite zur Sendung beschweren sie sich über die "chaotischen Zustände" und die "katastrophale Organisation". Worte wie "unverantwortlich" und "fahrlässig" sind zu lesen. "Ich hoffe, es hagelt nur so Anzeigen", schimpft ein User.

Wegen der vielen Verzögerungen sollen ausgeschiedene Kandidaten nach Hause gegangen sein, anstatt wie geplant dem weiteren Spiel-Geschehen als Zuschauer zu folgen. Lob gab es hingegen für Moderator Kerner, der für die Pannenserie nichts konnte. Er habe sich "professionell" verhalten und sich immer wider bei den Kandidaten entschuldigt", so ein Kandidat zudem Branchendienst.

Produktionsfirma entschuldigt sich

Das ZDF bestätigt auf Anfrage der Webseite, dass es zu "zeitlichen Verzögerungen aufgrund technischer Probleme" gekommen ist.

Die Produktionsfirma hat sich inzwischen entschuldigt. "Wir möchten [...] unser Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass die Tages- und Produktionsabläufe anders als geplant verlaufen sind. Insbesondere der teilweise Ausfall der Technik hatte kurzfristige und umfangreiche Änderungen des Gesamtablaufs erforderlich gemacht. Durch die hohe Komplexität der Gesamtplanung bei einem Projekt, das in dieser Größenordnung für alle Beteiligten eine neue Anforderungen stellte, hat die Umsetzung dieser Änderungen leider zu den unerwünscht langen Unterbrechungen und damit einem extremen Verzug gegenüber der ursprünglichen Gesamtzeit und Ablaufplanung geführt."

hn

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