Das Baby von Karl Moik

- Andy Borg ist stets gut gelaunt. Selbst wenn der Schlagersänger und Entertainer im Schneetreiben auf einen Berggipfel kraxeln muss. Oder in knapp 3000 Meter Höhe für das zehnte Foto - trotz eisiger Kälte - still stehen soll. Andy Borg nahm den großen Presserummel, der gestern auf der Zugspitze um seine Person betrieben wurde, mit Humor.

Und genauso will sich der 45-Jährige seiner neuen Herausforderung stellen. Ab September wird der Schlagerstar das Volksmusik-Erbe von Karl Moik antreten: Dann übernimmt Andy Borg die Moderation des "Musikantenstadl". Und ist damit "das Beste, was dem ,Stadl’ für die Zukunft passieren konnte", wie es beim Bayerischen Fernsehen hieß. Das hatte zusammen mit den Kollegen vom ORF zu dem Gipfeltreffen auf der Zugspitze eingeladen.

"Ich werde nichts nachmachen, aber auch nichts Neues erfinden."

Andy Borg

Die versprochene Fernsicht in alle "Musikantenstadl"-Länder musste jedoch schneebedingt ausfallen. Und so konnte der Blick auch nicht in Richtung Schweiz und Schweizer Fernsehen (SF) schweifen, das sich nach dreijähriger Pause wieder als Ko-Produzent an der Sendung beteiligt. "Der Stadl konnte zuletzt in der Schweiz nicht mehr die Massen begeistern, wie er es eigentlich sollte", sagte SF-Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten über den einstigen Ausstieg aus dem Eurovisions-Format.

Nun freue man sich über die Rückkehr und auf den Sympathieträger Borg. Der zeigte sich nicht nur von seiner spaßigen Seite, sondern fand auch ernste Worte zu seiner neuen Aufgabe. "Mir ist bewusst, das es die Sendung seit 25 Jahren gibt. Und dass sie das Baby von Karl Moik ist."

Er gehe davon aus, dass es wohl auch nach vierundzwanzigeinhalb Jahren noch heißen wird, "der Andy macht dem Karl Moik seine Sendung". Doch das sei für ihn in Ordnung. "Ich werde nichts nachmachen, aber auch nichts Neues erfinden", sagte Borg zu seinen Moderationsplänen. Die beinhalten auch, dass Borg selbst singen wird. Unter anderem das neue Titellied "Stadlzeit". Das Musikkonzept der Sendung soll laut ORF jedoch gleich bleiben: volkstümlicher Schlager plus Marschmusik, das Markenzeichen des "Musikantenstadl".

Neben Altbewährtem wird es ab der ersten Sendung am 23. September aber auch Neuerungen geben - angefangen bei einer komplett neuen Dekoration. Auch wird künftig ein Hauptaugenmerk auf den musikalischen Nachwuchs gelegt. In jeder Sendung können sich potenzielle Stars von morgen präsentieren. Das große Finale des Nachwuchswettbewerbs gibt es dann im "Silvesterstadl".

Als "launisch-lustiger Stadlreporter" wurde der holländische Schlagerstar Jan Smit gewonnen. Er soll künftig über Klatsch und Tratsch aus der Volksmusikszene berichten. Bissige Kommentare kommen derweil von den fränkischen Witwen "Waltraud & Mariechen" alias Martin Rassau und Volker Heißmann. Sie fungieren als eine Art Rausschmeißer nach dem Vorbild der scharfzüngigen Senioren der "Muppet Show". Moderationserfahrung hat Andy Borg acht Jahre lang in der "Schlagerparade der Volksmusik" gesammelt. Nun heißt es für ihn, hohe Zuschauerquoten zu halten: Seit 1981 haben rund 2,3 Milliarden Menschen in aller Welt den "Musikantenstadl" eingeschaltet.

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