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Mit knapp 40 Millionen Euro Budget ist „Babylon Berlin“ das größte Serien-Projekt, das es in Deutschland je gegeben hat.

Mega-erfolgreich

„Babylon Berlin“: So sehen Sie die neuen Folgen heute im TV und im Stream

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„Babylon Berlin“ ist ein Serien-Hit. So sehen Sie die neuen Folgen heute im TV und Stream. Hier finden sie auch den Trailer.

„Babylon Berlin“ ist ein TV- und Streaming-Hit. In den ersten sechs Tagen nach Beginn der Ausstrahlung auf Sky haben über eine Million Zuschauer die Krimi-Serie gesehen. Von der Premiere am vergangenen Freitagabend sahen bis einschließlich Mittwochabend insgesamt 1,19 Millionen Zuschauer die Auftaktepisoden auf Sky. Davon sahen 577.000 Zuschauer die ersten beiden Folgen von „Babylon Berlin“ im TV, weitere 614.000 Zuschauer non-linear über Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket. 

Hier erfahren Sie, wie Sie die Folgen 3 und 4 von „Babylon Berlin“ heute im TV und im Stream sehen können.

Worum geht’s in „Babylon Berlin“?

Berlin in den Goldenen Zwanzigern – und wir als Zuschauer mittendrin in einer der schon damals aufregendsten Städte der Welt. Es ist das Frühjahr 1929: Gereon Rath, Kommissar aus Köln, wird in die Hauptstadt versetzt, um den Kriminalfall eines von der Berliner Mafia geführten Pornorings zu lösen. Was auf den ersten Blick eine simple Erpressung zu sein scheint, entpuppt sich bald als Skandal, der Gereons Leben und das seiner engsten Vertrauten verändern wird.

Was passiert heute in den neuen Folgen von „Babylon Berlin“?

Folge 3 (ab 20.15 Uhr): Gereon Rath (Volker Bruch) bekommt von einer Prostituierten neue Hinweise zu seinen Ermittlungen im Pornomilieu. Im Polizeipräsidium bereiten sich Wolter (Peter Kurth) und seine Kollegen mit Zusatzmunition und schweren Waffen auf die erwarteten Demonstrationen am 1. Mai vor. Charlotte Ritters (Liv Lisa Fries) Mutter erhält von der Armenärztin eine erschütternde Diagnose. Rath wird in die Angelegenheiten der Revolutionäre um deren Anführer Kardakow (Ivan Shvedoff) verwickelt.

Folge 4 (ab 21.00 Uhr):

 Kommissar Gereon Rath (Volker Bruch) wird mit seinem Kollegen Bruno Wolter (Peter Kurth) in die bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen des 1. Mai gezogen. Nach der Obduktion eines ermordeten russischen Revolutionärs beschließen Rath und Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries), gemeinsame Ermittlungen anzustellen. Charlotte nimmt ihre Freundin Greta (Leonie Benesch) mit ins "Moka Efti" und wird Opfer einer Erpressung. Kardakows Geliebte Swetlana tarnt heimlich den Waggon der Revolutionäre.

Wer hat „Babylon Berlin“ umgesetzt?

„Babylon Berlin“ ist die Verfilmung der international erfolgreichen Bestseller-Reihe von Volker Kutscher – die das ganze Panoptikum dieser außergewöhnlichen Zeit am Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus bietet. Als Autoren und Regisseure zeichnen Tom Tykwer („Lola rennt“, „Das Parfum“), Hendrik Handloegten („Liegen lernen“) und Achim von Borries („Was nützt die Liebe in Gedanken“) verantwortlich. Sie haben fast drei Jahre am Drehbuch gearbeitet. Tykwer: „Wir haben die komplette Serie zusammen geschrieben und inszeniert. Es gibt nicht eine Episode, an der wir nicht alle drei beteiligt waren.“

„Babylon Berlin“: Der Trailer zur Serie

Wer spielt in „Babylon Berlin“ mit?

Die Hauptrolle des Gereon Rath übernimmt der Münchner Schauspieler Volker Bruch („Der Vorleser“, „Der Baader Meinhof Komplex“, „Unsere Mütter, unsere Väter“). Schon bald bekommt der junge Kölner Kommissar eine Assistentin an seine Seite: Die Berlinerin Liv Lisa Fries (Goldene Kamera für ihre Rolle im ARD-Film „Sie hat es verdient“) spielt Charlotte Ritter, die einzige Frau zwischen all den staubigen Beamten in „Babylon Berlin“. Zum Ermittlerteam gehört außerdem Bruno Wolter, gespielt von Peter Kurth („Good Bye Lenin!“, „Herbert“). In weiteren Rollen mit dabei ist die Crème de la Crème der deutschen Filmlandschaft: Von Matthias Brandt, Leonie Benesch, Lars Eidinger über Fritzi Haberlandt und Karl Markovics bis Christian Friedel, Thomas Thieme, Hannah Herzsprung, Benno Fürmann und viele mehr. Insgesamt umfasst die Serie rund 300 Sprechrollen.

Wer zieht in der Produktion die Fäden?

So eine Kombination gab’s zuvor noch nie: Erstmals haben die öffentlich-rechtliche ARD Degeto und der Bezahlsender Sky die Kräfte gebündelt, um gemeinsam mit Produktion und koproduzierendem Weltvertrieb dieses außergewöhnliche Projekt zu realisieren. „Wer aus Deutschland heraus Serien auf international höchstem Niveau produzieren möchte, muss auch im Bereich der Finanzierung neue innovative Wege gehen“, erklärt Elke Walthelm, Programmchefin bei Sky Deutschland, gegenüber unserer Zeitung. „Das haben wir gemeinsam mit den Partnern X Filme, ARD Degeto, das Erste und Beta Film getan. Wir freuen uns auf den Start von ,Babylon Berlin‘ heute bei Sky.“

Gereon Rath (Volker Bruch) mit Charlotte (Liv Lisa Fries) in einer Szene der Bestsellerverfilmung „Babylon Berlin“.

Wo und wie lange wurde „Babylon Berlin“ gedreht?

Mit mehr als 180 Drehtagen ist „Babylon Berlin“, auch, was den Aufwand angeht, ein beispielloses Unternehmen. „Teilweise haben wir zwei oder sogar drei Einheiten parallel gedreht. Im Nachhinein ist kaum vorstellbar, wie wir das alle zusammen geschafft haben“, erzählt Tom Tykwer. Gedreht wurde in den Studios Babelsberg, in denen ganze Straßenzüge verschiedener Stadtteile Berlins von einst durch Szenenbildner Uli Hanisch wieder zum Leben erweckt wurden.

Wie sehe ich „Babylon Berlin“ heute im TV?

Die neuen Episoden von „Babylon Berlin“ laufen heute wieder bei Sky 1. Ab 20.15 Uhr zeigt der Bezahlsender die Folgen 3 und 4 nacheinander, die darauffolgenden Wochen gibt es immer freitags um 20.15 Uhr eine neue Episode. Zusätzlich ist „Babylon Berlin“ auch auf Sky Krimi und Sky Cinema zu sehen.

Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist die Serie dann Ende 2018 in der ARD zu sehen. Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest. Geplant ist dazu noch eine begleitende historische Dokumentation über die Zeit der Umbrüche in vielerlei Sicht – zwischen Weimarer Republik und Nationalsozialismus in Deutschland.

Wie sehe ich „Babylon Berlin“ heute im Stream?

Neben der Ausstrahlung bei Sky1 stehen die jeweiligen Episoden von „Babylon Berlin“ im Stream auch auf Sky Go, Sky On Demand und Sky Ticket auf Abruf zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es über die Sky Streaming-Dienste zusätzlich jede Woche direkt im Anschluss an die lineare Ausstrahlung die jeweils nächsten beiden Episoden in kompletter Länge vorab als Preview.

Sky-Abonnenten haben die Möglichkeit, das Programm des Münchner Pay-TV-Senders über den Stream von Sky Go zu verfolgen. Diesen Stream kann man auf jedem PC, Laptop, Tablet und Sartphone über den Webbrowser verfolgen.

Für mobile Endgeräte gibt es auch eine Sky-Go-App, die man kostenlos bei iTunes und im Google Play Store herunterladen kann. Über diese Apps kann man auch den Stream zu „Babylon Berlin“ schauen. Vorausgesetzt natürlich, man ist Sky-Abonnent.

Stream zu „Babylon Berlin“ auf Sky heute nur in Deutschland zu sehen, aber...

Hinweis: Aus rechtlichen Gründen ist der Live-Stream von „Babylon Berlin“ auf Sky Go nur in Deutschland und in Österreich empfangbar. Außerhalb der Grenzen wird man durch eine Ländersperre, dem sogenannten "Geoblocking", gehindert, das Programm zu sehen. Sie können das aber umgehen. Wenn Sie aber ein VPN (Abkürzung für Virtual Private Network) auf ihrem PC einrichten und dazu ein Programm wie Hotspot Shield, IPVanish, vyprVPN und Hide My Ass benutzen, wird ihre IP-Adresse dem Land zugeordnet, wo Sie den Stream sehen können. Damit umgehen Sie diese Sperre relativ leicht. Allerdings ist die rechtliche Grundlage fraglich. Zur rechtlichen Lage haben wir zudem einen Rechtsanwalt befragt.

Weiterer Hinweis: Ein Live-Stream von Sky Go verbraucht eine relativ große Menge an mobilen Daten. Somit sollte beim Schauen auf eine stabile WLAN-Verbindung geachtet werden. Sonst könnte es für Sie schnell teuer werden.

Und was geschieht dann?

“Babylon Berlin“ punktet auch auf dem Weltmarkt. 60 Länder hätten die 16-Stunden-Serie bereits erworben, teilte die Vertriebsfirma Beta Film, die auch an der Produktion beteiligt ist, gestern in München mit. Darunter u.a. die USA, Australien, Spanien, Italien, Frankreich, Russland, alle skandinavischen Länder, die Niederlande, Belgien, Kasachstan, Aserbaidschan und die Ukraine. Und die Produzenten haben durchaus den Wunsch, es nicht nur bei 16 Folgen zu belassen. Autor Volker Kutscher hat schließlich bereits sechs Bände seiner Krimireihe um Kommissar Rath veröffentlicht – und will weiter schreiben.

Genug Stoff also für mögliche Fortsetzungen auch im Fernsehen.

Katja Kraft

„Babylon Berlin“ – das sagt unsere Kritikerin zur neuen Serie

Berlin 1929: Die Schockwellen des New Yorker Börsencrashs sind auch in Berlin zu spüren. Alfred Döblin veröffentlicht seinen Roman „Berlin Alexanderplatz“, im Mittelpunkt steht neben dem Ex-Knasti Franz Biberkopf die Hauptstadt des Reiches, „die große Hure Babylon“. Die porträtierte auch der Autor Volker Kutscher in seinen Krimis rund um den Berliner Kommissar Gereon Rath. Für Fans der Bücher muss man allerdings anmerken: Mit dem Original-Kutscher hat „Babylon Berlin“ nur noch in Spurenelementen zu tun.

Die Grundstruktur und die Figurenkonstellationen sind großenteils identisch. Doch es gibt jede Menge zusätzliche Handlungsstränge, Nebenschauplätze und sanfte Verschiebungen. Die Fernsehserie ist ein ambitioniertes Großprojekt geworden. Und nicht nur die gigantischen Kosten erklären auch die riesige Werbetrommel, die nun ganz kräftig geschlagen wird. Das Geld sieht man in jeder Einstellung: Erlesen sind die Innenräume, mal provozierend schlicht im Bauhaus-Stil gehalten, mal üppig und detailverliebt. Kostüme und Musik sind sorgfältig ausgewählt und gestaltet. Zudem versammeln die Filmemacher Tom Tykwer, Hendrik Handloegten und Achim von Borries eine illustre Schar an hochkarätigen Schauspielern um sich. In der ersten Reihe Volker Bruch als Ermittler und kriegstraumatisierter Morphinist Gereon Rath und die formidable Liv Lisa Fries als Charlotte Ritter. Dank der ebenfalls exzellenten Arbeit der Maskenbildner erkennt man einige der weiteren Darsteller anfangs zuerst einmal an der Stimme.

Dr. Völcker (Jördis Triebel, M) in einer Szene der Bestsellerverfilmung „Babylon Berlin“.

„Babylon Berlin“ ist ein furioser Ritt durch die Goldenen Zwanziger und ein atemloser Geschichtsunterricht für alle, die sich für Politik und Historie nie sonderlich interessiert haben. Wer mag, kann sogar Bezüge zur Gegenwart herstellen. Angst vor Veränderungen in Umbruchphasen und ein unheilvolles Festhalten am Altbekannten scheinen heute wieder ganz vertraut.

Die Stärke der Inszenierung liegt zum einen in dem spürbaren Versuch, endlich einmal etwas zu wagen im deutschen Fernsehen, auch optisch. Zum anderen, und das ist es, weshalb „Babylon Berlin“ in einigen Jahren noch sehenswert bleiben wird, in der Genauigkeit im Kleinen, in der raffinierten Andeutung und Anspielung, in dem, was die Figuren zwischen den Zeilen gesagt haben. Daraus entsteht ein aufregendes Spannungsverhältnis, das den Zuschauer auch in manch redundanter Szene noch bei der Stange hält: hier die ekstatische Party, der sinnenfrohe Rausch, die opernhafte Orgie – dort der Kater am Morgen danach, das Warten auf Arbeit, das graue Elend auf der Straße mit all den Invaliden und das Billigessen bei Aschinger, bei dem auch die Damen vor lauter Hunger den Teller blitzblank putzen.

Ulrike Frick

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