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Die Henne im Korb: Barbara Wussow spielt auf dem Traumschiff an der Seite von Nick Wilder (l.) und Sascha Hehn.

Schauspielerin steigt in ZDF-Serie ein

Barbara Wussow im Interview: Über Strickleiter an Bord des Traumschiffs

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Barbara Wussow ist die Neue auf dem Traumschiff. Am Ostersonntag heuert sie als Hoteldirektorin in der ZDF-Serie an. Vorher spricht sie im Interview über ihre Schiffserfahrungen und ihren ersten Drehtag.

München - Ihren Geburtstag vor ein paar Tagen hat Barbara Wussow bei der Kirschblüte in Japan gefeiert. „Ist das nicht großartig?“, schwärmt die Schauspielerin, die derzeit mit dem Traumschiff über die Weltmeere schippert. Nach dem Abschied von Heide Keller (als Chefhostess Beatrice von Ledebur) ist Wussow die Neue an Bord des ZDF-Quotendampfers. Als Hoteldirektorin Hanna Liebhold tritt sie am Ostersonntag ihren Dienst an. Wir sprachen mit der 57-Jährigen.

Frau Wussow, wie packt man, wenn man für dreieinhalb Monate verreist?

Barbara Wussow: Ich habe keinen Plan. (lacht) Das passiert bei mir nach Gefühl. Aber es ist hilfreich, dass ich keine warmen Wintersachen mitschleppen muss und mein Kostüm an Bord ist.

Gibt es Dinge, die Sie mitnehmen, um sich auf dem Schiff so richtig wohl zu fühlen?

Wussow: Das mache ich immer - auch wenn ich Tourneetheater spiele. Dann habe ich Kuscheltiere meiner Tochter dabei, Fotos der Familie. Aber ich werde nicht die ganze Kabine umgestalten. Das soll ja nicht mein neues Zuhause werden.

Wie oft waren Sie in der Vergangenheit zu Gast auf dem „Traumschiff“?

Wussow: Zweimal. Im Jahr 1990 waren wir in Mexiko, und einmal habe ich in Australien gedreht. Da waren mein Mann und mein Sohn dabei, der auf dem Schiff seinen fünften Geburtstag gefeiert hat. Mittlerweile ist er 20...

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Sie heuern als neue Hoteldirektorin auf dem Schiff an. Ist das eine Rolle, die Sie bis in den Ruhestand begleiten könnte?

Wussow: Das Bauchgefühl habe ich momentan nicht, aber vielleicht stellt es sich ja noch ein. Ich bin auf jeden Fall sehr glücklich über die neue Rolle, weil ich wahnsinnig gern reise - besonders in Länder mit Temperaturen von 33 Grad aufwärts.

Worin besteht die größte Herausforderung?

Wussow: So lange am Stück weg zu sein.

Ein komisches Gefühl?

Wussow: Es macht mir schon Bauchschmerzen. Meine Tochter ist zwölf und nicht besonders glücklich, dass ich so lange unterwegs bin. Auch wenn ich kein großer Technikfreak bin - ich bin froh, dass wir skypen und so in Verbindung bleiben können.

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„Traumschiff“-Kapitän Sascha Hehn hat früher Ihren Ehemann in der „Schwarzwaldklinik“ gespielt - wie war das Wiedersehen an Bord?

Wussow: Toll! Die gemeinsame Vergangenheit ist schon sehr verbindend. Wir haben uns davor lange nicht gesehen. Sascha ist nach wie vor ein fescher Mann und ein liebenswürdiger Kollege. Überhaupt fühle ich mich zwischen meinen drei Männern - Sascha Hehn, Harald Schmidt und Nick Wilder - sehr wohl. Ich bin gern die Henne im Korb.

Harald Schmidt und das „Traumschiff“ - das halten viele Zuschauer heute noch für einen Scherz. Aber er scheint seine Rolle ernst zu nehmen...

Wussow: Absolut. Diese etwas schrullige Figur, die er spielt, passt wunderbar zu ihm. Er hat ein unglaubliches komödiantisches Talent - auch wenn die Kamera aus ist. Und er ist - anders als vielleicht viele erwarten - sehr menschenfreundlich. Harald Schmidt plaudert gern mit den Passagieren. Man merkt, dass er sich wohl fühlt.

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Bereit zum Ablegen: Das neue Quartett auf dem Traumschiff ist komplett.

Sind Sie schon mal auf dem „Traumschiff“ seekrank geworden?

Wussow: Oh ja, das war bei einer Überfahrt von den Kapverdischen auf die Kanarischen Inseln. Da war der Seegang enorm hoch und ich hatte nach zwölf Stunden Dreh noch eine Autogrammstunde. Ich saß verkehrt herum, mit gesenktem Kopf in der obersten Etage. und das Schiff ging auf und nieder, auf und nieder. Nach einer halben Stunde war der Ofen aus. Ich hab’s gerade noch rechtzeitig auf die Toilette geschafft.

Gab es sonst noch Pannen?

Wussow: Allerdings. Bei meinem ersten Dreh als Hoteldirektorin haben sie mich versehentlich auf die falsche Insel geflogen. Nach einigen Telefonaten mit der Produktion kam dann mitten in der Nacht ein kleines Fischerboot, das mich zu dem fahrenden Kreuzfahrtschiff brachte. Das Problem war nur, dass wir zu tief im Wasser lagen und nur übers Meer umsteigen konnten. Da haben die tatsächlich eine Luke aufgemacht und eine Strickleiter runtergelassen. Das werde ich nie vergessen. (lacht)

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Besser hätte man das fürs Drehbuch gar nicht schreiben können...

Wussow: Stimmt. Und weil’s so unfreiwillig komisch war, wurde das Ganze ein paar Tage später bei Tageslicht nachgedreht. Jetzt wissen Sie auch, wie ich in der allerersten Folge aufs Schiff komme - nicht über die Gangway, sondern über die Strickleiter. (lacht)

Florian Silbereisens Debüt bei der Serie Traumschiff sorgte für einiges an Diskussionsstoff. Nun äußert sich sein Vorgänger Sascha Hehn - und warnt Silbereisen eindringlich.

Interview: Astrid Kistner

„Das Traumschiff“, Ostersonntag, um 20.15 Uhr, ZDF

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