"Bauer sucht Frau": Zweisamkeit bei Ackerbau und Viehzucht?

- Es war die Überraschung des Fernseh-Herbstes: Die Reihe "Bauer sucht Frau" bescherte nach ihrem Start am 22. Oktober dem Privatsender RTL Traumquoten. Heute ist um 21.15 Uhr die letzte Folge zu sehen.

Die erste Ausgabe der dritten Staffel sahen immerhin schon 5,98 Millionen Zuschauer - danach gingen die Einschaltquoten konsequent weiter nach oben. Zuletzt bewegte sich die Kuppel-Sendung, in der neun einsame Landwirte aus der gesamten Republik auf der Suche nach ihrer Herzdame sind und diese bei der Arbeit auf Feldern und Hof kennenlernen, rund um die Acht-Millionen-Grenze.

Kein Wunder also, dass Moderatorin Inka Bause die Sendung einen "Sechser im Lotto" nennt. Zum Vergleich: Die Vorgänger-Staffeln hatten in der Spitze bis zu sechseinhalb Millionen Zuschauer. Selbst Günther Jauch - bis dato mit seinem Quiz "Wer wird Millionär?" montags stets der unangefochtene Quotenkönig im deutschen Fernsehen - musste sich einmal den heiratswilligen Landwirten geschlagen geben. Das dürfte die Verantwortlichen indes wenig geschmerzt haben: Beide Sendungen werden schließlich bei RTL ausgestrahlt. Nicht einmal harsche Kritik wie die des Bauernverbandspräsidenten Gerd Sonnleitner, für den die Sendung eine Beleidigung der deutschen Landwirte ist, konnte den Erfolg von "Bauer sucht Frau" dämpfen. Das gilt auch für die Vorwürfe, die Szenen würden inszeniert, manipuliert, und die Kandidaten seien nicht frei in ihren Entscheidungen. Im Gespräch mit unserer Zeitung legte RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer wert darauf, dass bei der Show "alles echt" sei.

Wie auch immer: In der letzten Folge heute Abend wird sich zeigen, ob aus den Paaren auf Zeit dauerhafte Partner werden. Nach Angaben des Kölner Privatsenders haben Teilnehmer, die sich über die ersten beiden Staffeln kennengelernt haben, tatsächlich geheiratet. Es ist außerdem wahrscheinlich, dass RTL für kommenden Herbst eine neue Staffel seines Erfolgsformats plant.

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