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Ehrenpreisträger: Hape Kerkeling mit Moderatorin Barbara Schöneberger

Das sind die Gewinner der Blauen Panther im Münchner Prinzregententheater 

Bayerischer Fernsehpreis – Hape, komm zurück!

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Ein Fest des guten Fernsehens: Am Freitagabend wurden in München die Blauen Panther verliehen. Ausgezeichnet wurden unter anderen Maximilian Brückner (“Hindafing“) und Julia Jentsch (“Das Verschwinden“). Das war die Gala im Prinzregententheater: 

Der wichtigste Mann des Abends kommt als einer der Ersten am roten Teppich vor dem Prinzregententheater an. Hape Kerkeling nimmt sich Zeit für die Fotografen, gibt geduldig Autogramme – echte Stars haben eben keine Allüren. Auch dafür erhält er an diesem Abend den Blauen Panther für sein Lebenswerk. „Ich freue mich, dass ich den Preis bekomme zu einer Zeit, in der ich noch halbwegs wach und fit bin“, kommentiert er augenzwinkernd im Gespräch mit unserer Zeitung.

Beste Schauspielerin: Julia Jentsch

Tatsächlich ist er mit 53 Jahren einer der jüngsten Preisträger, die es in dieser Kategorie je gab. Für ihn die Chance, nun noch einmal ein völlig neues Lebenswerk anzufangen. Wird darin nach seinem TV-Ausstieg auch wieder Fernsehen eine Rolle spielen? „Absolut unwahrscheinlich. Ich schreibe Bücher wie verrückt, drehe vielleicht noch einmal einen Kinofilm, aber mit Fernsehen habe ich eher abgeschlossen“, sagt er und verschwindet ins Theater – nicht ohne noch einen Seitenhieb auf seinen Laudator, Ministerpräsident Markus Söder, rauszulassen: „Ob in diesem Theater wohl auch Kreuze hängen?“

Söder, der kurz nach Hape über den roten Teppich läuft, nimmt’s mit Humor. Und freut sich überhaupt auf einen launigen Abend – „mit Barbara Schöneberger als Moderatorin kann es nicht anders sein“. Wird er auch selbst für Stimmung sorgen? „Mal schauen. Eine Rede hab ich nicht dabei. Ich rede einfach frei drauf los“, sagt der neue Landesvater – das hat man beim Bayerischen Fernsehpreis selten erlebt.

Bester Schauspieler: Maximilian Brückner mit Laudatorin Christine Neubauer.

Ansonsten plätschert die Show ohne große Überraschungen dahin. Julia Jentsch gewinnt als beste Schauspielerin für ihre Rolle in der ARD-Serie „Das Verschwinden“. Der wunderbare Maximilian Brückner wird als bester Schauspieler geehrt. Und erinnert sich in seiner Dankesrede gerührt an seine Anfänge – exakt hier im Prinzregententheater hatte er vor über 20 Jahren beim Adventssingen mitgemacht. Und er betont, welch ein Privileg es sei, in Deutschland beim Filmemachen alle Freiheiten zu haben, ohne politische Einflussnahme und Zensur –„ich hoffe, so bleibt es.“

Mit dem Ehrenpreisträger: Merkur-Kulturredakteurinnen Stefanie Thyssen (li.) und Katja Kraft. 

In der Kategorie „Unterhaltung“ werden gleich zwei Preise vergeben, einmal an die RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ und an Thomas Hermanns für 25 Jahre „Quatsch Comedy Club“, der nach einer liebevollen Laudatio seines langjährigen Kollegen und Freundes Michael Mittermeier zu Tränen gerührt ist. Der Sonderpreis geht an die Sky-/ARD-Produktion „Babylon Berlin“ – inzwischen in über 100 Länder verkauft. Regisseur Tom Tykwer: „Ich freue mich über den Fernsehpreis – wobei wir ja eigentlich nicht Fernsehen, sondern zwölf Stunden Kino gemacht haben.“ Gäbe es einen 14. Blauen Panther – Barbara Schöneberger hätte ihn verdient, nicht nur weil sie laut eigener Auskunft mit S- und U-Bahn von ihrem Elternhaus in Gröbenzell angereist ist, sondern für eine spritzige, freche und immer charmante Moderation.

Die zuerst kommen, mahlen zuletzt: Standing Ovations kurz vor Schluss für Hape Kerkeling. Von Söder als der Mann geehrt, der „Wetten, dass...?“ noch hätte retten können. In einer großartigen Dankesrede, die komisch und politisch zugleich ist, zeigt er noch einmal seine Qualität. Ach, Hape, komm zurück!

Alle Preisträger im Überblick:

Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für den Komiker, Moderator, Buchautor und Filmemacher Hape Kerkeling, „einer der großen Humoristen der Gegenwart“.

Julia Jentsch als beste Schauspielerin für ihre Rolle in „Das Verschwinden“ (BR, ARD, NDR, SWR).

Maximilian Brückner als bester Schauspieler für seine Rolle in „Hindafing“ (BR).

Stefanie Albrecht als Autorin und Reporterin für „Faktenverdreher und Fake News – Undercover bei alternativen Medien“ (RTL) . 

Stephan Lamby als Journalist für seine politischen Dokumentationen „Nervöse Republik“, „Das Duell – Merkel gegen Schulz“ und „Bimbes – Die schwarzen Kassen des Helmut Kohl“ (alle ARD).

Claudia Garde als Regisseurin der Fernsehfilme „Eine gute Mutter“ (ARD) und „Das Nebelhaus“ (Sat.1).

Christian Schwochow als Regisseur der Serie „Bad Banks“ (ZDF).

Robert Löhr als Drehbuchautor der Serie „Das Institut“ (BR, NDR, WDR).

Thomas Hermanns als Moderator des Formats 25 Jahre „Quatsch Comedy Club“ (Sky).

Mark Land als Executive Producer der Spielshow „Ninja Warrior Germany (2)“ (RTL).

Daniel Hartung, Amai Haukamp und Anne Morgan als Autoren der Reportage „Mann oder Frau? – Leben im falschen Körper“ (Vox).

Sonderpreis für die Serie „Babylon Berlin“ (Sky, ARD).

Der Nachwuchsförderpreis geht an die Münchner Produktionsfirma Neuesuper von Simon Amberger, Korbinian Dufter und Rafael Parente.

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