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Ausgeredet: Wolfgang Heckl, Tilman Schöberl und Dieter Hanitzsch (v. li.)

Aus nach über 400 Sendungen

BR besetzt seinen „Stammtisch“ neu: Zwei Gründungsmitglieder müssen gehen

Elf Jahre haben sie Sonntag für Sonntag über Gott und die Welt diskutiert– nun läutet der BR für die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder des Sonntags-Stammtisch die letzte Runde ein.

München - Am übernächsten Sonntag, den 16. Dezember, sitzen Wolfgang Heckl (60), Chef des Deutschen Museums, und Karikaturist Dieter Hanitzsch (85) ab 11 Uhr zum letzten Mal in der Kulisse des Brunnerwirts aus der Serie Dahoam is Dahoam zusammen. Das bestätigte der BR am Mittwoch auf tz-Anfrage. Focus-Ex-Chef Helmut Markwort, der mittlerweile für die FDP im Landtag sitzt, hatte sich ja schon vorher aus der Runde verabschiedet.

An eine Einstellung des quotenstarken Formats ist nicht gedacht. Es werde „selbstverständlich weiterhin seinen Platz im Programm des BR-Fernsehens haben“. Auch am Konzept werde sich nichts ändern, künftig werde es nur eine „neue personelle Ausrichtung“ geben. Wer anstelle von Hanitzsch und Heckl am Stammtisch Platz nehmen wird und ob künftig eine Frau fest dabei sein wird, will der BR noch nicht verraten. Unklar ist auch, ob Tilman Schöberl, der für Markwort nachrückte, weitermachen darf. Fest steht, dass es am 13. Januar mit neuer Besetzung losgehen soll.

Hanitzsch kann die Gründe des Senders, die Stammtischrunde zu verjüngen, nachvollziehen. „Wir machen das seit 2007 Sonntag für Sonntag, das sind mehr als 400 Sendungen“, so der Mann mit der spitzen (Zeichen-)Feder zur tz. Allenfalls da­rüber, dass er und Heckl recht spät von der Entscheidung erfahren hätten, sei er verwundert. Er blicke dankbar auf die Jahre zurück, so Hanitzsch: „Ich habe auf diese Weise viele interessante Menschen kennengelernt.“

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rog

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Kommentare

Bernstein
(0)(0)

Erst hat Schöberl die Sendung Jetzt red i kaputt gemacht. Dort wird immer über den gleichen Schamott geredet und im Gegensatz zu früher nie über lokale Themen. Jetzt hat er auch diese Sendung zerredet. Die stammtischmäßige Gemütlichkeit war weg. Wird halt künftig wohl ein bayerischer Presseclub sein mit immer den gleichen Journalistengesichtern. Der Worst- Case wäre der Heribert von der Isarprawda

klaus-dieterw
(0)(0)

letzten Sonntag zeigte sich mal wieder der Unterschied zum "Original" - mit Herrn Markwort. Herr Schöberl unterbrach Herrn Hanitzsch sofort, als dieser den menschengemachten Klimawandel in Zweifel zog. Wenn andere Meinungen noch nicht mal am Stammtisch erlaubt sind, wo denn dann noch?
Etwas lasch fand ich dass Frau Well völlig unwidersprochen blieb, als sie behauptete der Migrationspakt hätte keine bindende Wirkung für Deutschland, aber er würde andere Länder dazu bringen ihre Anstrengungen (Verpflichtungen) zu verstärken. Wer findet den Fehler?

GraceAntwort
(1)(0)

Ja, bitte nicht der Schöberl :-(