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Maximilian Brückner (l.) und Gregor Weber (r.) bei Dreharbeiten

Aus für den Bayern an der Saar

Saarbrücken - Sie waren ein ungleiches Paar – Franz Kappl (Maximilian Brückner), den es aus Oberbayern tief in den Westen verschlagen hatte, und Stefan Deininger (Gregor Weber), ein waschechter Saarländer, der authentischen Dialekt sprach.

Nun ist, nach fünf Jahren und sieben Folgen, Schluss mit dem Duo vom Saarbrücker „Tatort“. Mit der Episode „Verschleppt“ am 22. Januar nächsten Jahres verabschiedet der Saarländische Rundfunk (SR) die beiden Schauspieler.

„Wir glauben, dass diese Geschichte auserzählt ist“, sagte SR-Sprecher Peter Meyer gestern über Kappl und Deininger, die erstmals im Jahr 2006 gemeinsam Mörder jagten. An den Quoten habe das nicht gelegen, die seien zuletzt „völlig okay“ und stabil gewesen, „das ist aber nicht der einzige Maßstab“.

Was die Saarbrücker Chefetage bewogen hat, die beiden Kommissare auszumustern, darüber rätseln auch die Darsteller. „Über das überraschende und unangekündigte Ende sind wir erstaunt und nehmen es mit Verwunderung zur Kenntnis“, so der gebürtige Münchner Brückner am Dienstag gegenüber der „tz“. Vor allem könne man die vermeintliche Begründung nicht nachvollziehen. Gerade die Gegensätze seien es gewesen, „die den Erfolg des Teams ausgemacht haben und die unserer Meinung nach noch lange nicht auserzählt sind“.

Ihren gemeinsamen Einstand hatten der 32-jährige Brückner und der elf Jahre ältere Weber (bekannt auch aus der Serie „Familie Heinz Becker“) vor fünf Jahren, am 15. Oktober 2006, mit dem Krimi „Aus der Traum“, der 6,76 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 18,2 Prozent) vor den Bildschirm lockte. Brückner spielte den Hauptkommissar Franz Kappl, der aus Traunstein nach Saarbrücken kommt und dort die Nachfolge von Max Palu (Jochen Senf) antritt. Auf den Chefposten hatte sich jedoch Stefan Deininger (Weber) Hoffnung gemacht, der schon seit 2001 als Palus Assistent dabei war. Der emotional angelegte Saarländer bildete den Gegenpart zu dem Kopfmenschen aus Bayern. Konflikte blieben da nicht aus.

Doch damit ist nun Schluss. Einen „Tatort“ des Saarländischen Rundfunks, der zweitkleinsten der insgesamt neun ARD-Anstalten, soll es aber weiterhin geben. Neue Konzepte dafür würden entwickelt, sagte Sendersprecher Meyer. Zu Einzelheiten wollte er zunächst keine Angaben machen. Wer die Nachfolge der geschassten Ermittler antritt und ob dies ein oder zwei Kriminaler sein werden, könne man derzeit noch nicht sagen. Es sei aber nicht zu erwarten, dass es diesbezüglich vor der Ausstrahlung der letzten, bereits abgedrehten Folge Neues geben werde.

Jasper Rothfels

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