BBC-One-Chef tritt wegen Queen-Bericht zurück

London - Nach der Panne wegen eines irreführenden Berichts über die Queen ist der Chef des Senders BBC One, Peter Fincham, zurückgetreten. Er übernehme für den Bericht die Verantwortung, sagte Fincham am Freitag in London. Es seien "auf verschiedenen Ebenen, von verschiedenen Leuten zu verschiedenen Zeitpunkten" Fehler gemacht worden.

Auf dem Video, das der Presse im Juli zur Vorankündigung einer Dokumentation gezeigt wurde, ist zu sehen, wie Königin Elizabeth II. wütend und vermeintlich vorzeitig eine Foto-Session mit der US-Promifotografin Annie Leibovitz verlässt. Wie sich später herausstellte, war der Trailer falsch zusammengeschnitten: Die Queen war nicht "verärgert" - wie Fincham behauptet hatte - aus dem Saal gestürmt, sondern in ihn hineingegangen.

Fincham betonte, die BBC habe "in gutem Glauben" gehandelt. Er räumte ein, nach zweieinhalb Jahren verlasse er den Posten früher als gewollt. Auf der Basis des Videos hatten im Juli zahlreiche Medien berichtet, die Königin habe die Foto-Session mit der Amerikanerin vor Wut darüber abgebrochen, dass diese sie gebeten habe, ihre Krone abzunehmen. Die öffentliche britische Rundfunkanstalt musste sich nach der peinlichen Panne bei der Monarchin entschuldigen, und es hagelte von allen Seiten Kritik.

Ein anschließender interner Untersuchungsbericht nannte Fehlentscheidungen, schlechte Arbeitsroutine und "ein unwirksames System" als Gründe. Das Video wurde von der Produktionsfirma RDF Media produziert. Deren Kreative-Chef Stephen Lambert war ebenfalls zurückgetreten.

Damals hatten die BBC und RDF erklärt, das Material sei versehentlich gezeigt worden und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Die BBC habe nicht gewusst, dass der Clip nicht in der richtigen Reihenfolge bearbeitet wurde.

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