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Gefräßiges Geburtstagskind: Stareisbär Knut feiert im Berliner Zoo seinen dritten Geburtstag. Außerdem hat er eine neue Freundin. Die Eisbärin Gianna aus München und Knut haben sich zusammengerauft. 

Berliner (Eis-)bär Knut im Kino ein Flop

Berlin - Armer Knut: Als Kinoheld wollte ihn kaum jemand sehen. Der Film über das Leben des berühmten Eisbär aus Berlin soll jetzt von der ARD ausgestrahlt werden.

Nur 100 000 Zuschauer wollten Knut im Kino sehen. Da muss Bär ja schlechte Laune bekommen. Vor allem wenn man so erfolgsverwöhnt ist wie Knut.

Im Kino landete Publikumsliebling Knut mit nur 100 000 Besuchern den einzigen Flop seiner Karriere als Zoo-Star. Jetzt soll der inzwischen drei Jahre alte Berliner Eisbär im Fernsehen richtig Quote machen. Die ARD strahlt den 90-Minuten-Film “Knut und seine Freunde“ erstmals am Heiligen Abend (12.05 Uhr) im Ersten Programm aus. Im “Heim-Kino“ war Knut von Anfang an ein Renner: Schon die ersten Bilder des 810 Gramm leichten Winzlings aus seiner Kinderkiste, später beim Schmusen mit seinem Ziehvater Thomas Dörflein und bei seiner tapsigen Welt-Premiere als kleiner weißer Plüschknuddel am 23. März 2007 auf dem Bärenfelsen mit dem damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sahen Millionen mit Begeisterung.

Auf allen Ebenen garantierte der von seiner Mutter Tosca verstoßene und von Tierpfleger Dörflein im letzten Moment vor dem Erfrierungstod gerettete Eisbär Aufmerksamkeit und hohe Gewinne. Bis heute haben ihn etwa neun Millionen Menschen im Zoologischen Garten Berlin besucht. Mit Eintrittsgeld und einem schwunghaften Souvenirhandel sowie mit Medien-Rechten spülte der “Milliobär“ dem Zoo in Berlin mehr als sechs Millionen Euro Gewinn in die Kassen. Die Post brachte fünf Millionen Knut-Porträts als Briefmarke auf den Markt. “Wir waren in der damaligen Euphorie schon ziemlich hart getroffen, als es im Kino nicht so gut lief“, sagte ein Sprecher des Verleihs (farbfilm) der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Ein Bild erweicht die Herzen: Knut mit seinem Ziehvater Dörflein. Der Tierpfleger verstarb überraschend im September 2008 an Herzversagen.

Ein Grund sei wohl im Frühjahr 2008 eine “gewisse Übersättigung“ gewesen. Außerdem waren parallel zwei DVD mit Knut und seinen Streichen erfolgreich über die Ladentische gegangen. Dabei hat der Streifen “Knut und seine Freunde“ alle Beigaben für den üblichen Knut-Erfolg. Berührend, wie der kleine Kerl zum ersten Mal an die frische Luft darf und sich tastend und schnuppernd Zentimeter um Zentimeter ins Leben hinauswagt. Bewegend, wie Dörflein dem schnell erschöpften Mini-Bär mitten im lauten Trubel und Kindergeschrei bei der “Knut-Show“ auf dem Bärenfelsen ein leises Schlaflied singt.

Dörflein, der tragischerweise im September 2008 an Herzversagen starb, sah sich den Film zur Premiere im März 2008 selbst mehrmals an und fand ihn “ganz großartig“. So sei es gewesen, die Sache mit Knut und ihm. Auch das Schicksal der Freunde Knuts, über das Regisseur Michael Johnson im Kino-Film den Wind als Erzähler berichten lässt, geht arg ans Gemüt der Zuschauer. Masha und Pasha, ebenfalls von der Mutter verlassen, müssen sich in den kalten und kargen Weiten weißrussischer Wälder durchschlagen.

Flirten auf "bärisch" der Berliner und die Münchnerin: Knut und Gianna treffen aufeinander. In Berlin wollen Knut-Fans eine Iniative gründen, damit Gianna 2010 nicht nach München zurück muss.

 Und wie die Eisbärkinder Lasse, Linn und Kunik, die im Schlepptau ihrer fürsorglichen Mutter Maidu in der arktischen Eiswüste den Lebenskampf bestehen, müssen sie lernen, dass sie nur gemeinsam überleben können. Nur der kleine Kunik schafft es nicht. Die Gnadenlosigkeit der Natur dokumentiert der Spielfilm aber nicht bis zum Letzten. Wenn der Wolf angreift und die Zwillinge Masha und Pasha töten will, wird er gemeinsam mit wilden Drohgebärden verjagt. Und eine Robbenmutter zieht ihr Kleines in letzter Sekunde am Eisloch vor den zuschnappenden hungrigen Bären zurück in die rettende Tiefe. Übrigens: Der laut Berlins Zoo-Chef Bernhard Blaszkiewitz “gute Fresser“ Knut bevorzugt statt lebender Nahrung am allerliebsten fettige Croissants.

dpa

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