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Fesche Kostüme und allerlei Geblödel: Sonja Zietlow und Dirk Bach haben eine erfolgreiche Show hinter sich.

Ein bisschen Frieden für die Urwaldtiere

An diesem Samstag steigt das Finale bei der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“

Echte Superstars gegen Superstar-Anwärter und Möchtegern-Stars: So heißt das Programm für diesen Samstagabend, an dem vor allem zwei Shows um Zuschauer konkurrieren. Im ZDF läuft um 20.15 Uhr Thomas Gottschalks „Wetten, dass...?“ mit Prominenten wie Tom Cruise und Peter Maffay (siehe Ankündigung), RTL zeigt die zweite Folge von „Deutschland sucht den Superstar“ – und um 21.30 Uhr das Finale der Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“

Von Sonntag an können Insekten, Reptilien und Kleinsäuger im australischen Busch wieder aufatmen. Die schreienden, weinenden, lachenden und schnarchenden Menschen, die RTL für zwei Wochen vor ihrer Nase einquartiert hatte, werden dann abgereist sein. Und aus den letzten drei Kandidaten werden die Zuschauer ihren „Dschungelkönig“, den vierten nach Costa Cordalis, Désirée Nick und Ross Antony, gewählt haben, der Fan-Krone und Holzzepter von seinem Vorgänger übernimmt.

RTL verbucht die Dschungelshow als Erfolg. Diese Staffel ist nach Quoten die beste nach der ersten Staffel 2004. 5,49 Millionen Zuschauer im Durchschnitt verfolgten pro Ausgabe das Treiben. Für RTL wichtig: Der Marktanteil unter den für die Werbung maßgeblichen Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren fiel mit 33,5 Prozent doppelt so hoch wie im Senderschnitt aus. „Diese Multi-Generationen-Großfamilie unterm Palmendach mit ihren alltäglichen Reibereien hat die Zuschauer begeistert“, resümiert RTL-Redaktionsleiter Holger Andersen.

Für Branchenkenner ist die Publikumsresonanz erstaunlich, weil die Ereignislosigkeit an der Gold Coast fast so groß war wie bei der aktuellen „Big Brother“-Staffel auf RTL II. Trotzdem schaffte es etwa Giulia Siegel, 34-jährige Tochter des Musikproduzenten Ralph Siegel, die Zuschauer zu bewegen. Als sie bei der Dschungelprüfung „Stillgestanden“ mit Getier überschüttet wurde, weinte sie die Nationalhymne und den Grand-Prix-Erfolg ihres Vaters, „Ein bisschen Frieden“, während Kakerlaken an ihren Lippen hingen. Am Donnerstag musste die Münchnerin wegen Rückenbeschwerden vorzeitig ausscheiden.

Doch auch die Comedy-Dialoge von Sonja Zietlow und Dirk Bach trugen wieder zum Erfolg bei und glichen die Profillosigkeit einiger Kandidaten aus. „Wir freuen uns, dass selbst Skeptiker erkannt haben, dass ,Ich bin ein Star‘ einfach ein liebevoll gemachtes Comedy-Format für die ganze Familie ist“, sagt Andersen. Eine Fortsetzung scheint gewiss, auch wenn er noch bremst: „Die Entscheidung machen wir auch in diesem Jahr davon abhängig, ob sich wieder ein interessanter Mix an Kandidaten findet, die sich dem Dschungel-Abenteuer stellen.“

Carsten Rave/mm

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