Angespanntes Verhältnis: Anneliese (Hannelore Elsner, li.) quartiert sich bei ihrer Tochter (Anneke Kim Sarnau) ein. BR

Hannelore Elsner & Anneke Kim Sarnau

BR-Film über Pflege im Alter: „Viele junge Leute sind heute spießig“

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Mit Hannelore Elsner und Anneke Kim Sarnau dreht der BR einen Film über die Konflikte, die entstehen, wenn die Mutter pflegebedürftig wird.

Es sind Fragen, die früher oder später viele betreffen: Wie gehe ich mit Eltern um, die alt werden? Pflegt man sie selbst, wenn sie Hilfe brauchen? Lehnt man es ab? „Das sind ganz wichtige Themen“, sagt Birgit Metz, die als Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk (BR) arbeitet und verantwortlich ist für einen Film, der – genau zu diesen Themen – gerade in München gedreht wird. „Thailand sehen und sterben“ (Arbeitstitel) wird dabei nicht als schweres Drama inszeniert, sondern „als Komödie aus der Mitte der Gesellschaft“, wie Metz sagt.

Zwei großartige Schauspielerinnen haben die Hauptrollen übernommen. Hannelore Elsner spielt eine 72-jährige ehemalige Opernsängerin, die pflegebedürftig wird und plötzlich vor der Tür ihrer Tochter (Anneke Kim Sarnau) steht. Die beiden hatten zeitlebens ein schwieriges Verhältnis, und Konflikte sind auch jetzt, in der neuen Situation, vorprogrammiert – nicht nur, weil Anneliese (Elsner) Susanne (Sarnau) und ihre Familie mit ihren Allüren zur Weißglut treibt.

„Meine Figur stellt fest, dass die Familie viel spießiger ist als sie“, sagt Hannelore Elsner im Gespräch mit unserer Zeitung. Für die 73-Jährige ist das mit Blick auf die Gesellschaft gar nicht ungewöhnlich. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir bewegen uns in einem Rückwärtsgang: Viele junge Leute sind heute spießig, im Sinne von kontrollierend und einengend, einfach nicht locker.“ Sie selbst sei als junge Frau „sicher nicht spießig“ gewesen. „Und ich bin es heute auch nicht“, so Elsner. Umso dankbarer ist sie, dass der Film das Thema eher komödiantisch aufgreift. „Zur Komödie gehört das Drama, finde ich, oder das Melodram.“ Dazu gehöre wiederum, dass man wahrhaftig ist. „Die Dinge können noch so skurril oder verrückt sein, sie müssen stimmen. Das finde ich das Wichtige.“ Ausgestrahlt werden soll der Film Anfang 2017 im Ersten.

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