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Brezen, Bier und Bollinger: Monika Gruber und Werner Schmidbauer ließen sich die Gipfelbrotzeit schmecken.

Champagner auf dem Wetterkreuz

Beim „Gipfeltreffen“ entlockte Werner Schmidbauer seiner Begleiterin Monika Gruber ganz Privates

Am Ende hat man doch mehr von sich verraten als man wollte. Das musste schon Musiker Hans-Jürgen Buchner staunend feststellen, aber auch Schauspielerin Katerina Jacob („Der Bulle von Tölz“), ihre Kollegen Elmar Wepper und Miroslav Nemec oder der als sehr verschlossen geltende Kabarettist Günter Grünwald. Wer mit Werner Schmidbauer auf einen der nicht allzu hohen Alpengipfel Bayerns oder Tirols steigt, öffnet nach dem obersten Hemdknopf auch bald sein Herz. Warum sollte es Kabarettistin und Schauspielerin Monika Gruber da anders gehen?

Und tatsächlich kam die 38-Jährige in der neuesten Ausgabe der Reihe „Gipfeltreffen“ (zu sehen an diesem Samstag um 18 Uhr im Bayerischen Fernsehen ) ziemlich schnell ins Plaudern über ihre Kindheit und Jugend auf dem Bauernhof im kleinen Dorf Tittenkofen im Landkreis Erding. Sie sei eine schüchterne Spätentwicklerin gewesen, habe ein „Mauerblümchendasein“ geführt und lange keinen Freund gehabt, verriet sie. Bis sie sich für die Nacht zu ihrem 21. Geburtstag vorgenommen habe, eine Frau zu werden und das dann auch so durchzog.

An einem strahlenden Frühsommermorgen machten sich Schmidbauer und Gruber auf den Weg zum Gipfel des 1284 Meter hohen Wetterkreuzes bei Kössen. Und es zeigte sich, dass die Spötterin, die mit ihren Programmen – das jüngste heißt „Zu wahr um schön zu sein“ – längst die größten Hallen füllt, nicht lange um den heißen Brei herumredet. Vor allem, wenn ihr charismatischer Begleiter die richtigen Fragen stellt. Es ging um die großen Themen wie Jugend und Schönheit, das Alter, den Glauben, den Sinn des Lebens.

Die Frau, die auf der Bühne auch richtig derb werden kann, ist privat eher „altmodisch“, schätzt bei Männern gute Manieren. Inszeniert sich selbst aber nicht als Prinzessin auf der Erbse. Zur Gipfelbrotzeit brachte sie Bier aus einer regionalen Brauerei mit und überraschte mit einem selbst gebackenen Marmorkuchen. Aber auch der Gastgeber hatte sich schlau gemacht über den Geschmack seiner charmanten Begleiterin. Und so gab’s auf 1200 Metern Höhe Champagner in echten Gläsern. Wenn da nicht endgültig die stets präsente Kamera in Vergessenheit geriet.

Von Rudolf Ogiermann

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