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Als „wahrhafte Diva“ lobte Bayerns Medienminister Siegfried Schneider die Schauspielerin Christiane Hörbiger, die am 15. Mai im Münchner Prinzregententheater den Ehren-Panther für ihr Lebenswerk erhält.

Charme und Schauspielkunst

München - Christiane Hörbiger erhält in diesem Jahr als erste Österreicherin den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten

Als er im Gartensaal des Münchner Prinzregententheaters zur Bekanntgabe der Ehrenpreisträgerin schritt, geriet Medienminister Siegfried Schneider ins Schwärmen. „Sie ist eine wahrhafte Diva des deutschsprachigen Fernsehens, die auf einzigartige Weise wienerischen Charme, europäische Grandezza und hohe Schauspielkunst miteinander verbindet“, begründete Schneider gestern die Entscheidung der Jury, den Preis an die 70-Jährige zu vergeben. Und Jury-Chef Claus Beling urteilte: „Sie ist eine wunderbare Frau“. Zum ersten Mal geht der undotierte Ehrenpreis des Ministerpräsidenten damit an eine österreichische Darstellerin. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury von Hörbigers jüngsten Leistungen in der Dürrenmatt-Verfilmung „Der Besuch der alten Dame“ (ARD) und in der fünfteiligen ZDF-Reihe „Zwei Ärzte sind einer zuviel“. Gewürdigt wird darüber hinaus das Lebenswerk der gebürtigen Wienerin.

Den mit 10 000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis erhält in diesem Jahr die Regisseurin und Drehbuchautorin Julia von Heinz. Damit geht die Ehrung zum ersten Mal an eine Künstlerin hinter der Kamera. „Das Preisgeld erlaubt mir neue Filme zu machen“, sagte die 32-Jährige überglücklich. Mit ihrem ersten Dokumentarfilm „Standesgemäß“ (ARD/BR), einem Porträt dreier adeliger Singlefrauen zwischen den Erwartungen der Eltern und den eigenen Vorstellungen vom Leben, überzeugte von Heinz die Jury.

Bei der von ZDF und 3sat veranstalteten Gala am 15. Mai im „Prinze“ (live auf 3sat ab 19 Uhr) wird – erstmals – der neue bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die begehrten „blauen Panther“ überreichen. Als Moderatoren werden mit Steffen Seibert („heute journal“, ZDF) und Markus Kavka (MTV, Viva) „zwei waschechte Bayern“ durch den Abend führen, wie 3 sat-Koordinator Daniel Fiedler betonte. In der Kategorie „Fernsehfilme“ können sich an diesem Abend die Schauspielerinnen Gisela Schneeberger („Mit einem Schlag“, ARD/BR), Anja Kling („Wir sind das Volk“, Sat.1) und Iris Berben („Die Krupps“, ZDF) sowie die Schauspieler Peter Simonischek („Mit einem Schlag“), Benjamin Sadler („Die Krupps“) und Ken Duken („Willkommen zuhause“, ARD/SWR) berechtigte Hoffnungen auf die kleine weiße Porzellanfigur machen.

Die Nominierten in der Kategorie „Serien und Reihen“ sind Diana Amft („Doctor’s Diary“, RTL), Jule Ronstedt („Franzi“, BR) und Ulrike Folkerts („Tatort“, ARD/SWR) sowie Bjarne Mädel („Der kleine Mann“, Pro Sieben), Manfred Zapatka („KDD – Kriminaldauerdienst“, ZDF) und Richy Müller („Tatort“, ARD/SWR).

Damit liegen die öffentlich-rechtlichen Anstalten dieses Jahr im Bereich der schauspielerischen Leistungen klar vor den Privatsendern und stellen mit Gisela Schneeberger, Peter Simonischek und Jule Ronstedt drei Nominierte aus BR-Produktionen. Der im September ausgestrahlte Fernsehfilm „Mit einem Schlag“ (Regie: Vivian Naefe) erzählt die Geschichte eines Ehepaares, dessen Leben durch den Schlaganfall des Mannes eine drastische Wendung nimmt. Die siebenteilige Serie „Franzi“ von Matthias Kiefersauer handelt humorvoll von einer karriereorientierten Frau und ihren privaten Pleiten.

Der seit 1989 verliehene Bayerische Fernsehpreis gilt als einer der bedeutendsten deutschen Medienauszeichnungen und umfasst neben den Bereichen „Fernsehfilme“ sowie „Serien und Reihen“ auch die Kategorien „Informationssendungen“, „Unterhaltungsprogramme“ sowie „Kultur- und Bildungsangebote“. Wer hier nominiert ist, wurde gestern nicht verraten. Aus über 250 Einreichungen wählte die Jury dieses Jahr 16 Preisträger aus. Wer schließlich jubeln darf, wird erst am Abend der Gala bekannt gegeben.

„Der Bayerische Fernsehpreis soll Ansporn für Niveau und Qualität im deutschen Fernsehen sein“, sagte Staatskanzleichef Schneider über die mit insgesamt 160 000 Euro Preisgeld dotierte Auszeichnung.

Barnabas Szöcs

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