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Dank erfahrener Kollegen wie Saskia Vester (li.) und Wolfgang Fierek an ihrer Seite traute sich Christine Eixenberger zu, bei ihrem ersten Schauspiel-Einsatz gleich die Hauptrolle zu übernehmen.

Besuch am Set   

Christine Eixenberger: Plötzlich Hauptdarstellerin

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München - Manchmal läuft es anders, als man denkt: „Habe die Ehre“-Moderatorin Christine Eixenberger erhält unverhofft in neuer ZDF-Herzkino-Reihe die Titelrolle.

„Ich wollte einfach mal schauen, was passiert“, sagt Christine Eixenberger und lacht. Also ging die Kabarettistin und Moderatorin („Habe die Ehre“) Anfang des Jahres zu einem Casting. Gesucht wurde eine Schauspielerin für eine Nebenrolle in einer ZDF-Produktion. „Ich hatte Lust, etwas Neues auszuprobieren“, erinnert sie sich. Zu verlieren hatte sie nichts – ganz im Gegenteil: Einige Wochen und Vorspielrunden später hatte Eixenberger nicht nur das ZDF und die Produktionsfirma Wiedemann & Berg überzeugt, sondern gleich die Hauptrolle (!) für die neue Herzkino-Reihe mit dem Arbeitstitel „Freiwillig Feuerwehrfrau“ in der Tasche. Seit Anfang Juli steht die 30-Jährige nun am Staffelsee vor der Kamera. Klar, dass sie sich ab und zu selbst zwicken muss, wenn sie über diese Geschichte nachdenkt.

„Christine Eixenberger ist zum Casting gekommen und hat uns von Anfang an fasziniert“, erzählt der zuständige ZDF-Redakteur Sebastian Hünerfeld. „Sie geht mit der Natürlichkeit und der Authentizität an die Rolle heran, wie wir es uns wünschen.“ Außerdem sei die gebürtige Schlierseerin ein unverbrauchtes Gesicht. „Es ist eine Freude, ihr beim Spielen zuzuschauen“, so Hünerfeld. „Wir haben eine Darstellerin gefunden, die das Herz aufmacht.“ Natürlich sei die Besetzung einer (zumindest deutschlandweit) eher unbekannten Darstellerin „ein gewisses Wagnis“, gibt Hünerfeld zu. Aber eben eines, bei dem die Chancen, dass es funktioniere, so viel größer seien als das Risiko. Außerdem habe man ihr mit Wolfgang Fierek und Saskia Vester, die ihre Eltern spielen, erfahrene und bekannte Kollegen an die Seite gestellt. „Das funktioniert aus unserer Sicht alles sehr gut“, so Hünerfeld.

Im Zentrum der Geschichten steht Marie (Eixenberger), die als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wildegg (ein fiktiver Ort in Bayern) alles unternimmt, um ihren Mitmenschen zu helfen. „Sie hat schon so ein kleines Mutter-Theresa-Syndrom“, sagt Eixenberger und lacht. Dabei habe es Marie selbst auch nicht immer leicht. Sie ist mit Stefan (Stefan Murr) liiert, beide bringen je ein Kind aus früheren Beziehungen mit, leben das Leben einer modernen Patchwork-Familie und wollen demnächst heiraten. Als ausgerechnet am Polterabend die Scheune, in der gefeiert wird, in Flammen aufgeht und beide Söhne in große Gefahr geraten, wird alles auf den Kopf gestellt, was bisher das Leben der beiden in Wildegg ausgemacht hat.

„Die Marie ist eine starke Persönlichkeit, eine Macherin“, sagt Eixenberger. „Ich kann mich in vielen Punkten sehr gut mit ihr identifizieren, weil ich mein Leben auch gern selbst in die Hand nehme.“ Die Dreharbeiten laufen zudem wunderbar rund. „Am ersten Tag war ich natürlich total nervös“, erinnert sich die Bayerin. „Ich habe ja nicht einmal gewusst, wie man eine Dispo liest – diesen Ablaufplan, in dem steht, wer wann dran ist und wer wen wann wo abholt.“ Inzwischen habe sich aber alles eingespielt. „Ich bin meinen renommierten Kollegen total dankbar, weil sie mich von Anfang an an die Hand genommen haben. Ich fühle mich brutal gut aufgehoben hier, deswegen ist das Arbeiten so entspannt“, sagt Eixenberger, die zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten gemacht, ein Lehramtsstudium absolviert und sich dann doch für die Kabarettbühne entschieden hat.

„Für mich bedeutet diese erste große Filmrolle eine Weiterentwicklung“, sagt sie. „Ich habe das nicht geplant, ich habe nicht erwartet, dass es gleich so eine große Nummer wird. Aber ich brauche die Abwechslung, und deswegen freue ich mich so sehr über diese Chance.“ Die Dreharbeiten für „Freiwillig Feuerwehrfrau“ dauern noch bis Ende dieser Woche, einen Sendetermin gibt es noch nicht. Fest steht aber: Die Erwartungen sind durchaus hoch. Immerhin geht es um den wichtigen Sonntagabend im ZDF. Und wenn es trotz der vielen guten Vorzeichen doch nicht funktioniert? Daran wird erst gar kein Gedanke verschwendet. „Die Herzkino-Reihe und die Arbeit als Schauspielerin sind mir schon eine Herzensangelegenheit“, sagt Christine Eixenberger. „Da wäre es schön, wenn es auch den Zuschauern gefällt.“

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