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Trio infernal: Christine Neubauer, Neuzugang Christine Eixenberger und Sarah Camp (v. li.) spielen die Hauptrollen in sechs Folgen der Serie „München Grill“. Ganz links Autor und Regisseur Franz Xaver Bogner. 

Vor Jurastudium auf den Grill

Christine Eixenberger im Interview: „Wir konnten uns einfach gegenseitig hochpeitschen“

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Eigentlich wollte Christine Eixenberger nur dem „unsäglichen Jurastudium in Passau“ entfliehen und landete 2010 glücklicherweise auf der Kabarettbühne.

München - Ab diesem Freitag (20.15 Uhr) ist die 31-jährige Miesbacherin in der BR-Serie „München Grill“ zu sehen. Mit ihr wagt Regisseur Franz Xaver Bogner die Fortsetzung von Moni’s Grill, wie die Reihe 2016 noch hieß. Eixenberger, die in der ZDF-Reihe „Marie fängt Feuer“ ihr Schauspieldebüt gab, soll frischen Wind ins Wirtshaus bringen.

Sie treten die Nachfolge von Monika Gruber bei „München Grill“ an – ein schweres Erbe?

Christine Eixenberger: Das hab ich den Franz Xaver Bogner bei unserem ersten Kaffeetrinken auch gefragt. Zieht das Publikum bei blond, bayerisch und Kabarettistin nicht sofort den Vergleich mit Monika Gruber? Ist das nicht komisch? Aber der Franz meinte nur: „Das muss uns wurscht sein können.“ (Lacht.) Und ehrlich gesagt: Recht hat er! Schließlich trete ich in der Serie ja auch nicht als Kabarettistin, sondern als Wirtin Fanny auf.

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Die erste Episode heißt „Alles neu“ – wie hat sich das Format verändert?

Eixenberger: Es gibt nicht mehr diese Kombination aus fiktionalem Teil und Interviewszenen, die nicht gescriptet waren. Im Grunde ist „München Grill“ jetzt eine klassische Serie mit dem Unterschied, dass wir Gäste haben, die unter ihrem echten Namen auftreten, sich selbst spielen und zum Teil ihre Dialoge auch selbst schreiben. Da gab es durchaus Raum für Improvisation.

Wie viel von der Persönlichkeit Ihrer prominenten Gäste wird dadurch sichtbar?

Eixenberger: Es hat jeder für sich entschieden wie viel er preisgeben und wie er sein Ich für die Rolle interpretieren möchte. Ich finde, dass beispielsweise bei Marianne Sägebrecht schon viel eigene Persönlichkeit durchschimmert – gerade was ihre offene und herzliche Art angeht. Aber am Ende ist es eben doch eine Rolle. Dieses Spannungsfeld finde ich sehr reizvoll. Denn gerade als Zuschauer überlegt man bestimmt: „Hm – ist der oder die jetzt wirklich so oder ist das gespielt?“ (Grinst.)

Zum Auftakt stattet Ihnen Kabarettist Christian Springer einen Besuch im Wirtshaus ab. Kannten Sie sich schon vorher?

Eixenberger: Ja, und es hat voll Spaß gemacht, ihn am Set wiederzusehen. Wir konnten uns einfach gegenseitig hochpeitschen. Wenn man einander als Kollegen schätzt und mag, ist das eine tolle Grundlage für einen guten Schlagabtausch.

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In ihren Wortgefechten frotzeln sie beide über Stadt- und Landmenschen. Welcher Kategorie gehören Sie an?

Eixenberger: 

Ich bin ein überzeugter Landmensch. Durchs Kabarett bin ich viel unterwegs, und da fühlt sich das Heimkommen wie Urlaub an. Außerdem habe ich meine Familie und Freunde in der Nähe von Miesbach. Die Verbundenheit mit der Heimat ist einfach groß.

Haben Sie nie überlegt, in die Stadt zu ziehen?

Eixenberger: Doch, schon. Gerade wenn’s um Dreharbeiten geht, würde mir das einige Wege ersparen. Aber allein die Vorstellung, sich in München eine Wohnung suchen zu müssen, ist so ein Graus. Und ich will auch diese irren Mietpreise nicht unterstützen.

Stadt- oder Landmensch – gibt’s da denn so große Unterschiede?

Eixenberger: 

Es gibt schon auf beiden Seiten Vertreter, die diese Klischees erfüllen. Und ich kenne tatsächlich Leute, die meinen Miesbach, wenn sie sagen „Ich fahr heute in die Stadt“ – und nicht München. Aber ich bin auch auf dem Land aufgewachsen und bin deshalb nicht weltfremd oder schlurfe mit Clogs und Melkschemel durch die Gegend. (Lacht.)

Das Gespräch führte Astrid Kistner

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