"Der Humor geht nicht verloren"

München - Sie selbst nennt sich schon immer Jenny Berlin, und am Anfang trug auch ihre Krimireihe ihren Namen. Dann aber, zwei Jahre nach dem Start, erkannte das ZDF, dass der wohlklingende Name Jenny Berlin nicht zu einer in Hamburg ermittelnden Kommissarin passt. Also wurde die Reihe im Jahr 2002 in "Einsatz in Hamburg" umbenannt.

Zum zehnten Mal ermittelt Aglaia Szyszkowitz als Jenny Berlin in der Reihe "Einsatz in Hamburg" (ZDF)

Viele Episoden sind in den vergangenen acht Jahren nicht entstanden, dennoch steht jetzt ein kleines Jubiläum an, denn an diesem Samstag (20.15 Uhr) ermittelt Jenny, gespielt von Aglaia Szyszkowitz (40), zum zehnten Mal. "Ein sauberer Mord" lautet der Titel der Episode.

Produzentin Jutta Lieck-Klenke bestätigt, dass der Name anfänglich für Verwirrung gesorgt habe. "Alle dachten, dass die Reihe auch in Berlin spielen würde", sagt sie: "Ich hatte erwartet, dass die Leute sagen: ,Oh, wie schön. Berlin aus Hamburg! Aber das Gegenteil trat ein, sanfter Spott über die unglückliche Kombination war hausintern die Folge.

Von derlei Formalia lässt sich Hauptdarstellerin Szyszkowitz, die Ärztin werden wollte, bevor sie sich doch für die Schauspielerei entschied, nicht irritieren. Jenny Berlin und ihre Kollegen hätten sich von einem charmanten Anfänger- zu einem souveränen Profiteam gemausert: "Dabei wird immer darauf geachtet, dass die Fälle glaubhaft erzählt werden und dass der Humor nicht verloren geht."

Im neuesten Fall geht es um Werner Blank, Chef einer Putzkolonne, der tot aufgefunden wird. Vermutlich wurde der Unternehmer aus einem Fenster seines Büros gestoßen. Eine seiner Angestellten, die 36-jährige Gabi Hoffmann (Nicola Thomas), Mutter von zwei kleinen Kindern, war in der Mordnacht im Büro des Chefs. Und ausgerechnet am folgenden Morgen will sie Hamburg fluchtartig mit ihrem Mann (Harald Schrott) und den Kindern in Richtung Miami verlassen. Gabi Hoffmann wird festgenommen, doch trotz scheinbar erdrückender Beweise hält Jenny Berlin die Frau für unschuldig. Sie konzentriert sich lieber auf Blanks Witwe (Rosel Zech) und seinen Sohn Olli (Fabian Hinrichs), die eine undurchsichtige Rolle spielen.

Mit der Reihe, die kurz vor ihrem Namenswechsel beim ZDF schon auf der Kippe stand, soll es nun regelmäßig mit ein oder zwei Fällen pro Jahr weitergehen. Die nächste Geschichte (Arbeitstitel: "Die dritte Halbzeit") ist bereits in Arbeit. Die Hauptdarstellerin, die früher selbst in Hamburg wohnte, lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen nun in München.

Das liegt näher an ihrer österreichischen Heimat. Szyszkowitz stammt aus Graz. Auch ihre jüngere Schwester Roswitha (36) hat sich bereits einen Namen als Schauspielerin gemacht, unter anderem als Assistentin Harald Krassnitzers in österreichischen "Tatort"-Krimis.

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