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Kiefer Sutherland spielt die Hauptrolle bei „Designated Survivor“.

Polit-Netflix-Serie

„Designated Survivor“: Wie ein Mann ungewollt zum US-Präsidenten wird

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München - Am 29. März jubeln die „Designated Survivor“-Fans. Dann kommt auch in Deutschland die nächste Folge des Polit-Thrillers auf Netflix. Eine Serien-Kritik. Vorsicht: Spoiler-Alarm.

Große Vorfreude bei allen „Designated Survivor“-Fans in Deutschland: Nach fast drei Monaten Warten gibt es auch bei uns am Mittwoch den 29. März die elfte Folge der ersten Staffel zu sehen. Und was war das bitte für ein fieser Cliffhänger am Ende von Folge 10?

Doch kurze Rückblende: „Designated Survivor“ startet mit einem Horror-Szenario. Am Abend der jährlichen Rede zur Lage der Nation vor dem US-Kongress im Kapitol explodieren mehrere Sprengsätze und töten vermeintlich alle Mitglieder der US-Regierung, des Obersten Gerichtshofs und alle Abgeordneten.

Nur einer überlebt, der Wohnungsbauminister Thomas Kirkman, gespielt von Kiefer Sutherland, bekannt aus der Krimi-Serie „24“. Er ist der „designierte Überlebende“, der plötzlich Präsident wird. Nach der Explosion wird Kirkman vom Secret Service ins Weiße Haus gebracht, wo er noch im Jogginganzug vereidigt wird.

Netflix-Serie: Was ist ein „Designated Survivor“?

Warum ausgerechnet Kirkman? Die Macher von „Designated Survivor“, einer von ABC in Auftrag gegebenen Produktion, haben in der amerikanischen Verfassung geforscht und eine Regelung gefunden, durch die man von einen auf den anderen Moment zum Oberhaupt der Vereinigten Staaten werden kann. Vor der Rede wurde Kirkman dazu bestimmt, an einem geheimen Ort weit weg von der Versammlung zu sein. Er soll überleben, er soll dafür sorgen, dass die USA bei einer solchen Katastrophe nicht führerlos ist. 

Und Kirkman, das zeigt schon die erste Folge, ist alles andere als der geborene Führer. Sein Credo lautet Ehrlichkeit - und das ist im Weißen Haus keine gewinnbringende Eigenschaft, wie wir seit Frank Underwood und „House of Cards“ wissen.

„Designated Survivor“: Welche Rolle spielt MacLeish?

Der sonst so softe und tolerante Kirkman lernt schnell, dass es im Polit-Betrieb auf Härte und Durchsetzungswille ankommt. Denn er muss sich gegen interne und externe Putschversuche, wie vom Gouverneur aus Michigan, behaupten und um seine Legitimation kämpfen. Parallel läuft als zweiter Handlungsstrang die Ermittlungen des FBI, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Die große Frage: Was hat der Abgeordnete MacLeish mit all dem zu tun? Zwei Ermittler stoßen auf Ungereimtheiten und entdecken, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

So kommt es, dass gegen Ende der zehnten Folge die FBI-Agentin Hannah Wells, gespielt von Maggi Q, ein Attentat auf Präsident Kirkman verhindern will. Ob es ihr gelingt, erfahren die Zuschauer aber erst am nächsten Mittwoch.

Unser Fazit: Die Serie thematisiert viele tagesaktuelle Probleme wie Terrorismus, Abschiebungen, Ausländerhass und natürlich die gespaltene Seele Amerikas. Die beiden Pole: Sicherheit gegen Freiheit. Die Regisseure schaffen es die verschiedenen Handlungsstränge spannend miteinander zu verknüpfen und Kiefer Sutherland transportiert seinen ehrlichen, unambitionierten Politiker, der sich im Haifischbecken Washington durchkämpfen muss. Leider zieht sich der überbordende amerikanische Pathos durch die gesamte Serie hindurch.

Wie es weiter geht: Weitere Folgen sind wöchentlich neu verfügbar, Folge 12 startet am 5. April, Folge 13 am 12. April. Netflix gibt bislang eine Vorschau nur bis Folge 17.

Designated Survivor: Der Trailer zur Netflix-Serie

sap

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