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Video-Streaming-Dienste

Immer mehr Deutsche schauen lieber im Netz TV

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München – Immer mehr Deutsche schauen weniger oder gar kein klassisches Fernsehen mehr, sondern nutzen Video-Streaming-Dienste im Internet.

Eine repräsentative Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab, dass jeder Dritte Streaming-Nutzer ganz oder teilweise auf klassisches Fernsehen verzichtet. Da bereits 73 Prozent aller Internetnutzer auch Videos im Netz ansehen, entspricht dieser Wert etwa 13 Millionen Bundesbürgern, die durch das Internet weniger Fernsehen schauen. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) gab an, in Zukunft ganz auf klassisches Fernsehen verzichten zu wollen.

„Die kommende Zuschauergeneration wird kaum noch feste TV-Sendezeiten kennen“, prophezeit Bitkom-Experte Timm Hoffmann. Stattdessen setzen die Zuschauer immer stärker auf die Mediatheken, Youtube oder kostenpflichtige Online-Videotheken (das sogenannte Video-on-Demand). Dabei kann der Nutzer entscheiden, wann er eine Sendung über das Netz sehen will. Erst im September war mit Netflix, die in den USA dominierende Online-Videothek, auch in Deutschland gestartet. Inzwischen geben 59 Prozent der Streaming-Nutzer an, dass sie sich nicht mehr unter Zeitdruck setzen, um eine bestimmte Sendung im Fernsehen sehen zu können. Immerhin fast die Hälfte der Streaming-Nutzer sagte, dass sie auch schon bewusst darauf verzichtet habe, eine Sendung im Fernsehen anzuschauen, weil es die Möglichkeit gibt, sie in einer Mediathek anzusehen.

„Video-Streaming verändert den gesamten Markt für bewegte Bilder“, ist Bitkom-Experte Hoffmann überzeugt. Die klassischen Fernsehsender stellt die Entwicklung vor große Herausforderungen, weil sie sich neuer Konkurrenz aus dem Netz stellen müssen und Privatsender durch die geringere Reichweite weniger Geld mit klassischer Fernsehwerbung verdienen.

Philipp Vetter

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