"Die Brücke": "Wir wollen die Geschichte neu erzählen"

München - Regisseur Bernhard Wicki drehte im Jahr 1959 an und auf einem (inzwischen erneuerten) Flussübergang über den Regen im oberpfälzischen Cham, Pro Sieben hat sich fast fünfzig Jahre später als Schauplatz die Stadt Kuldigo in Lettland ausgesucht. Dort entsteht in den nächsten Wochen eine Neufassung des Antikriegsfilms "Die Brücke".

Geplant sei jedoch nicht ein Remake des Films, sondern eine Neuverfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans von Gregor Dorfmeister, so eine Sprecherin des Münchner Privatsenders gestern auf Anfrage unserer Zeitung: "Wir wollen uns nicht an dem Klassiker messen, sondern mit den filmischen Möglichkeiten von heute die Geschichte neu erzählen." Dorfmeister selbst habe am Drehbuch von Wolfgang Kirchner mitgewirkt.

Der inzwischen 79-jährige ehemalige Redaktionsleiter des Tölzer Kurier hatte unter dem Pseudonym Manfred Gregor im Jahr 1958 das auf eigenen Erlebnissen beruhende Drama um sieben Schüler verfasst, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs eine strategisch völlig unbedeutende Brücke gegen die anrückenden Amerikaner verteidigen. Sechs von ihnen kommen dabei ums Leben. Unter der Regie von Wolfgang Panzer spielen in der Neuverfilmung François Göske, Lars Steinhöfel, Robert Höller, Florian Heppert, Daniel Axt, Toni Deutsch und Alexander Bech.

In Wickis Adaption des Romans wirkten damals unter anderen Fritz Wepper, Volker Lechtenbrink, Michael Hinz und Cordula Trantow mit. Für sie bedeutete der Film den Start ihrer Karriere. "Die Brücke" zählt zu den erfolgreichsten deutschen Filmen. Er erhielt fünf Deutsche Filmpreise, den Golden Globe und wurde für den Oscar als beste nicht englischsprachige Produktion nominiert. Als Lehrstück über fehlgeleiteten Idealismus fand er Eingang in den Filmkanon der Bundeszentrale für politische Bildung zur Vorführung an Schulen.

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