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Sie waren bei der "großen ProSieben Völkerball Meisterschaft" mit dabei: Raul Richter, Micaela Schäfer, Annica Hansen, Menderes Bagci und Paul Janke.

Wie schlimm es wirklich war

"TV-Katastrophe": So derb wird das ProSieben-Völkerball-Event verrissen

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München - "Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft", als großes Promi-Sport-Event angekündigt, wurde als Trash-Tortur verrissen. Hier lesen sie die fiesesten Sprüche.

Manchmal merkt man erst, was einem fehlt, wenn es zu spät ist. Am vergangenen Samstagabend versuchte man auf ProSieben, die Lücke zu schließen, die Stefan Raab nach seinem schlagzeilenträchtigen Aufhängen seiner Fernseh-Schuhe an den sprichwörtlichen Nagel hinterlassen hatte. Egal, was man von dem Tausendsassa hält: Mit Formaten wie "Schlag den Star", dem "Turmspringen", dem "Bundesvision Song Contest", "TV total" sowie den Specials Wok-WM, Stock Car Challenge oder PokerStars.de-Nacht hat er Fernsehgeschichte geschrieben. 

Die große Werbetrommel rührte der Sender jetzt für "Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft", doch das groß angekündigte Sport-Event entpuppte sich als gigantischer Reinfall in jeder Hinsicht.  

"Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft": Die Teams

Mit vielen Trash-Promis aus den einschlägigen Resteverwertungs-Formaten wie "Big Brother“ und dem RTL-Dschungelcamp war die Show rund um die schon in der Schule meistverhasste Disziplin ausgestattet - darunter auffallend viele Damen mit Silikon-verstärkter Oberweite - allen voran Nacktschnecke Micaela Schäfer, die auch schon dem Promiboxen oder dem Promi-Frauentausch ihren Plastik-Glanz verlieh.

Sie trat in dem Team an, das man in einem Anfall von Selbstironie den Namen "Natürliche Schönheit" gegeben hatte. Ihr zur Seite standen die ebenfalls massiv getunte Ex-"Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Gina Lisa Lohfink und der Ex von Schauspieler Helmut Berger, Florian Wess, sowie die Beauty-Doc-Dauerbonnentin Ingrid Pavic, Ex-Playboy-Häschen Nina-Kristin Fiutak und Modedesigner Julian F. M. Stoeckel.

Ebenfalls aus der australischen Ekel-WG kennt man die Kandidaten aus dem Team "Dschungel", das unter anderem mit den Augenweiden Sophia Wollersheim und Ex-Dschungel-Queen Melanie Müller besetzt war, dazu kamen IBES-Gewinner Menderes Bagci, Thorsten "Kasalla" Legat und Joey Heindle. 

Im Team "Sporthelden" fanden etwa Ex-Kicker Mario Basler, die ehemalige Biathletin Uschi Disl, die ehemalige Olympiasiegerin Heike Drechsler und Kickboxerin Marie Lang zusammen.

Team "Showbiz" versammelte Ex-Daily-Soap-Star Raúl Richter, "Multitalent" Giulia Siegel, "Sängerin" Kim Gloss und Schlager-Ikone Bernhard Brink sowie Jay Khan und "Ab ins Beet!"-Mann Detlev Steves. 

Team "Bachelor" wartete mit den "Junggesellen" Paul Janke, Christian Tews und Aurelio Savina sowie den ehemaligen Kandidatinnen Sarah Nowak und Angelina Heger auf.

Team "Hardcore" war mit den Casting-Show-Sternchen Menowin Fröhlich (DSDS), Sänger Martin Kesici (Star Search) und Millionärs-Witwe Tatjana Gsell aufgestellt, dazu kamen "Bloodhound Gang"-Enfant-terrible Evil Jared, Box-Krummnase René Weller sowie Sarah Joelle Jahnel, die in letzter Zeit mit allem außer ihrer Stimme von sich reden machte.

In Team "Roter Teppich" dabei war Moderatorin Annica Hansen, deren kurzlebige gleichnamige Talkshow ebenso ins Wasser gefallen war wie sie selber einst bei Stefan Raabs Turmspring-Event - zusammen mit Ex-Playmate und der Verflossenen von Skispringer Sven Hannawald, Alena Gerber, sowie "Sänger" Rocco Stark

Die Profi-Strahlemänner Nico Schwanz und Oliver Sanne nebst Schauspieler Sebastian Deyle komplettierten das Line-up.

Vollkommen obskure Namen tauchten mit Kelly aka MissesVlog, Sarazar, Luca alias ConCrafter, KrappiWhatelse, KsFreakWhatElse und Sophia Thiel im Team "Internet" auf. Sie alle vereint die Tatsache, dass sie nicht einmal bekannt genug sind, um einen eigenen Wikipedia-Artikel ihr eigen nennen zu dürfen - dafür haben sie mehr oder weniger viele Abonnenten auf YouTube. 

"Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft": Kritiker-Verrisse und Quotenflop

Im Ausscheidungsverfahren verdünnten sich die Mannschaften in der Show, die sich inklusive einem Übermaß an Werbung über mehr als viereinhalb Stunden (!) hinzog. Die Regeln waren dabei genauso wenig relevant wie die Frage, welche Mannschaft schlussendlich gewann.

Es kam, wie es eigentlich nur kommen konnte: Es hagelte Verrisse im Feuilleton. So bezeichnete Hans Hoff von der Süddeutschen Zeitung den Wettbewerb eine „Fernsehkatastrophe“ und die Teilnehmer wenig schmeichelhaft als "48 Verhaltensauffällige". Einzig positiv fand der Kritiker, dass sie während der viel zu langen Sendezeit "von der Straße" waren und "also in dieser Zeit keine überflüssigen Schönheitsoperationen an sich verunfallen lassen, keine Insolvenzen anmelden oder andere Fernsehprogramme mit ihrer professionellen Nichtsnutzigkeit verseuchen" konnten. 

Auch quotentechnisch war "Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft" ein Flop: Gerade einmal 1,77 Millionen (7,4 Prozent) taten sich den TV-Wahnsinn überhaupt an.

"Die große ProSieben Völkerball Meisterschaft": Das sagten die Twitter-Nutzer

Die Auswahl der vielen (busen-)wunderlichen Spielerinnen lud natürlich zu haufenweise Wortspielen rund um das Runde ein:

Welche Fähigkeiten auch immer bei den Kandidaten gefragt war, Intelligenz war es sicher nicht:

Ihre "Karrieren" verursachten neben Kopfschütteln teilweise auch Mitleid:

https://twitter.com/SaschaW/status/721403982082650113

Nein, die Völkerballer kamen wirklich nicht gut weg:

Manch einer erkannte einen steten Abwärtstrend bei den Raab-Ersatz-Formaten von ProSieben:

In die gleiche Kerbe schlug dieser Tweet:

Die Frage, wie so eine Sendung es überhaupt auf die Mattscheibe geschafft hatte, stand im Raum:

Noch deutlicher formulierte es dieser Tweet:

Nüchtern war das Event für viele nicht zu ertragen:

Auch wenn ihm das selbst vielleicht nicht klar war: Ein namentlich nicht genannter ProSieben-Mitarbeiter konnte sich trotz seiner an sich recht erniedrigenden Aufgabe glücklich schätzen:

Angesichts des drastischen Niveauverlustes wurde manch einer nostalgisch:

Aber auch kritische Selbstreflexion war bei den Zuschauern angesagt:

Zum Glück entdeckten Findige Alternativen zur Unterhaltung an diesem Samstagabend:

Den Vogel schoss das Neo Magazin Royale mit seinem Tweet ab. In Anspielung auf die Erdogan-Affäre rund um Moderator Jan Böhmermann war zu lesen:

Micaela Schäfer: "Zieht euch warm an, ich zieh mich aus!"

hn

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